Recht des internationalen Handels

Über das Projekt

Quelle. FU Berlin

Das aktuelle Projekt ist der Untersuchung des grenzüberschreitenden Handelsverkehrs im Kaukasus und in Zentralasien gewidmet, wobei der Akzent auf den Staaten Aserbaidschan, Kasachstan und Russland liegen soll. Der grenzüberschreitende Handel stellt neben den internationalen Investitionen eines der Grundelemente der internationalen wirtschaftlichen Beziehungen dar. Ein stabiles Rechtssystems ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung des internationalen Handels und bedarf daher einer fundamentalen wissenschaftlichen Untersuchung. Das Projekt profitiert von der professionellen Erfahrung durch die Kontakte mit internationalen Organisationen, Wissenschaftlern und praktizierenden Juristen aus verschiedenen Ländern. Es basiert auf einer umfassenden interdisziplinären Untersuchung der Rechtsregulierung des grenzüberschreitenden Handelsverkehrs.

Das Projekt gründet sich auf einer einer wissenschaftlichen und einer Bildungskomponente.Der thematische Schwerpunkt wird dabei auf folgende Aspekte gelegt:

  • Internationalrechtliche Regulierung des grenzüber-schreitenden Handelsverkehrs sowohl globalen als auch regionalen Charakters (WTO, GUS, EurAsEC, Zollunion u.s.w.), u.a. Prozesse des Beitritts der Staaten aus der Region zur WTO

  • Privatrechtlicher Rahmen sowohl kollisionsrechtlicher als auch materiell-rechtlicher Natur im Bezug auf die Durchführung von Handelsgeschäften

  • Lösung von Rechtsstreitigkeiten aus den internationalen Handelsverträgen.

Das Projekt wird in enger Kooperation mit den Hochschulen aus Aserbaidschan, Kasachstan und Russland sowie mit Wissenschaftlern und praktizierenden Juristen sowohl aus Europa als auch aus anderen Regionen durchgeführt und ist für drei Jahre angesetzt (2012-15).Im Rahmen des Projektes ist die Durchführung von drei Seminaren und vier Konferenzen in den Teilnehmerstaaten vorgesehen.

Die Ergebnisse der Konferenzen werden in Russland in einem Sammelband auf russisch veröffentlicht. In der Endphase des Projektes ist zudem die Vorbereitung einer kollektiven Monographie in englischer Sprache zum Internationalen Handelsrecht in Aserbaidschan, Kasachstan und Russland geplant.

Im Rahmen der Bildungskomponente werden Stipendien für junge Juristen aus den Teilnehmerstaaten des Projektes für die Teilnahme an dem LL.M. Programm der Kieler Universität vergeben sowie Onlinevorlesungen zum internationalen Wirtschaftsrecht für die Angehörigen der Partneruniversitäten organisiert.


Christian-Albrecht-University at Kiel

Kiel Center for Eurasian Economic Law

Olshausenstraße 75, 24118 Kiel, Germany

еmail: keel@law.uni-kiel.de

tel: +49 431 880 1215

fax: +49 431 880 1512

Academy of Public Administration under the President of the Republic of Azerbaijan

Center for International Economic Law

Lermontova str. 74/2, AZ-1010, Baku, Azerbaijan

email: dia.unesco_az@yahoo.com

tel: +994 12 4926361

Al’Farabi Kazakh National University,

Faculty of Law Center for International Economic Law

Prospect Al´Farabi, Room 321, 050038 Almaty, Kazakhstan

email: kamilya_a1983@mail.ru

tel: +7 701 738 5047

Ural State Law Academy Center for International Economic Law

Komsomolskaya 21, 620137 Ekaterinburg Russian Federation

email: eel@usla.ru

tel: +7 343 374 0510

Publikationen

Im Rahmen des Projektes ist die Publikation von vier kollektiven Monographien geplant. Zudem sollen drei Sammelwerke erstellt werden, in denen die Eckpunkte zu den jeweiligen nationalen Regelungen des grenzüberschreitenden Handelsverkehrs zusammengefasst werden.

