Prof. Dr. phil. Tobias Janz

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Wilhelm-Seelig-Platz 1, 24118 Kiel

Sprechstunde:
Im Forschungssemester (SoSe 2017) nur nach Vereinbarung


Lebenslauf

Tobias Janz, geboren 1974, studierte Klavier, Kammermusik und Musiktheorie an der Musikhochschule Lübeck sowie Musikwissenschaft und Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach Diplomabschlüssen in Klavier und Musiktheorie wurde er 2005 mit einer Dissertation über die Dramaturgie des Orchesterklangs in Wagners Ring des Nibelungen promoviert.

2006–2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen des DFG-Forschungsprojekts „Musikalische Selbstreflexion. Musik über Musik im 19. Jahrhundert“ am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln
2007–2013 Juniorprofessor für Historische Musikwissenschaft an der Universität Hamburg
Sommersemester 2011 Vertretungsprofessur (C4) an der Humboldt-Universität zu Berlin
Juli/August 2013 Visiting Assistant Professor an der National Taiwan University
Seit Oktober 2013 Professor für Historische Musikwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

2006 erschien seine Dissertation Klangdramaturgie. Studien zur theatralen Orchesterkomposition in Wagners ‚Ring des Nibelungen‘ bei Königshausen & Neumann, Würzburg. Zweite Buchpublikation: Zur Genealogie der musikalischen Moderne, Paderborn: Wilhelm Fink 2014.

Tobias Janz ist auch als praktizierender Musiker aktiv → youtu.be/lkuMsYHVzg0.

Forschungsschwerpunkte

Musik des 17.–21. Jahrhunderts, Musiktheorie (Geschichte und Systematik), Klang, Ästhetik, Musikphilosophie, Moderneforschung und Musikhistorik.


Publikationen

A. Buchpublikationen

1. Als Autor

Zur Genealogie der musikalischen Moderne, Paderborn: Fink, 2014.

Klangdramaturgie. Studien zur theatralen Orchesterkomposition in Wagners »Ring des Nibelungen« (= Wagner in der Diskussion Bd. 2), Würzburg: Königshausen & Neumann, 2006.

2. Als Herausgeber

Decentering Musical Modernity. Perspectives on East-Asian and European Music History (hrsg. zusammen mit Chien-Chang Yang), i. Vorb. Vgl. http://www.uni-kiel.de/muwi/forschung/forschungsprojekte/globale-moderne-kulturelle-regionen.html

Carl Dahlhausʼ Grundlagen der Musikgeschichte‹. Eine Re-Lektüre, Paderborn: Wilhelm Fink, (hrsg. zusammen mit Friedrich Geiger), Paderborn: Fink 2016.

Carl Philipp Emanuel Bach und Hamburg. Generationenfolgen in der Musik, Hildesheim: Olms (hrsg. zusammen mit Kathrin Kirsch und Ivana Rentsch), i. Vorb.

Klang (Themenheft Musiktheorie. Zeitschrift für Musikwissenschaft, hrsg. von Wilhelm Seidel und Matthias Schmidt, 26. Jg., Heft 1 2011).

Musiktheorie | Musikwissenschaft. Geschichte – Methoden – Perspektiven (Sonderband der Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie), online seit Oktober 2010 auf www.gmth.de/zeitschrift/musiktheorie-musikwissenschaft/inhalt.aspx, Druck: Hildesheim: Olms, 2011 (zusammen mit Jan Philipp Sprick).

Wagners Siegfried und die (post-)heroische Moderne (= Wagner in der Diskussion Bd. 5), Würzburg: Königshausen & Neumann, 2011.

