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█ Präventionsstudie zur Verbesserung der Früherkennung von Tumoren im Kopf-Halsbereich

 

J Wiltfang, H-J Wenz, I Springer

 

Förderung durch die Deutsche Krebshilfe

Präventionsstudie zur Verbesserung der Früherkennung von Tumoren im Kopf-Hals-Bereich durch Zahnärzte und MKG-Chirurgen in der Bevölkerung von Schleswig-Holstein (Förderungsjahre 2007-2010, Projektkoordination: Hertrampf K)

Im Jahr 2000 lag die geschätzte Zahl der Neuerkrankungen bei den Tumoren der Mundhöhle und des Rachenraums im gesamten Bundesgebiet bei ca. 10600 Fällen, wobei die Neuerkrankungen bei Männern mehr als doppelt so hoch waren als bei Frauen (7650 vs. 2950). 2002 waren es fast unverändert etwa 10400 Neuerkrankungen (7800 Männer vs. 2600 Frauen). Die 5-Jahre-Überlebensrate ist insgesamt sehr ungünstig und fiel 2004 bei Männern mit 46% noch schlechter aus als bei Frauen mit 60%. Aufgrund des geänderten Rauch-verhaltens bei Frauen ist damit zu rechnen, dass es in Zukunft zu einer Verschlechterung der Inzidenz- und Mortalitätsrate bei Frauen kommen wird. Als Problem stellt sich dar, dass viele Patienten erst im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung einen Arzt oder Zahnarzt aufsuchen.

Während bei anderen Tumoren und ihren Screening-Programmen, wie z. B. beim Hautkrebs (Melanom) die Menschen bereits erheblich sensibilisiert sind, weist die Bevölkerung bisher sowohl gegenüber den Risikofaktoren (z.B. Tabakkonsum) als auch für Früherkennungsmaßnahmen der Tumore im Kopf-Halsbereich wenig Akzeptanz auf. Zur Verbesserung dieses Missstandes werden im Rahmen dieses Projektes sowohl Präventions- und Aufklärungskampagnen für die Bevölkerung durchgeführt als auch gezielte Schulungsmaßnahmen bei den in der Früherkennung involvierten Berufsgruppen.

Bisher gibt es in Deutschland weder gezielte Aufklärungskampagnen noch präventive Maßnahmen in Form eines Screening-Programms oder einheitliche Empfehlungen zur Aufklärung über die Risikofaktoren und Diagnostik dieser Krebserkrankung. Ein erstes effektives Screening könnte in Form einer einfachen visuellen klinischen Untersuchung, die sich für den Patienten als schmerzlos darstellt, nicht zeitintensiv ist und keine Nebenwirkungen aufweist, erfolgen. Zahnärztinnen und Zahnärzte haben, u.a. bedingt durch die vom Gesundheitssystem geforderte halbjährliche oder jährliche Routineuntersuchung die Möglichkeit haben, eine große Gruppe der Bevölkerung auf diese Krebserkrankung hin zu screenen, bevor diese Symptome verursacht

Informationsblatt zum Fragebogen "Präventionsstudie"
Dokumentationsbogen Schleimhautbefund

Informationen und Broschüren zum Thema

Leitfaden zur Mundschleimhautuntersuchung
Film über die Mundschleimhautuntersuchung
Poster Risikoläsionen
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