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Projekt Ad Fontes

Europäische Initiative zur Förderung der Alten Sprachen
European Initiative for the Promotion of Classical Languages

Auch am Beginn des 3. Jahrtausends n. Chr. haben die klassischen Kulturen Griechenlands und Roms als Grundlage der europäischen Kultur nichts an Bedeutung verloren. Als elementare Voraussetzung zur Bewahrung dieser kulturellen Kontinuität, ohne die Europa auch in Zukunft nicht vorstellbar ist, ist die Fähigkeit zu kontinuierlicher Auseinandersetzung mit dieser Grundlage, die Kenntnis der klassischen Sprachen, unverzichtbar. Umso alarmierender ist daher der durch die zunehmende Marginalisierung des Unterrichtes der klassischen Sprachen fortgeschrittene Verfall der Kenntnisse des Lateinischen und Griechischen bei den Absolventen der höheren Schulen und Universitäten.

Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklung wurde Ende letzten Jahres vom Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) (Walter-Flex-Str.3, 53113 Bonn) in Verbindung mit der Unione Internazionale degli Istituti di Archeologia Storia e Storia dell'Arte (normal / mit Flash), der Commission Internationale d'Histoire Ecclésiastique Comparée und dem Pontificio Comitato di Scienze Storiche in Rom anläßlich des europäischen Jahres der Sprachen eine Initiative zur Förderung der Alten Sprachen in Europa gegründet. Planung und Koordination des Projektes unter Federführung des ZEI erfolgt von Kiel aus durch Prof. Dr. Lutz Käppel mit Unterstützung von Nina Johannsen. Wesentliches Ziel des Projektes ist die Erneuerung des Bewußtseins für die ungebrochene Relevanz des Unterrichtes der klassischen Sprachen, konkret durch folgende Maßnahmen:

  1. Eine große Konferenz von Fachvertretern und (Bildungs-) Politikern zur Frage der Alten Sprachen in einem europäischen Bildungskanon für die Zukunft,
  2. eine großangelegte europaweite Werbeaktion für die klassischen Sprachen sowie
  3. die Organisation einer Summer-School für Schüler aus ganz Europa im Jahre 2003 zum Thema der Alten Sprachen in einem modernen Europa.

Der im Zusammenhang mit dem Projekt von Prof. Dr. Lutz Käppel verfaßte Aufsatz "Das Modernitätspotential der alten Sprachen und ihre Bedeutung für die Identität Europas" (ZEI-Discussion Paper C98, 2002) ist auch als Adobe PDF-Datei im Internet verfügbar.

Im September 2002 haben die Ziele unseres Projektes namhafte internationale Unterstützung erfahren. Auf seiner Generalversammlung in Amsterdam vom 2. bis 3.9.2002 hat der Internationale Historikerverband (International Committee of Historical Sciences / Comité International des Sciences Historiques) einstimmig eine an die Adresse der UNESCO sowie der Bildungsministerien verschiedener Länder gerichtete Resolution verabschiedet, in der nachdrücklich auf die auch für die Zukunft bedeutende Rolle des Unterrichtes in den Klassischen Sprachen für die kulturelle Identität Europas hingewiesen wird. Den Wortlaut der Resolution finden Sie auf einer gesonderten Seite.

SCHOLA AESTIVA

Die Summer School unseres Projektes hat wie geplant in der Zeit vom 11. bis 19. September 2003 auf Sizilien stattgefunden. Einen kurzen Bericht über Ablauf, Ergebnisse sowie einige Photos etc. finden Sie hier.

Über die weiteren Fortschritte in der Entwicklung des Projektes werden wir an dieser Stelle laufend informieren.

Bei Fragen oder Interesse an einer Mitwirkung an unserem Projekt wenden Sie sich bitte an:

Projekt Ad Fontes
c/o Institut für Klassische Altertumskunde der CAU
24098 Kiel

e-mail: luka@email.uni-kiel.de


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