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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Universität Kiel und Nationalsozialismus

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Privatdozent Dr. Otto Klemperer

geb. 14. November 1899 in Berlin, gest. 27. Januar 1987 in London
Einrichtung: Physik


Der Physiker Otto Klemperer lehrt seit 1925 in Kiel. Als er 1933 den Nachweis über seine Abstammung erbringen muss, stellt sich heraus, dass er nach dem "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" (BBG) "zu 50 Prozent Jude" ist. Gründe, die dieses "Vergehen" entschärfen könnten, wie ein Einsatz im Ersten Weltkrieg, liegen bei ihm nicht vor, aber es können ihm auch keine politischen Betätigungen vorgeworfen werden. Am 21. April 1933 fordert die nationalsozialistisch ausgerichtete Freie Kieler Studentenschaft seine Beurlaubung, bevor ihm am 9. September endgültig die Lehrerlaubnis entzogen wird.

Daraufhin geht er nach England. 1933 erhält Klemperer mit Hilfe des "Academic Assistance Councils" und der Rockefeller Foundation einen Lehrauftrag in Cambridge. 1946 wird er zum Professor am Imperial College of Science and Technology der University of London ernannt, wo er bis zu seinem Tode lehrt.
ba


Literaturangaben

Uhlig, Ralph: Vertriebene Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) nach 1933. Zur Geschichte der CAU im Nationalsozialismus. Eine Dokumentation (Kieler Werkstücke. Reihe A: Beiträge zur schleswig-holsteinischen und skandinavischen Geschichte, 2). Frankfurt am Main u.a. 1991.
Volbehr, Friedrich; Weyl, Richard: Professoren und Dozenten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 1665-1954, 4. Auflage. Kiel 1956.



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