Monographien

Drei Monographien werden in russischer Sprache veröffentlicht und werden folgende Themen enthalten: Öffentlich-rechtliche Regelungen des internationalen Handelsverkehrs, privatrechtliche Instrumente des internationalen Handels sowie die Beilegung von handelsrechtlichen Streitigkeiten, sowohl privatrechtlichen als auch öffentlich-rechtlichen Charakters. Das Augenmerk in allen drei  Publikationen wird auf den Handel mit Gütern und Energieressourcen sowie auf Transportdienstleistungen gelegt.

Die vierte Monographie wird in Englisch herausgegeben und wird zusammenfassend die Materialien der drei in Russisch verfassten Monographien darstellen, so dass die Inhalte auch nicht russischsprachige Leser sich mit den Inhalten vertraut machen können.

Sammelwerke

Daneben werden die Sammelwerke  zu den jeweiligen Projektmitgliedsstaaten erstellt. Im Gegensatz zu den Monographien  werden dort mehr Themen präsentiert, wie z.B. Dienstleistungen oder geistiges Eigentum, allerdings werden diese im Verhältnis eher einen Informationscharakter haben und weniger analytisch aufgearbeitet werden. Sie werden unter der Angabe von Autoren der jeweiligen Kapitel auf unserer Website veröffentlicht.

 Es wurden bereits Arbeiten zu der kollektiven Monographie aufgenommen. Im Rahmen des Workshops in Salzburg haben die Autoren die Struktur und die Inhalte der kollektiven Monographie und des kurzen Länderberichtes (Short Country Report) zu den öffentlich-rechtlichen Aspekten des Internationales Handelsrechts diskutiert. Die Struktur des Short Country Reports finden Sie hier.

Konferenz in Baku

IMG_1351AVom  30. Bis 31. Mai 2013 fand die Konferenz zum Thema  „Recht des internationalen Handels in der Region des Kaukasus und Zentralasiens: Zwischen regionaler Integration und Globalisierung“  in Baku (Aserbaidschan) statt. Die Konferenz wurde vom Institut für osteuropäisches Recht der Universität Kiel und der Akademie der Staatsverwaltung beim Präsidenten der Aserbaidschanischen Republik veranstaltet.  KEEL war federführend bei der inhaltlichen und organisatorischen Gestaltung der Konferenz. Die Konferenz war die erste große Veranstaltung im Rahmen des von der Volkswagen Stiftung geförderten Projekts „Recht des internationalen Handels“ . Die Konferenz wurde in Zusammenarbeit mit SOCAR (State Oil Company of Azerbaijan), der Staatlichen Juristischen Akademie des Urals und der Kasachischen Nationalen Universität Al’Farabi durchgeführt. Auf der Konferenz wurden rechtsvergleichend Fragen des grenzüberschreitenden Handelsverkehrs in der Region des Kaukasus und Zentralasiens beleuchtet, u.a.: Die Erfahrungen der Zusammenarbeit der Staaten aus der Region mit der WTO; regionale Zusammenarbeit in Bezug auf den Handelsverkehr (z.B. EurAsEC, GUAM); verschiedene Aspekte des grenzüberschreitenden Warenhandels; Wechselwirkung zwischen dem Handel und stabiler Entwicklung. Zudem wurden  Fragen des Handels mit Energieressourcen und Transportdienstleistungen Gegenstand der Sitzungen. Im Rahmen der Konferenz wurden die ersten Ergebnisse der Forschungsinitiative im Rahmen des Projekts „Recht des internationalen Handels“ präsentiert. … mehr Infos