B. Aufsätze


Ästhetische Autonomie und das Ethos der Kunstmusik in der Moderne, in: Melanie Wald-Fuhrmann/Nikolaus Urbanek (Hrsg.), Autonomie …, in Vorbereitung

Musikanalyse im Kontext der Historischen Musikwissenschaft, in: Ariane Jeßulat/Oliver Schwab-Felisch/Jan Philipp Sprick/Christian Thorau (Hrsg.), Handbuch Plurale Analyse, in Vorbereitung

Über den ›Puccini-Sound‹. Orchesterklang und Vokalität in Puccinis Opern, in: Richard Erkens (Hrsg.), Das Puccini-Handbuch, Kassel, Stuttgart, Weimar: J. B. Metzler/Bärenreiter, 2017.

»Befreiung der Stimme«? Dimensionen des Vokalen in Schönbergs Moses und Aron und Bergs Lulu, in: Stephan Mösch (Hrsg.), Kompositorische Perspektiven des Vokalen von Monteverdi bis Rihm, Kassel: Bärenreiter 2017, S. 195-217.

Wagners Phantasmen. Paul Bekker mit Lacan, in: Musik & Ästhetik 20 (2015), Heft 77, S. 25-41.

Rienzi‹-Philologie II - Zur diskontinuierlichen Biographie eines Hauptwerks, in: wagnerspectrum 11 (2015), Heft 2, S. 35-61.

Claude Debussy. »Douze études pour piano« Musikalische Poetik eines Anti-Akademikers, in: Archiv für Musikwissenschaft 72 (2015), Heft 1, S.55-75.

Richard Strauss in der Musikhistoriographie des 20. Jahrhunderts. Bericht über einen Prozess mit offenem Ausgang, in: Richard Strauss-Jahrbuch 2015, Druck i. Vorb.

»Gibt es eine Weltgeschichte der Musik?« Mit Carl Dahlhaus auf dem Weg zu einer komparativen Historiographie der musikalischen Moderne, in: Michele Calella/Nikolaus Urbanek (Hrsg.), Musikhistoriographie(n), Wien: Hollitzer, 2015, S. 129-155.

Rienzi-Gesten, in: Katrin Eggers/Ruth Müller-Lindenberg (Hrsg.), Richard Wagner: musikalische Gestik gestische Musik, Würzburg: Königshausen & Neumann 2017, S. 93-116.

Filmmusik ohne Film? Charles Koechlins 'The Seven Stars̕ Symphony, in: Jörn-Peter Hiekel/Wolfgang Mende (Hrsg.), Klang und Semantik in der Musik des 20./21. Jahrhunderts, Bielefeld: transcript 2017.

Hans Rott und die Mechanismen der Kunstkommunikation, in: Claudia Maurer Zenck/Ivana Rentsch (Hrsg.), Ist sie gut? Ist sie schlecht? Urteil und Werturteil (nicht nur) in der Musik (= Hamburger Jahrbuch für Musikwissenschaft 30), Frankfurt a. M.: Peter Lang, 2015, S. 115-128.

Vom Ende der Ironie, in: wagnerspectrum 10 (2014), Heft 1, S. 107–132.

Motivisch-thematische Arbeit: ein Konzept musikalischer Praxis im Lichte der Genealogie der musikalischen Moderne, in: Stefan Keym (Hrsg.), Motivisch-thematische Arbeit als Inbegriff der Musik. Zur Geschichte und Problematik eines 'deutschen' Musikdiskurses, Hildesheim/Zürich/New York: Olms, 2015, S. 29-39.

Parsifal und die Transzendenz der Kunst, in: Matteo Nanni/Matthias Schmidt/Arne Stollberg (Hrsg.), Das Bildliche und das Unbildliche. Nietzsche, Wagner und das Musikdrama, Paderborn: Wilhelm Fink, 2015, S. 75-93.

Zu Percy Graingers Jungle Book Cycle‹, in: Andreas Eichhorn/Jan Helmke Keden (Hrsg.), Musikpädagogik und Musikkulturen. Festschrift für Reinhard Schneider, München 2013, S. 142–155.

