Prof. Dr. phil. Siegfried Oechsle

Telefon: +49 431 880-2200
Fax: +49 431 880-7304
Email: oechsle@musik.uni-kiel.de

Adresse: Raum 203
Wilhelm-Seelig-Platz 1, 24118 Kiel

Sprechstunde:
Dienstag 15.15-16 Uhr und nach Vereinbarung


Forschungsgebiete

Allg. Musikgeschichte 17.-20. Jahrhundert, Geschichte der Musiktheorie 16.-19. Jahrhundert, Musikgeschichte Skandinaviens

Aktuelle Schwerpunkte: Bach und der Palestrina-Stil, Geschichte der Symphonie, Musik und Zeit, Problemgeschichte des Komponierens im 19. Jahrhundert, Brahms’ Kammermusik, Musikgeschichte Dänemarks seit dem 18. Jahrhundert

Ausbildung und wissenschaftlicher Werdegang

1976-1985 Studium der Fächer Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie an den Universitäten in Kiel und Kopenhagen
1980-1984 Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes
1985 Magister artium im Fach Musikwissenschaft an der Universität Kiel (Studien zum symphonischen Frühwerk Niels W. Gades) – mit Auszeichnung
1985-1989 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Musikwissenschaftlichen Institut der Christian-Albrechts-Universität Kiel
1989 Promotion (Symphonik nach Beethoven. Studien zu Schubert, Schumann, Mendelssohn und Gade) – summa cum laude
1989-1995 Wissenschaftlicher Assistent am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Kiel
1994-1995 Habilitationsstipen­dium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
1995 Habilitation (Bachs Arbeit am strengen Satz. Studien zum Kantatenwerk)
1996 Oberassistent (C 2) am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Kiel
1999 Professor für Musikwissenschaft an der Universität Kopenhagen (Nachfolge John Bergsagel)
2001 Ruf auf den Lehrstuhl für Musikwissenschaft an der Universität Regensburg
2001 Ordinarius für Musikwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Nachfolge Friedhelm Krummacher)
2001 Direktor des Musikwissenschaftlichen Instituts
2004-2006 Dekan der Philosophischen Fakultät der CAU
2006-2008 Prodekan für Haushalt, Struktur und Forschungsförderung
2008-2009 Vorsitzender der Societas Christiana Albertina

Mitgliedschaften, Ehrungen, Sonstiges

1996 Hermann Abert-Preis der Gesellschaft für Musikforschung
2000 ff. Vorstandsmitglied der Foundation for the Publication of the Works of Niels W. Gade, Kopenhagen
2001 ff. Mitglied des Editionskommitees von J.P.E.-Hartmann-Udgaven, Kopenhagen
2002-2008 Mitglied im DFG-Graduiertenkolleg „Imaginatio borealis. Perzeption, Rezeption und Konstruktion des Nordens“ an der Philosophischen Fakultät der CAU
2006 ff. Vorsitzender des Trägervereins Johannes-Brahms-Gesamtausgabe e.V. und wiss. Leiter des von der Akademienunion finanzierten Forschungsprojekts
2007 ff. Ausländisches Mitglied von Det Kongelige Danske Videnskabernes Selskab /The Royal Danish Academy of Sciences and Letters
2007 ff. Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission der Union der deutschen Wissenschaftsakademien
2009 ff. Mitglied im Forschungszentrum „Diskursivierung von Wissen in der Frühen Neuzeit“ an der Philosophischen Fakultät der CAU

2010 ff. Mitglied des Wiss. Beirats des Dansk Center for Musikudgivelse an der Kgl. Bibliothek Kopenhagen
2011 ff. Mitglied der Academia Europaea, London
2014 ff. Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission der Union der deutschen Wissenschaftsakademien

Gutachtertätigkeit: u. a. für die Studienstiftung des deutschen Volkes, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Alexander von Humboldt-Stiftung, Nederlands Organisatie voor Wetenschappelijk Onderzoek, den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und den Österreichischen Nationalfond
Censor für das Fach Musikwissenschaft an den Universitäten Kopenhagen, Aalborg und Aarhus (2002-2010)


Publikationen der letzten Jahre

KunstMusikReligion. Aspekte einer folgenreichen romantischen Matrix, in: Kunstreligion und Musik 1800 – 1900 – 2000, hrsg. von Siegfried Oechsle und Bernd Sponheuer (Kieler Schriften zur Musikwissenschaft, 53), Kassel u. a. 2015 (im Druck).