Fotostrecke Konferenz  Programm und Präsentationen

Der erste Workshop in Salzburg

Der erste Workshop im Rahmen des Projekts „Das Recht des internationalen Handels in der Region Zentralasien und im Kaukasus“ fand am 15. und 16. November in Salzburg statt. Die Teilnehmer des Workshops waren Wissenschaftler und praktizierende Juristen aus Russland, Aserbaidschan und Kasachstan sowie Spezialisten aus Europa  auf dem Gebiet des Internationalen Handelsrechts. Es wurde die Struktur für den Kurzbericht (Short Country Report) sowie für die Monographie zu den öffentlich-rechtlichen Aspekten der Regulierung des internationalen Handels in Zentralasien und im Kaukasus erarbeitet. Der Short Country Report enthält Eckpunkte zu den jeweiligen nationalen Regelungen des grenzüberschreitenden Handelsverkehrs und wird auf unserer Website veröffentlicht.  In der Monographie sollen einige Aspekte der öffentlich-rechtlichen Regulierung des internationalen Handelsverkehrs vertieft analysiert werden. Dabei sollen insbesondere die Handelsbeziehungen der Staaten aus der Region mit der EU, der Handel mit Gütern und Energieressourcen, die Transportdienstleistungen (Schienen- und Autotransport) sowie die Fragen der Vereinbarkeit der nachhaltigen Entwicklung und des grenzüberschreitenden Handels untersucht werden. Die Monographie wird in russischer Sprache veröffentlicht.

Die Ergebnisse des Workshops werden Ende April 2013 auf der Konferenz in Baku präsentiert. Die Konferenz wird in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung der Republik Aserbaidschan organisiert.

Weitere Events

Weitere Events

Unsere Erfahrung zeigt, dass die Durchführung von Tagungen die beste Methode darstellt, um einen möglichst umfangreichen wissenschaftlichen Austausch zu fördern. Daher sind im Rahmen des aktuellen Projektes folgende Veranstaltungen geplant:

  • Konferenz zum Internationalen Handelsrechts (öffentliches Recht) Frühling 2012, Baku
  • Workshop „Privatrechtliche Aspekte des internationalen Handelsverkehrs“       Herbst 2013, Berlin
  • Konferenz  „Privatrechtliche Aspekte des internationalen Handelsverkehrs“ Frühling 2014, Almaty
  • Seminar „Alternative Streitbeilegung beim internationalen Handelsverkehr“ Frühling 2014, Almaty
  • Konferenz „Alternative Streitbeilegung beim internationalen Handelsverkehr“ Herbst 2014, Kiel
  • Abschließende Konferenz   Frühling 2015, Ekaterinburg

Ergebnisse zum ersten Aufsatzwettbewerb

Kieler Zentrum zum Eurasischen Wirtschaftsrecht (KEEL) hat den ersten Aufsatzwettbewerbes im Rahmen des aktuellen Projekts  zum Thema “Recht des Internationalen Handels in Zentralasien und im Kaukasus” erfolgreich durchgeführt. Die Namen der Sieger können hier eingesehen werden.

Förderung

Das Projekt wird von der Volkswagenstiftung im Rahmen der Initiative “Zwischen Europa und Orient – Mittelasien/Kaukasus im Fokus der Wissenschaft” gefördert.

Im Rahmen der thematischen Ausschreibungen fördert die VolkswagenStiftung kooperative Forschungsvorhaben, die unter maßgeblicher Beteiligung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Zielregion durchgeführt werden und mit der Ausbildung von Nachwuchswissenschaftler/inne/n einhergehen.Um die Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit zu erkunden und auszubauen, werden Workshops durchgeführt, deren Ergebnisse die Basis für thematische Ausschreibungen bilden.

Das Projekt zum Internationalen Handelsrecht in der Region des Zentralasiens und des Kaukasus ist bereits das zweite Projekt von KEEL, das von der Volkswagenstiftung gefördert wird.

Weitere Informationen zur Volkswagenstiftung finden Sie hier.

Quelle: www.volkswagestiftung.de