Zur Metaphysik der Musik bei Wagner, oder: Kunstreligion als Gegenmoderne, in: Siegfried Oechsle/Bernd Sponheuer (Hrsg.), Kunstreligion 1800 –1900 – 2000, Kassel: Bärenreiter 2015, S. 37-59.

Kastratendämmerung, oder: Wie Medien Nähe und Ferne simulieren, in: Die Tonkunst 7 (2013), S. 215–217.

Musikwissenschaft als Kunstwissenschaft?, in: Michele Calella/Nikolaus Urbanek (Hrsg.), Historische Musikwissenschaft. Grundlagen und Perspektiven, Stuttgart/Weimar: J. B. Metzler, 2013, S. 56–81.

Zur Konstruktion musikhistorischen Wissens in der musikalischen Analyse, in: Konstruktivität von Musikgeschichtsschreibung. Zur Formation musikbezogenen Wissens, hrsg. von den Teilnehmern des strukturierten Promotionsprogramms »Erinnerung – Wahrnehmung – Bedeutung. Musikwissenschaft als Geisteswissenschaft«, Hildesheim: Olms, 2012, S. 71–91.

Hugo Wolfs poetologische musikalische Lyrik. Überlegungen zum Spanischen Liederbuch und zu Ganymed, in: Camilla Bork/Tobias Robert Klein/Burkhard Meischein/Andreas Meyer/Tobias Plebuch (Hrsg.), Ereignis und Exegese. Musikalische Interpretation - Interpretation der Musik. Festschrift für Hermann Danuser zum 65. Geburtstag, Schliengen: Edition Argus, 2011, S. 468–478.

Über naive und sentimentalische Arten Mahler zu hören. Gedanken zu seiner gegenwärtigen Rezeption, in: Musik & Ästhetik 15 (2011), Heft 4, S. 51–61.

Karajans Alpensinfonie oder »der Versuch, ein Werk gegen seine Schwächen zu verteidigen«?, in: Hartmut Hein (Hrsg.), Herbert von Karajan. Perspektiven heutiger Rezeption, Druck i. Vorb.

Zu den Fassungen des zweiten Satzes von Rachmaninovs erstem Klavierkonzert und zum Problem des klaviersymphonischen Klangs, in: Tobias Janz (Hrsg.), Klang, Themenheft Musiktheorie. Zeitschrift für Musikwissenschaft, hrsg. von Wilhelm Seidel und Matthias Schmidt, 26. Jg., Heft 1 2011, S. 33–54

Ökonomie und Kanon, in: Klaus Pietschmann, Melanie Wald (Hrsg.), Der Kanon in der Musik: Theorie und Geschichte, München: edition text & kritik 2013 (zusammen mit Friedrich Geiger), Druck i. Vorb.

Performativity and the Musical Work of Art, in: Walther Bernhart (Hrsg.), Word and Music Studies: Essays on Performativity and on Surveying the Field, Amsterdam/New York: Rodopi, 2011, S. 1–15.

Soundtrack des Mythos. Zum musikalischen Design der James Bond-Filme, in: Astrid Böger, Marc Föcking (Hrsg.), James Bond. Die Anatomie eines Mythos, Heidelberg: Winter-Verlag, 2012, S. 185–222.

›Goodbye 20th-Century‹: Sonic Youth, John Cages Number Pieces und der lange Abschied von der Avantgarde, in: Friedrich Geiger, Frank Hentschel (Hrsg.), Zwischen »U« und »E«: Grenzüberschreitungen in der Musik nach 1950 (= Hamburger Jahrbuch für Musikwissenschaft 27), Frankfurt a. M.: Peter Lang 2011, S. 71–87. Engl. Fassung s. u.

›Goodbye 20th Century‹: Sonic Youth, John Cage’s ›Number Pieces‹ and the Long Farewell to the Avant-garde, Werner Wolf (Hrsg.) The Metareferential Turn in Contemporary Arts and Media. (= Studies in Intermediality Bd. 5), Amsterdam/New York: Rodopi, 2011, S. 525–547.

