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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Universität Kiel und Nationalsozialismus

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Die Universität Kiel und der Nationalsozialismus





Das NS-Regime versuchte seit der Machtergreifung 1933 auch die deutschen Universitäten möglichst rasch gleichzuschalten. Von freier Wissenschaft konnte fortan keine Rede mehr sein, das Ende Deutschlands als führende Wissenschaftsnation war nur eine der Folgen.

In Kiel fand der Gleichschaltungsprozess sehr schnell und ohne größeren Widerstand statt. Teile der Studentenschaft und des Lehrkörpers sahen sich als Vorreiter in der Umsetzung der NS-Bildungs- und Rassenpolitik. Die Gleichschaltung zog tiefe Eingriffe in Universitätsverfassung und im Beamtenrecht nach sich – fast 60 Wissenschaftler mussten Forschung und Lehre aufgeben, ihre akademischen Grade wurden aberkannt.* Eine neutrale Rechtsprechung oder Berufungsinstanz gab es nicht mehr.

Den Kern dieser Plattform bilden Einzelbiografien der aus der Universität Kiel vertriebenen Wissenschaftler. Daneben stehen Texte zu bedeutenden nationalsozialistischen Akteuren an der CAU und Verweise auf die entsprechende Literatur. Die Plattform stellt daher sowohl Informationen zu den Opfern als auch zu den nationalsozialistischen Tätern bereit. Es gibt Beiträge zur Entwicklung der einzelnen Fakultäten sowie übergreifende Artikel zu Bildungspolitik und Studentenwerk während des NS-Regimes. Die Redaktion der Plattform wird wissenschaftlich begleitet und ihre Inhalte ständig erweitert.

Man kann dieser Seite entnehmen, dass sich immer wieder einzelne Forschungsprojekte speziellen Themen aus der Zeit gewidmet haben. Ungeachtet dessen ist über das Unrecht an der Kieler Universität noch viel zu erforschen. Hier setzt die Internetplattform an. Sie beschäftigt sich zum einen mit den Übergriffen gegen unliebsam gewordene Wissenschaftler und zum anderen dem Umgang mit der universitären NS-Vergangenheit in der Nachkriegszeit. Ergebnisse aus Forschungsarbeiten, Zeitzeugenberichte, alte Fotos und Dokumente sind gebündelt. Die Plattform bietet somit einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung. Das Ziel ist ein kritischer Umgang mit dieser Zeit und die Ermunterung zur weiteren wissenschaftlichen Erforschung.

*1993 wurde die Aberkennung für nichtig erklärt. Mehr dazu



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