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Erinnerung in Stein: eine Reise durch Europas Megalith-LandschaftenBettina Schulz Paulsson (Graduiertenschule Human Development in Landscapes)Vortrag in der Kunsthalle zu Kiel In Europa bestehen bis zum heutigen Tag annähernd 35.000 megalithische Anlagen (abgeleitet vom Altgriechischen μέγας (mégas) groß und λίθος (líthos) Stein). Die meisten dieser Megalithen wurden im Neolithikum und in der Kupferzeit errichtet und konzentrieren sich in den Küstenregionen. Zu den bekanntesten Anlagen gehören Stonehenge in Südengland, die Steinreihen von Carnac in der Bretagne oder Carrowmore in Irland. Die Entwicklung von Megalithen in prähistorischen Kulturen zeugt von neuen Vorstellungen über Tod, Leben und Gesellschaft. Neben ihren Funktionen als Gräber, Versammlungsplätze, astronomische Zentren und Grenzmarkierungen stellen Megalithen einen wichtigen Bestandteil in der Erinnerungskultur schriftloser Gesellschaften dar. So sind sie einerseits als Erinnerung in Stein und andererseits als Orte zur Reproduktion des tradierten Wissens zu begreifen. Die Archäologin Bettina Schulz Paulsson hat in den letzten Jahren mehrere Forschungsreisen durch Europas Megalithregionen unternommen. Der Vortrag ist eine Einführung in die Megalithik, stellt neue Hypothesen aus der Megalithforschung vor und nimmt den Zuhörer mit auf eine Reise entlang Europas Küsten in die Welt der Großsteingräber, der Menhire, Steinkreise, Steinreihen und megalithische Bauten oder Tempel und deren Erbauer.
Alignements de Carnac, Bretagne (Foto: B. Schulz Paulsson)
Dolmen de las Ruines, Pyrenäen/Spanien (Foto: B. Schulz Paulsson)
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