Moll-Potenziale in der Sinfonik des späten 18. Jahrhunderts am Beispiel der g-Moll-Werke von F.L.Æ. Kunzen, A. Rosetti und L. Koželuh, in: Der Komponist Friedrich Ludwig Æmilius Kunzen (1761-1817). Gattungen, Werke, Kontexte, hrsg. von Melanie Wald-Fuhrmann und Christiane Wiesenfeldt, Wien u. a. 2015, S. 22–59.

Von Schönberg zu Mozart. Versuch über den Prozeßcharakter Mozartscher Musik, in: Mozart und Schönberg. Wiener Klassik und Wiener Schule, hrsg. von Hartmut Krones und Christian Meyer (Schriften des Wissenschaftszentrums Arnold Schönberg, 7), Wien u. a. 2012, S. 159–175.

Performative und textuelle Momente von Form. Funktionen von Marsch und Choral in Mahlers Sechster Symphonie, in: Paradestück Militärmusik. Beiträge zum Wandel staatlicher Repräsentation durch Musik, hrsg. von Peter Moormann, Albrecht Riethmüller und Rebecca Wolf, Bielefeld 2012, S. 203–216.

Komponieren an und über Grenzen. Die letzten fünf Klaviersonaten op. 101 bis op. 111, in: Beethovens Klavierwerke, hrsg. von Hartmut Hein und Wolfram Steinbeck (Das Beethoven-Handbuch, hrsg. von Albrecht Riethmüller, Bd. 2.), Laaber 2012, S. 263–328.

Von (alpen)glühenden Juchzern und gefrorenen Schreien. Eine exegetische Reise mit und durch Brahms’ III. Symphonie, in: Liber amicorum zum sechzigsten Geburtstag von Michael Struck, hrsg. von Katrin Eich und Anna Theresa Struck, München 2012, S. 58–63.

Form macht Theater. Performative Reflexivität in Ouvertüren von Weber und Mendelssohn, in: Ereignis und Exegese. Musikalische Interpretation – Interpretation der Musik. Festschrift für Hermann Danuser zum 65. Geburtstag, hrsg. von Camilla Bork u. a., Schliengen 2011, S. 387–398.

Selbstreferenz und Selbstreflexion in der Musik, in: Selbstreflexion in der Musik | Wissenschaft. Referate des Kölner Symposions 2007, hrsg. von Wolfram Steinbeck (Kölner Beiträge zur Musikwissenschaft, 16), Kassel 2011, S. 95–116.

Buxtehude, Nördlichkeit, Erhabenheit (zus. mit Bernd Sponheuer), in: Dieterich Buxtehude. Text – Kontext – Rezeption. Bericht über das Symposion an der Musikhochschule Lübeck 10.–12. Mai 2007, hrsg. von Wolfgang Sandberger und Volker Scherliess, Kassel u. a. 2011, S. 291–302.

 „Katastrophen-Sinfonie“ oder „packende Geisterbahn-Fahrt in dreidimensionaler Klangpracht“? Zu Karajans Interpretation der VI. Symphonie Mahlers im Vergleich mit Barbirolli und Bernstein, in: Herbert von Karajan. Perspektiven heutiger Rezeption, Kongressbericht Köln 2010, hrsg. von Hartmut Hein (Druck in Vorb.).

„Entwickelnde Transformation“? Kompositionsgeschichtliche Überlegungen zum Kopfsatz des c-Moll-Klaviertrios op. 101, in: Spätphase(n)? Johannes Brahms’ Werke der 1880er und 1890er Jahre. Internationales musikwissenschaftliches Symposium Meinigen 2008, hrsg. von Maren Goltz, Wolfgang Sandberger und Christiane Wiesenfeldt, München 2010, S. 297–312.

Der „nordische Ton“ als zentrales musikgeschichtliches Phänomen, in: Die Tonkunst 4 (2010), S. 240–248.

Thesen zum Ort der Musik in Peter Weirs „The Truman Show“ (zus. mit Bernd Sponheuer), in: Kieler Beiträge zur Filmmusikforschung 4 (2010), S. 81ff. (http://www.filmmusik.uni-kiel.de/kielerbeitraege4/KB4-Truman.pdf).

Sechste Symphonie, in: Mahler-Handbuch, hrsg. von Bernd Sponheuer und Wolfram Steinbeck, Stuttgart und Kassel 2010, S. 286–311.

Klaviertrios, Klavierquartette, Klavierquintett, in: Brahms-Handbuch, hrsg. von Wolfgang Sandberger, Stuttgart und Kassel 2009, S. 408–436.

