Das Aridhaus Afrika ist den Pflanzen aus den Trockenregionen Afrikas, insbesondere den Halbwüsten und Wüsten, gewidmet. Klimatisch handelt es sich also um ein Kalthaus, das sich ganzjährig durch hohe Tages- und relativ niedrige Nachttemperaturen (im Winter 5-10°C), bei geringer Luftfeuchte von etwa 30% auszeichnet.
Bei den im Aridhaus Afrika kultivierten Pflanzen handelt es sich vor allem um Bewohner extrem niederschlagsamer Standorte. Sie werden als Xerophyten bezeichnet und zeichnen sich durch vielfältige Anpassungen aus, die sie dazu befähigen, lange Trockenzeiten zu überdauern.
Eine der häufigsten und in verschiedenen Familien zu beobachtenden Anpassungen ist die Ausbildung von fleischig-saftigen Geweben, die als Wasserspeicher dienen. Wegen ihrer besonderen Bauweise werden diese Pflanzen auch als Saftpflanzen (= Sukkulente) bezeichnet. Als Wasserspeicher können die Wurzeln, häufiger aber die Stämme und Blätter dienen. Die Kakteen (Familie Cactaceae) aus Amerika sind die bekanntesten Vertreter der Sukkulenten. Daneben kann Sukkulenz aber auch bei den Aloen (Fam. Asphodelaceae), sowie bei Mittagsblumen- (Fam. Aizoaceae), Wolfsmilch- (Fam. Euphorbiaceae) u.a. Familien beobachtet werden. Eine stammsukkulente Vitacee, der Butterbaum Cyphostemma currorii, ist eine der großen Besonderheiten aus diesen Lebensräumen, die wir im Botanischen Garten Kiel kultivieren.
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