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Die NS-Ideologie im Geschichtsunterricht: Der Beitrag Karl Alnors



Am Beispiel des Kieler Geschichtsdidaktikers Professor Karl Alnor zeigt sich, wie Teile der "geistigen Elite" des Landes mit der nationalsozialistischen Weltanschauung übereinstimmten. Alnor, der schon vorher den "Volkstumsforschern" nahe stand und dessen besonderes Interesse den Grenz- und Minderheitenfragen in Schleswig galt, wurde im Juli 1933 Professor für Deutsche Geschichte, Methodik des Geschichtsunterrichts und Grenzlandkunde an der Hochschule für Lehrerbildung.

Wenige Monate zuvor war er Mitglied der NSDAP und der SA geworden, nun trat er auch dem Nationalsozialistischen Lehrerbund bei. Alnor profilierte sich in den nächsten Jahren durch seine Mitarbeit an der Buchreihe "Die nationalsozialistische Erziehungsidee im Schulunterricht", deren zwei Bände über den Geschichtsunterricht aus seiner Feder stammten, und durch einen Lehrplanentwurf für den Geschichtsunterricht an Volksschulen. Dieser Lehrplan, der vermutlich ab 1937 an den Ausbildungsschulen der Hochschule in die Praxis umgesetzt wurde, teilte die deutsche Geschichte anhand von Schlagworten wie "Blut und Boden" oder "Rasse, Raum, Reich" in neue Epochen ein und setzte sich damit über den Erkenntnisstand auch der zeitgenössischen Geschichtswissenschaft hinweg.

Alnor, der schon im Ersten Weltkrieg gekämpft hatte und im Oktober 1914 schwer verwundet worden war, fiel am 8. Juni 1940.
sas


Literaturangaben

Jessen-Klingenberg, Manfred: Karl Alnor (1891-1940). Ein Kieler Geschichtsdidaktiker im Dritten Reich. In: Pohl, Karl Heinrich (Hrsg.): Die pädagogische Hochschule Kiel im Dritten Reich. Bielefeld 2001, S. 98-121.



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