Bonsai im Nordem
Ein Wochenende lang, am 23. und 24. Mai, wird der Botanische Garten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die gärtnerische Kunst des Kleinen ganz groß vorstellen. Zum 25sten Jubiläum des Bonsai-Gesprächskreises Kiel und Umgebung reisen acht weitere Bonsaivereine aus dem Norden Deutschlands an, um ihre schönsten, wertvollsten und ältesten botanischen Miniaturen auszustellen. Bremen, Leer, Emden, Oldenburg, Lübeck, Schenefeld, das Weserbergland und Neustadt am Rübenberge sind die Orte, aus denen die Bonsais kommen.
Über 100 Bäumchen aus rund 25 botanischen Gattungen zieren dann den Platz vor den Gewächshäusern und den Innenhof der großen Schaugewächshausanlage. Auch seltene und kuriose Baumgestalten wie eine Bonsai-Kiwi, ein Bonsai-Geldbaum oder ein Feuerdorn in Bonsai-Gestalt sind zu der Schau „Bonsai im Norden“ angemeldet. Nach dem fernöstlichen Naturverständnis ist Bonsai die Kunst, Harmonie zwischen Naturelementen, der belebten Natur und dem Menschen in verkleinerter, symbolischer Form herzustellen: Der Baum steht für die belebte Natur, der Mensch wird in Form seines Hand-Werkes, einer Pflanzschale, dargestellt.
Wie das gelingt und was man dem eigenen Bonsai Gutes tun kann, werden die Mitglieder des Bonsai-Gesprächskreises Kiel und Umgebung an den beiden Ausstellungstagen auch mit Aktionen und auf persönliche Nachfrage erklären. Vielleicht finden sich ja neue Liebhaber einer uralten Tradition. Spannend, so finden die Ausstellungsmacher, wird auch die Konfrontation der Miniaturen mit den ausgewachsenen Bäumen in den Arboreten des Botanischen Gartens sein.
Der Eintritt ist für alle bis 17 Jahre frei, für Erwachsene kostet er 2 Euro. Die Schau beginnt an beiden Tagen um 9.30 Uhr und endet um 17 Uhr. Der Botanische Garten wird um 18 Uhr geschlossen. Vor dem Biologiezentrum am Ende der Leibnizstraße gibt es auch Parkmöglichkeiten, mit dem Bus erreicht man die Endhaltestelle „Botanischer Garten“ mit den Linien 82 und 81 (sonntags ausschließlich mit der 81).
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