Suchen Sitemap Kontakt Impressum | Schüler + Studieninteressenten | Wirtschaft | Presse | Alumni + UG | CAU Intern

Zur Startseite

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Universität Kiel und Nationalsozialismus

Nationalsozialismus

Machtergreifung

Lehrerbildung

Vertriebene Wissenschaftler

Walter Dix

Aufarbeitung

Weitere Arbeiten

Hinweise

zur Druckfassung


Professor Dr. Walter Dix

geb. 7. November 1879 in Rhaunen bei Bernkastel, gest. 1. März 1965 in Wiesbaden
Einrichtung: Pflanzenbau


Der Agrarwissenschaftler Walter Dix ist seit 1924 als ordentlicher Professor für Pflanzenbau in Kiel tätig und leitet das Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzucht.

In den Monaten nach der Machtergreifung kann Walter Dix zunächst unbehelligt weiterarbeiten, bis es am 26. Januar 1934 zu einer massiven Störaktion während einer seiner Vorlesungen kommt, so dass er seinen Vortrag abbrechen muss. Ebenso wie die entschieden nationalsozialistische Kieler Studentenschaft fordert daraufhin auch die Landesbauernschaft, die ihm "mangelnde Zusammenarbeit" vorwirft, seine Entlassung. Im April desselben Jahres reicht Walter Dix einen Antrag auf Beurlaubung ein, der genehmigt wird. Im September richtet er ein Gesuch an den Dekan, das ans preußische Erziehungsministerium weitergeleitet wird. Vermutlich steht das Gesuch mit seiner späteren Tätigkeit in Ankara in Verbindung. 1935 wird er in Kiel emeritiert.

Walter Dix geht ins türkische Exil und übernimmt eine Tätigkeit an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Ankara. Nach dem Krieg kehrt er nach Deutschland zurück und zieht nach Eltville (Rheinland). Zuletzt lebte er bis zu seinem Tod in Wiesbaden.
ba


Literaturangaben

Uhlig, Ralph: Vertriebene Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) nach 1933. Zur Geschichte der CAU im Nationalsozialismus. Eine Dokumentation (Kieler Werkstücke. Reihe A: Beiträge zur schleswig-holsteinischen und skandinavischen Geschichte, 2). Frankfurt am Main u.a. 1991.
DBA = Deutsches Biographisches Archiv [im Campusnetz der Universität Kiel online (22.4.2008)].



Zuständig für die Pflege dieser Seite: Pressestelle der Universität   ► presse@uv.uni-kiel.de