Qualia, Sound, Ereignis: musiktheoretische Herausforderungen in phänomenologischer Perspektive, in: Tobias Janz, Jan Philipp Sprick (Hrsg), Musiktheorie | Musikwissenschaft. Geschichte – Methoden – Perspektiven (Sonderband der Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie), Hildesheim: Olms 2011 (zusammen mit Jan Philipp Sprick), S. 217–239.

Wagner, Siegfried und die (post-)heroische Moderne, in: Tobias Janz (Hrsg.) Wagners Siegfried und die (post-)heroische Moderne (= Wagner in der Diskussion Bd. 5), Würzburg: Königshausen & Neumann, 2011, S. 9–39.

Kontingenzbewältigung und konzeptionelle Unbestimmtheit. Zwei Aspekte musikalischer Komposition im 20. Jahrhundert und ihr weltanschaulicher Hintergrund, in: Trigon 9, Jahrbuch der Guardini Stiftung 2011, S. 187–201.

Chess Pieces. Schach in der musikalischen Avantgarde, in: Erika Greber (†), Markus May (Hrsg.), Schwarz-Weisse Welten. Schach in Literatur, Kunst und Kultur, Druck in Vorbereitung.

Messiaens Mozart und die »Théorie de l’accentuation«, in: Wolfgang Rathert, Karl Anton Rickenbacher (Hrsg.), Olivier Messiaen – Texte, Analysen, Zeugnisse, Hildesheim/Zürich/New York: Olms, Bd. 2, 2013, S. 295-307.

Musikhistoriographie und Moderne, in: Musiktheorie. Zeitschrift für Musikwissenschaft 24 (2009), S. 312–330.

Einheit der Musik – Einheit der Musikwissenschaft? Hugo Riemanns Grundriß der Musikwissenschaft nach 100 Jahren, in: Die Musikforschung 63 (2010), Heft 2, S. 113–133 (zusammen mit Jan Philipp Sprick).

»Freiheit in Fesseln«. Zur Metamusikalität von Chopins Barcarolle op. 60, in: Friedrich Geiger (Hrsg.), Musikkulturwissenschaft (= Hamburger Jahrbuch für Musikwissenschaft 25), Frankfurt a. M.: Peter Lang, 2010, S. 111–141.

Über das Opernhafte an Mahlers Musik, in: Bernd Sponheuer/Wolfram Steinbeck (Hrsg.), Mahler-Handbuch, Stuttgart u. a.: Metzler, 2010, S. 125–137.

»Music about Music« – Metaization and Intertextuality in Beethoven’s Prometheus Variations op. 35, in: Werner Wolf (Hrsg.) Metareference in the Arts and Media: Theory and Case Studies. (= Studies in Intermediality 4), Amsterdam/New York: Rodopi, 2009, S. 211–233.

Selbstreflexion als Konstituente der musikalischen Moderne? – Überlegungen zu einem Forschungsprogramm, in: Wolfram Steinbeck u. a. (Hrsg.), Selbstreflexion in der Musik|Wissenschaft (= Kölner Beiträge zur Musikwissenschaft •), Kassel: Gustav Bosse, 2011, S. 45–59.

Musikalische Poetik und musiktheoretisches Denken in Olivier Messiaens Traité de rythme, de couleur, et d’ornithologie, in: Reinhard Bahr/Jan Philipp Sprick (Hrsg.), Musiktheorie im Kontext. V. Kongress der Gesellschaft für Musiktheorie (= Musik und. Eine Schriftenreihe der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Neue Folge), Berlin: Weidler-Verlag 2008, S. 177–189.

›Unermeßliches Sprachvermögen‹ – Zur Dramaturgie des Orchesterklangs im Ring des Nibelungen (…mit einem rezeptionsgeschichtlichen Vorspiel), in: wagnerspectrum 2 (2006), S. 127–153.

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