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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Professor Dr. Otto Opet

geb. 1. April 1866 in Berlin; gest. 17. November 1941 in Hamburg
Einrichtung: Deutsches Recht


Der Wissenschaftler Otto Opet lehrt seit 1900 als Privatdozent an der Kieler Universität, wo er 1930 zum Ordinarius berufen wird. Er zählt zu den Wissenschaftlern, deren Abberufung die Kieler Studentenschaft 1933 kategorisch fordert, da er als Jude gilt. Als Mitglied des Reichsbanners, der Liga für Menschenrechte und dem republikanischen Klub und der demokratischen (beziehungsweise radikaldemokratischen) Partei ist er außerdem politisch engagiert.

Unter dem massiven Druck der nationalsozialistischen Anfeindung lässt Opet sich im April 1933 auf "eigenen Antrag" im Alter von 67 Jahren in den Ruhestand versetzen. Aus politischen Gründen wird er noch im November desselben Jahres aus dem Staatsdienst entlassen, seine Bezüge erhält er nur noch bis Ende Februar 1934. In diesem Jahr wird eine Neuberechnung seines Besoldungsdienstalters vorgenommen, die ein höheres Grundgehalt für seine Ruhebezüge ergibt. Im April legt der Rechtswissenschaftler Widerspruch gegen seine Entlassung ein, der einen Monat später abgelehnt wird.

Die letzten Jahre seines Lebens verbringt Otto Opet in Hamburg, wo er noch während des Zweiten Weltkriegs im Alter von 75 Jahren stirbt.
ba


Literaturangaben

Uhlig, Ralph: Vertriebene Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) nach 1933. Zur Geschichte der CAU im Nationalsozialismus. Eine Dokumentation (Kieler Werkstücke. Reihe A: Beiträge zur schleswig-holsteinischen und skandinavischen Geschichte, 2). Frankfurt am Main u.a. 1991.
Döhring, Erich: Geschichte der Juristischen Fakultät 1665-1965 (Geschichte der Christian-Albrechts-Universität Kiel 1665-1965, Bd.2, Teil 2). Kiel 1965.
Deutsche Biographische EnzyklopädieDBA = Deutsches Biographisches Archiv [im Campusnetz der Universität Kiel online (22.4.2008)].



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