Das Kieler Universitätsherbarium
(internationales Akronym KIEL) enthält
circa 100.000 Belege, die im Laufe eines Vierteljahrtausends
gesammelt wurden. Es ist die umfangreichste Pflanzensammlung
Schleswig-Holsteins.
Sein Bestand umfaßt dabei alle Pflanzengruppen, von Algen
über
Flechten, Schleimpilze, Pilze, Moose, Farne, Nacktsamer bis hin
zur großen Gruppe der Bedecktsamer.
Hinzu kommen Spezialsammlungen wie Apothekerherbarien,
karpologische Sammlungen und Holzproben.
Das Herbarium dient vielerlei Zwecken:
Beleg- und Vergleichssammlung für Schleswig-Holstein
Arbeitssammlung für Floristik, Naturschutz und Vergleichsstudien
Lehrsammlung für Studierende der Biologie, Agrarwissenschaften,
Ökotrophologie u.a.
(Artenkenntnis, Morphologie, Materialkunde, Wissenschaftsgeschichte)
Es enthält weltweit bedeutende Sammlungen von Forschungsreisen
(Forster, Poeppig, Luschnath, Leibold, Karwinsky, Humboldt, Chamisso,
Ecklon,
Drege, Willkomm, Schimper, Hooker fil. u.a.).
Sein Bestand wird für Diplom- und Doktorarbeiten in der
Systematischen
Botanik herangezogen.
Es regelt den Leihverkehr mit anderen wissenschaftlichen Herbarien.
Seine zahlreichen Typen sind die Grundlagen für die taxonomische
Arbeit und die Benennung der Pflanzenarten weltweit.
Zu seinem Bestand zählen die ältesten Aufsammlungen schleswig-
holsteinischer Pflanzen, darunter auch gartengeschichtlich und
universitätshistorisch wichtige Belege. |