Zwiebelpflanzen
Die Zwiebelpflanzen erscheinen im Herbst mit dem
Austreiben der Blätter an der Bodenoberfläche. Im
Frühling schieben sie die Blütenstände
nach und betreiben noch
über mehrere Wochen Photosynthese.
Während wir in unseren Gärten Millionen Tulpen halten, sind die Wildtulpen in ihren Herkunftsgebieten oft stark gefährdet oder gar schon verschwunden. Auch in deutschland gibt es heimische Zwiebelpflanzen (Geophyten), bei uns im Norden etwa den Gelbstern, weiter im Süden auch Wildtulpen, Muscari-Arten und Milchsterne.
Die Vegetationszeit nach der
Blüte ist sehr wichtig, um Reserven
in die Zwiebeln einzulagern, welche
zur Vermehrung, zum Austreiben
und zur Regeneration nach
Schäden durch Fraß, Krankheit,
Mahd, Bodenbearbeitung oder Herbizideinsatz nötig sind. Im
Frühsommer vertrocknen die oberirdischen
Teile der Zwiebelpflanzen,
wodurch sie tolerant gegenüber
oberflächlichen Bewirtschaftungsmassnahmen
werden.
Wichtige Faktoren für den Rückgang:
● Schädigung der oberirdischen Pflanzenteile
während der Vegetationszeit der Zwiebelpflanzen
durch Mähen, Mulchen, Herbizideinsatz, Beweidung
(Schafe!) oder Bodenbearbeitung
● Konkurrenz durch dichten, grasreichen Unterwuchs
● Zerstörung der Zwiebeln durch zu feine Bodenbearbeitung
(gilt nicht für Gelbstern)
● Verlagerung von Zwiebeln in zu grosse Tiefen, wo
sie absterben, zum Beispiel bei tiefer Bodenbearbeitung,
bei Terrassierungen oder Aufschüttungen
● Grosser Zwiebelverlust durch ganzflächige und
zeitlich für Zwiebelpflanzen ungünstige Eingriffe
wie Erneuern der Anlage oder Terrassierung. |