Kieler Tropennacht 2008
Pflanzenschätze, Cocktails, internationales Flair und über 130 Musiker – nur eine einzige Nacht in Schleswig-Holstein kann diese Fülle bieten: Der Botanische Garten der Universität Kiel lädt zur ersten Kieler Tropennacht ein. Drinnen und draußen soll es ein Fest der pflanzlichen Schönheit werden.

Am Freitag, 4. Juli 2008, öffnet der Garten am Ende der Leibnizstraße um 20 Uhr sein Haupttor und brennt ein Feuerwerk an Programmpunkten ab. Gleich zur Eröffnung spielen über 110 Musikerinnen und Musiker des Sommerferienorchesters der Landesmusikjugend Hessen heiße, jugendliche Rhythmen, während um 20.30 Uhr „Blauveilchenstrauch und Trompetenblume“ und um 21 Uhr „PhantAsia – die Geheimnisse der fernöstlichen Gartenpflanzen“ vorgestellt werden. Derweil geht es in den Gewächshäusern mit Tropenbar, Verkostungen, gekühltem Hochlandtee und exotischen Köstlichkeiten, die Eine-Welt-Gruppen zubereiten, zu den Genüssen aus dem Pflanzenreich. Dazu passend wird „hot chocolate“, der Kakao und sein Frucht, in einem Vortrag (21 Uhr) munden, ehe die spannende Entdeckungsgeschichte der „Königin der Seerosen“ (Darbietung im Victoria-Haus) und „Eiscremebohnen und Affentöpfe“ um 21.30 Uhr erfahrbar werden. Einmalig im gesamten Bundesland ist, daß die pflanzlichen Lieferanten dieser geschmacklichen Vielfalt persönlich anwesend sind. Eine Kreuzfahrt entlang des Äquators auf Kieler Boden!
„Das leise Trio“ umschmeichelt die Ohren in den Gewächshäusern und mit Einsetzen der Dämmerung erstrahlt das Ambiente des Botanischen Gartens im Lichterglanz. Dazu trägt in allen Gewächshäusern auch die Glaskunst des Studios Borowski, die Antiquitäten Hammerich von Gut Panker für diese eine Nacht liefert, bei. Selten beachtet, aber groß im Programm, ist das „public viewing“ des Sonnenuntergangs auf dem Gipfel des Alpinums.
Um 22 Uhr geht es bei einer Führung um „Passionsblume und Königin der Nacht“, zugleich verhilft ein Vortrag „Karibischer Dschungel: Ein Unterschied wie Tag und Nacht“ zum Erleben der Tropenwelt jenseits des Atlantiks. Um 22.30 zieht ein „Nächtlicher Treck durch Amerika“, während im Amerika-Pavillon Zaubermärchen aus Südamerika für Atmosphäre sorgen. Nun spielen die „Sambastards“ im Innenhof der größten Schaugewächshausanlage Norddeutschlands ihre Trommeln heiß.
Für kleine und große Forscher wird es jetzt spannend: Eine Führung erkundet um 23 Uhr die „Nachtblumen und Nachteulen“ und es wird wieder Licht: Auf einer weißen Leinwand werden sich Nachtfalter niederlassen, die man sonst nie zu sehen bekommt. Zoologen locken mit einer Lichtfalle die faszinierenden Tiere an und erläutern deren Aussehen und Verhalten.
In den Gewächshäusern geht es derweil in die tropischen Gewässer und zu den tropischen Früchten von „Ananas bis Salacca zalacca“; der Freitag wird mit schmeichlerischen Tönen des „leisen Trios“ und den „Dornigen Wegen zu Genuß und Schönheit“ enden. Um 0 Uhr beginnt der Samstag mit einem Vortrag zu Kaffee, dem Heißgetränk, das auch Baron Humboldt auf seinem Weg von den Anden zum Amazonas (Lesung im Amerika-Pavillon) begegnet ist. Die „Sambastards“ spielen bis nach 1 Uhr südamerikanische Rhythmen und eine Nachtwanderung (0.30 Uhr) erschließt geheimnisvolle Ecken des Botanischen Gartens. Um 1 Uhr ist letzter Einlaß, um 2 Uhr schließt der Garten – denn dann wird die erste Kieler Tropennacht wohl unabwendbar in den Kieler Morgen übergehen.
Der Eintritt kostet im Vorverkauf 5 Euro, an der Abendkasse 6 Euro, alle bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Parkplätze gibt es vor dem Biologiezentrum am Ende der Leibnizstraße.
|