Forminterne Eigenzeiten und narrative Strukturen. Zum Werkkonzept der d-Moll-Symphonie op. 120, in: Robert Schumann und die große Form. Referate des Bonner Symposions 2006, hrsg. von Bernd Sponheuer und Wolfram Steinbeck (Bonner Schriften zur Musikwissenschaft, 8), Frankfurt am Main u. a. 2009, S. 29–51.

Eine Erscheinung aus den „Buchenwäldern Dänemarks“. Niels W. Gades 2. Sinfonie im Diskurs des Nordisch-Erhabenen, in: A due. Musikalische Aufsätze zu Ehren von John D. Bergsagel & Heinrich W. Schwab, hrsg. von Ole Kongsted u. a. (Danish Humanist Texts and Studies, 37), København 2008, S. 567–589.

Beethovens eintöniger Humor. Zum Finale der „Achten Symphonie“, in: Musik und Humor. Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung in der Musik. Wolfram Steinbeck zum 60. Geburtstag, hrsg. von Hartmut Hein und Fabian Kolb (Spektrum der Musik, 9), Laaber 2010, S. 187–198.

Komponieren in historischen „Werkstätten“. Das Finale der Violoncello-Sonate op. 38 von Brahms und seine Bezüge zu Bach und Beethoven, in: Musik und Musikforschung. Johannes Brahms im Dialog mit der Geschichte, hrsg. von Wolfgang Sandberger und Christiane Wiesenfeldt, Kassel u. a. 2007, S. 57–78.

Späte Revision. Zum Formkonzept des Kopfsatzes aus dem Klavierquartett g-Moll op. 25 von Johannes Brahms, in: „Vom Erkennen des Erkannten“. Musikalische Analyse und Editionsphilologie. Festschrift Christian Martin Schmidt, hrsg. von Friederike Wißmann, Thomas Ahrend und Heinz von Loesch, Wiesbaden u. a. 2007, S. 305–320.

Plädoyer für eine neue dänische Musikgeschichte. Perspektiven einer nationalen Musikgeschichtsschreibung. Deutsche Fassung des Vortrags „Plaidoyer for en ny dansk musikhistorie“, gehalten auf dem Symposion „Musikhistoriske udfordringer for dansk musikvidenskab“, Kopenhagen 2006 (www.musikforskning.dk/downloads/2006_papers/Oechsle-de.doc).

Schubert, Schumann und die Symphonie nach Beethoven, in: Die Geschichte der musikalischen Gattungen, hrsg. von Matthias Brzoska, Laaber 2006, S. 270–281.

Symphonie Nr. 4 d-Moll op. 120, in: Robert Schumann. Interpretationen seiner Werke, hrsg. von Helmut Loos, Bd. 2, Laaber 2005, S. 239–255.

Art. Ochs, Siegfried, in: MGG2, Personenteil, Bd. 12 (2004), Sp. 1278f.

Zum Formbegriff einiger Fugen des Wohltemperierten Klaviers, in: Bachs Musik für Tasteninstrumente. Bericht über das 4. Dortmunder Bach-Symposion 2002, hrsg. von Martin Geck, Dortmund 2003 (Dortmunder Bach-Forschungen, Bd. 4), S. 199–212.

Liedcharaktere und historische Rekursivität. Perspektiven der Mahler-Analyse am Beispiel des Andante der Sechsten Symphonie, in: Gustav Mahler und das Lied. Referate des Bonner Symposions 2001, hrsg. von Bernd Sponheuer und Wolfram Steinbeck (Bonner Schriften zur Musikwissenschaft, 6), Frankfurt am Main u. a. 2003, S. 145–169.

Die problemgeschichtliche Vitalität der Symphonie im 19. Jahrhundert, in: Aspekte historischer und systematischer Musikforschung. Zur Symphonie im 19. Jahrhundert, zu Fragen der Musiktheorie, der Wahrnehmung von Musik und Anderes, hrsg. von Christoph-Hellmut Mahling und Kristina Pfarr, Mainz 2002, S. 19–27.

Doppelte Historisierung des Komponierens. Die motettischen Chorfugen in Bachs I. Jahrgang, in: Bachs I. Leipziger Kantatenjahrgang. Bericht über das 3. Dortmunder Bach-Symposion 2000 (Dortmunder Bach-Forschungen, hrsg. von Martin Geck, Bd. 3), Dortmund 2002, S. 239–251.

