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Was ist UV-Strahlung?
Die Sonne sendet nicht allein das sichtbare Licht aus. Am roten Rand der Regenbogenfarben schließt sich die Infrarotstrahlung an. Diese nehmen wir als Wärme wahr. Dem sichtbaren Violett ist die Ultraviolettstrahlung benachbart, die wir weder sehen noch fühlen können. Dennoch hat die UV-Strahlung starke biologische Wirkungen, besonders an Haut und Augen.
Welche Arten von UV-Strahlung gibt es?
Wie das sichtbare Licht
in verschiedene Farben, so wird die UV-Strahlung in drei Bereiche unterteilt:
- Die
UVC-Strahlung wird
von der Lufthülle der Erde völlig verschluckt Auf dem Internetseiten werden die Bestrahlungsstärken für UVA- , UVB- und für die gesamte Sonnenstrahlung jeweils für die letzte Messung als Zahlenwerte angezeigt.
Was bedeuten die Zahlen? Die gesamte Sonnenstrahlung
setzt sich aus sichtbarem Licht, infraroter Wärmestrahlung und UV-Strahlung
zusammen. Die gesamte Sonnenstrahlung erreicht an klaren Sommertagen mittags
Werte bis rund 900 W/m2 (Strahlungsleistung pro Fläche in Watt pro
Quadratmeter). Davon machen, grob betrachtet, sichtbares Licht und Infrarotstrahlung
jeweils etwas weniger als die Hälfte aus. Die UV-Strahlung trägt
dazu nur bis etwa 50 W/m2 bei. Davon sind wiederum nur etwa 2,5 W/m2 UVB-Strahlung.
Gerade diese UVB-Strahlung ist an der Haut am stärksten wirksam, beispielsweise
indem sie den Sonnenbrand erzeugt.
Wie ändert sich die Strahlung im Jahresverlauf?
Alle Sonnenstrahlung ist
vom Sonnenstand, also von der Jahres- und Tageszeit abhängig. Wie
erwähnt erreicht die gesamte Sonnenstrahlung auf Sylt um die Zeit
der Sommersonnenwende bei wolkenlosem Himmel mittags einen Höchstwert
von etwa 900 Watt pro Quadratmeter. An klaren Tagen um die Wintersonnenwende
Ende Dezember beträgt sie mittags dagegen weniger als 200 W/m2. Im
Sommer ist die mittägliche Gesamtstrahlung also fast fünfmal so
stark wie im Winter. Um die Tag- und Nachtgleichen zu Frühlings- und
Herbstbeginn liegen die mittäglichen Bestrahlungsstärken bei ungefähr
600 W/m2.
Wann ist die hautwirksame UV-Strahlung
im Tagesverlauf am stärksten?
Welchen Einfluß haben Wolken? Wenn einzelne Wolken über
den Himmel ziehen, sind die Kurven nicht mehr so gleichmäßig,
sondern gezackt, weil die Wolken die Strahlung teils verschlucken, teils
reflektieren. Bei solchem Wetter ist der Mittelwert der hautwirksamen UV-
Strahlung jedoch oft ähnlich hoch wie an wolkenlosen Tagen! Die wärmende
Wirkung der Sonne kann dagegen durch die Wolken schon verringert sein. Die
UV-Strahlung wird deswegen leicht unterschätzt. Ähnliches gilt
für hohe Schleierbewölkung, Dunst und Seenebel. Bei stärkerer
Bewölkung wird ein größerer Teil der Strahlung verschluckt.
Die Sonnenbrandgefahr ist dann geringer.
Was ist der UV-Index?
Ein einfaches Maß für die Stärke der hautwirksamen UV- Strahlung ist der international vereinbarte UV-Index. Dieser Index wird aus den Meßdaten berechnet oder wie bei der Wettervorhersage vorausgeschätzt. Er gilt für die stärkste Strahlung um die Mittagszeit. In den gemäßigten Breiten hat der UV-Index Werte zwischen 0 und 10, in Deutschland bis 8. Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick:
Für die Anzeigen
auf unseren Internetseiten wird der UV-Index folgendermaßen bestimmt:
Vormittags wird der erwartete UV-Index für den jeweiligen Tag aufgrund
der aktuellen Meßwerte vorausberechnet. Am Nachmittag wird der UV-Index
aus dem Maximalwert des Tages bestimmt.
Was sind die Besonderheiten
der UV-Strahlung an der See?
