32. Symposium des DVSM

Ka-Ching! Der Klang des Geldes

Ökonomische, soziale und ästhetische Aspekte von Geld und Musik

Studentisches Symposium vom 7. bis 10. November 2019 in den Räumlichkeiten des Musikwissenschaftlichen Instituts:

»Can you hear it ring, It makes you wanna sing, It’s such a beautiful thing ‒ Ka-ching!«

Wenn Pink Floyd oder Shania Twain das Übel einer kapitalistischen Gesellschaft besingen; wenn Marilyn Monroe im Film Gentlemen Prefer Blondes ihren besten Freunden, den Diamanten, ein Lied widmet; wenn sich in Wagners Ring, Puccinis La Fanciulla del West oder in Schrekers Schatzgräber die unheilvolle Opernhandlung an mythisch überhöhten Zahlungsmitteln entzündet, dann wird durch Musik die Bedeutung der »belebenden Wirkung des Geldes« (Brecht/Eisler) deutlich. Konzertbetriebe, Musiklabels und -verlage, private wie öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten und nicht zuletzt Künstler*innen erhalten sich durch Geld. Der Kulturbetrieb ist jedoch häufig von öffentlichen Subventionen abhängig. Dadurch können Musiker*innen und Kulturschaffende in eine Rechtfertigungsposition gedrängt werden, die nicht selten zu hitzigen Debatten über die Schließung von Spielstätten und die Auflösung von Orchestern führt. Ähnlich steht es mit den Kulturwissenschaften und musikbezogenen Forschungsprojekten, die ganz maßgeblich von Drittmittelfinanzierungen abhängig sind.

Durch diese Systeme stellen sich wiederum ästhetische Sinnfragen: Ist Musik in dieser komplizierten Gemengelage von wirtschaftlichen Einflüssen »frei« oder war sie vielleicht schon immer, sei es im kirchlichen Rahmen oder am Hofe, eng mit einem kapitalistischen Wertesystem verwoben? Und: ist das ein Problem?

Dieses Symposium beleuchtete die Zusammenhänge von Musik und Geld auf unterschiedlichen Ebenen. Es wurde gemeinsam mit dem DVSM ausgerichtet und richtete sich an Studierende der Musikwissenschaft.