J. S. Bachs Auseinandersetzung mit dem stylus antiquus und die musikalisch-liturgischen Traditionen in Leipzig, in: Bach in Leipzig – Bach und Leipzig. Konferenzbericht Leipzig 2000, hrsg. von Ulrich Leisinger (Leipziger Beiträge zur Bach-Forschung, 5), Hildesheim u. a. 2002, S. 413–425.

Autonomie, Immanenz und Bruch. Mahlers Erste Symphonie und die Geschichte der Gattung, in: Gustav Mahler und die Symphonik des 19. Jahrhunderts. Referate des Bonner Symposions 2000, hrsg. von Bernd Sponheuer und Wolfram Steinbeck (Bonner Schriften zur Musikwissenschaft, 5), Frankfurt am Main u. a. 2001, S. 23–47.

Cantabile und Figuration im Spätwerk Beethovens. Beobachtungen am Kopfsatz der Sonate As-Dur op. 110, in: Rezeption als Innovation. Untersuchungen zu einem Grundmodell der europäischen Kompositionsgeschichte. Festschrift Friedhelm Krummacher zum 65. Geburtstag, hrsg. von Bernd Sponheuer, Siegfried Oechsle und Helmut Well unter Mitarbeit von Signe Rotter (Kieler Schriften zur Musikwissenschaft, XLVI), Kassel u. a. 2001, S. 181–204.

Die melancholische „Schwere“ des „stetigen Studierens, schreibens und nachsinnens“. Heinrich Schütz’ Arbeit an der Tradition, in: Festschrift Martin Geck zum 65. Geburtstag, hrsg. von Ares Rolf und Ulrich Tadday, Dortmund 2001, S. 301–314.

Nationalidee und große Symphonie. Mit einem Exkurs zum „Ton“, in: Deutsche Meister – böse Geister? Nationale Selbstfindung in der Musik, hrsg. von Hermann Danuser und Herfried Münkler, Schliengen 2001, S. 166–184.

„New Musicology“ und „hermeneutics“ – ein Rückfall?, in: Dansk Aarbog for Musikforskning XXVIII (2000), S. 65–69.

Johann Sebastian Bachs Rezeption des stile antico. Zwischen Traditionalismus und Geschichtsbewußtsein, in: Bach und die Stile. Bericht über das 2. Dortmunder Bach-Symposion 1998 (Dortmunder Bach-Forschungen, hrsg. von Martin Geck, Bd. 2), Dortmund 1999, S. 103–122.

Musica poetica und Kontrapunkt. Zu den musiktheoretischen Funktionen der Figurenlehre bei Burmeister und Bernhard, in: Schütz-Jahrbuch 20 (1998), S. 7–24.

Ausgaben, Herausgeberschaft

Friedhelm Krummacher: Musik im Norden. Abhandlungen zur skandinavischen und norddeutschen Musikgeschichte, hg. von Siegfried Oechsle, Heinrich W. Schwab, Bernd Sponheuer und Helmut Well, Kassel u. a. 1996.

Rezeption als Innovation. Untersuchungen zu einem Grundmodell der europäischen Kompositionegeschichte. Festschrift Friedhelm Krummacher zum 65. Geburtstag, hrsg. von Bernd Sponheuer, Siegfried Oechsle und Helmut Well unter Mitarbeit von Signe Rotter (Kieler Schriften zur Musikwissenschaft, XLVI), Kassel u. a. 2001.

Signe Rotter: Studien zu den Streichquartetten von Wilhelm Stenhammar (Kieler Schriften zur Musikwissenschaft, XLVII), Kassel u. a. 2001.

Axel Bruch: „Verborgene Harmonien“. Satzstruktur und Gattungstradition in Griegs Duosonaten (Kieler Schriften zur Musikwissenschaft, IL), Kassel u. a. 2002.

Gero Ehlert: Architektonik der Leidenschaften. Eine Studie zu den Klaviersonaten von Johannes Brahms (Kieler Schriften zu Musikwissenschaft, L), Kassel u. a. 2005.

Christiane Wiesenfeldt: Zwischen Beethoven und Brahms. Die Violoncello-Sonate im 19. Jahrhundert (Kieler Schriften zur Musikwissenschaft, LI), Kassel u. a. 2006.

Kathrin Kirsch: Von der Stichvorlage zum Erstdruck. Zur Bedeutung von Vorabzügen bei Johannes Brahms (Kieler Schriften zur Musikwissenschaft, LII), Kassel u. a. 2013.