Ein großer Teil
der UV-Strahlung trifft uns nicht mit der direkten Sonnenstrahlung, sondern
aus dem Himmelsblau. Wegen des weiten Horizonts ist diese indirekte Strahlung
an der See entsprechend groß. Besonders an der See täuscht die
Kühlung durch Wind und Wasser über die wahre Stärke der UV-Strahlung
hinweg. Der Sonnenbrand entsteht aber unabhängig von Lufttemperatur
und Wind. Sie bemerken ihn erst Stunden später. Welcher Hauttyp sind Sie? Die Haut der einzelnen
Menschen reagiert sehr unterschiedlich empfindlich auf die UV-Strahlung.
Einige erleiden selten oder nie einen Sonnenbrand, andere wiederum verbrennen
fast immer. Auch die Fähigkeit, sich an die Sonne zu gewöhnen
und zu bräunen, ist sehr verschieden ausgeprägt. Die Hautärzte
haben nach diesen Eigenschaften die Haut in vier Typen eingeteilt. Hauttyp
I ist am empfindlichsten. Menschen dieses Typs erleiden beim ersten Sonnenbad
in der Mittagszeit eines klaren Sommertags schon nach einer halben Stunde
immer einen Sonnenbrand. Ihre Haut bräunt nur wenig und sehr langsam.
Sie sind besonders gefährdet, Hautschäden durch zuviel Sonnenstrahlung
davonzutragen. Das andere Extrem stellen Menschen mit dem Hauttyp IV dar.
Ihre Haut bräunt schon nach dem ersten Sonnenbad sehr schnell, und
sie erleiden so gut wie nie einen Sonnenbrand, selbst wenn sie sich im Sommer
zum ersten Mal der Sonne aussetzen.
Die Einteilung orientiert
sich an der ärztlichen Erfahrung und bezieht sich auf die erste etwa
eine halbe Stunde dauernde Sonnenexposition um die Mittagszeit im Sommer.
Bei genügend hohen UV-Strahlungsdosen erleiden auch Menschen mit Hauttyp
IV einen Sonnenbrand.
Wie paßt sich die Haut an die UV-Strahlung an?
Auch die Fähigkeit
der Menschen, sich an die Sonne zu gewöhnen, ist sehr unterschiedlich.
Die Haut entwickelt auf zweierlei Weise ihren eigenen Sonnenschutz: Einmal
schützt sich die Haut durch Vermehrung des braunen Farbstoffs. Zum
anderen wird ihre Hornschicht dicker. Beide Vorgänge werden durch die
UV-Strahlung selbst ausgelöst. So entwickelt die Haut nach wiederholter
Besonnung einen Eigenschutz, der ihre Empfindlichkeit herabsetzt. Allerdings
benötigt diese Anpassung etwa zwei bis drei Wochen Zeit.
Die Zeiten gelten für
sonnenungewohnte Haut. Mit zunehmender Gewöhnung können Sie die
Zeiten langsam verlängern. Einen Sonnenbrand sollten Sie auf jeden
Fall vermeiden! Er zeigt an, dass die Zellen Ihrer Haut durch die UV-Strahlung
geschädigt wurden.
Bildschirmtafel im Winterhalbjahr
Im Winterhalbjahr ist
die Sonnenstrahlung so gering, dass keine Sonnenbrandgefahr besteht. Wir
ersetzen dann die Bildschirmtafel, die Ihnen sagt, wie lange ein Sonnenbad
dauern darf, durch eine Anzeige der Windchill-Temperatur.
Was ist die Windchill-Temperatur?
Die vielleicht wichtigste Besonderheit des Seeklimas ist der Wind, der auf Sylt vorwiegend über das Meer frische Seeluft herantransportiert. Dass wir diese Luft als „frisch“ empfinden, liegt oft nicht so sehr daran, dass die Lufttemperatur gering ist - im Herbst und im Winter ist sie höher als im Binnenland -, sondern daran, daß der Wind den Körper zusätzlich kühlt. Diese Wirkung des Windes wird durch eine Maßzahl, den „Windchill-Index“ oder die „Windchill- Temperatur“ beschrieben. Die Windchilltemperaturen werden in den USA und in Kanada in den Wetterberichten angesagt. Während des Winterhalbjahres zeigen wir die Windchilltemperatur auch auf unserem Monitor an. Es ist diejenige Temperatur, die bei Windstille oder nur geringer Luftbewegung zu der gleichen Kühlung führt wie die tatsächlich herrschende Lufttemperatur in Kombination mit dem Wind.
Wie stark der Wind den Körper bei unterschiedlichen Lufttemperaturen kühlt, lässt sich aus der nachfolgenden Tabelle ablesen. Hier sind die Windchilltemperaturen für verschiedene Kombinationen von Lufttemperatur und Windstärke aufgeführt.
Zusätzlich können
Sie auf den Internetseiten die Temperatur, sowie die Windgeschwindigkeit
und -richtung, die auf dem westlichen Dünenkamm Westerlands herrschen,
erfahren. |