CAU Logo
Christian–Albrechts–Universität zu Kiel
Institut für Medizinische Informatik und Statistik
Logo
english

PopGen 2.0 Netzwerk (P2N)

Das PopGen 2.0 Netzwerk (P2N) ist ein Zusammenschluss wissenschaftlicher „Biobanken" am Kieler Campus des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und am Forschungszentrum Borstel (gemeinsam mit der Lungenklinik Großhansdorf und einigen Kliniken des UKSH Campus Lübeck). Unter „Biobank" verstehen Wissenschaftler eine Sammlung von Biomaterialien, die in Kombination mit den zugehörigen medizinischen Daten für die Forschung aufbewahrt und genutzt werden.

Gemeinsam mit vier ähnlichen Netzwerken in Aachen, Berlin, Heidelberg und Würzburg wird P2N bis 2016 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell gefördert. Ziel aller fünf Standorte ist die Optimierung des Betriebs und der Nutzung ihrer lokalen Biobanken.

In Schleswig-Holstein gibt es eine lange und erfolgreiche Tradition, Biomaterial von Patienten und Teilnehmern an wissenschaftlichen Studien zu sammeln, aufzubewahren und für die medizinische Forschung zu nutzen.

Ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt dieser Aktivitäten war und ist die Biobank PopGen, die 2003 am damaligen Universitätsklinikum Kiel (heute: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, kurz UKSH, Campus Kiel) ins Leben gerufen und zunächst vom Nationalen Genomforschungsnetzwerk finanziert wurde. Mittlerweile haben sich mehr als 80.000 Spender beteiligt und PopGen zu einer der größten bevölkerungsbasierten Biobanken in Europa gemacht. Der Basisbetrieb von PopGen wird derzeit aus Mitteln des Landes Schleswig-Holstein bzw. der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) finanziert. PopGen umfasst aktuell ca. 40 einzelne Biomaterial- und Datensammlungen. Neben krankheitsbezogenen Gruppen befindet sich darunter auch eine sogenannte „Kontrollkohorte", die als Referenzstichprobe genutzt und kontinuierlich wissenschaftlich begleitet wird.