Ein Krankenhausaufenthalt ist fast immer etwas Unangenehmes. Sie sind krank, haben Schmerzen und befinden sich in einer unbekannten Umgebung, Angehörige und Freunde sind nicht immer bei Ihnen. Unter Umständen steht Ihnen eine Operation bevor.!
Wir haben diese Informationen zusammen gestellt, um Sie mit den Abläufen in unserer Klinik vertraut zu machen. Auch über die Vorbereitungen und Besonderheiten operativer Eingriffe möchten wir Sie informieren. Vor notwendigen Operationen werden wir alle Einzelheiten ausführlich mit Ihnen besprechen. Weitere Auskünfte geben Ihnen selbstverständlich gerne die Stationsärztinnen und -ärzte sowie die Schwestern und Pfleger. Alle werden bemüht sein, Ihnen Ihren stationären Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.
Denken Sie auch daran, dass das Wort "Patient" mit "der Geduldige" übersetzt wird. Gerade orthopädische Erkrankungen haben nämlich oft lange Heilungszeiten. Durch Ihr Verständnis und Ihre aktive Mitarbeit können Sie den Genesungsprozess, z. B. bei der krankengymnastischen Übungsbehandlung, unterstützen!
Wir möchten, dass Sie gut versorgt werden, dass Sie sich wohl fühlen und dass Sie uns guten Gewissens weiterempfehlen können!
Das Frühstück bekommen Sie ab 7.30 Uhr.
Die Morgenvisite durch Ihre Stationsärzte folgt zwischen 7.30 und 8.00. Sie dient der Kurzinformation vor Beginn des Arbeitstages. Für ausführliche Gespräche steht der Nachmittag zur Verfügung.
Therapie: Krankengymnastik, Massagen, Bewegungsbad und physikalische Anwendungen wie Fango, Elektrotherapie und Stangerbad werden nach ärztlicher Verordnung zwischen 8.00 und 11.30 und am Nachmittag bis 15.30 durchgeführt.
Das Mittagessen wird ab 11.30 ausgeteilt. Sie können sich zwischen zwei Menüs und einem vegetarischen und einem schweinefleischfreien Gericht mittels Essenskarte entscheiden. Nähere Informationen liegen in Ihrem Zimmer aus.
Kaffee und Kuchen gibt es nach der Mittagsruhe um 14.00 Uhr.
Der Nachmittag ist ausgefülllt mit Eingangs- und Abschlussuntersuchungen, Verbandswechseln, Gesprächen zwischen Arzt und Patient und Angehörigen.
Abendessen gibt es ab 17.00 Uhr.
Jedes Zimmer hat ein eigenes Bad. Zu jedem Bett gibt es einen Fernseher, Telefon und Internet-Zugang.
Ein Café steht Ihnen auch für Ihre Angehörigen zwischen Chirurgie und Hautklinik zur Verfügung.
Ein Kiosk mit Zeitschriften, Süßwaren und Getränken befindet sich in der Chirurgischen Klinik in der großen Halle.
Bei vielen unserer Patienten sind operative Eingriffe notwendig, um Gesundheit und Belastbarkeit wiederherzustellen. Erste Informationen über das geplante Vorgehen haben Sie bereits durch Ihren behandelnden Hausarzt, Orthopäden und die Ärzte in unserer Ambulanz bekommen.
Bevor Art und Ausdehnung der Operation endgültig festgelegt werden, erfolgt nochmals eine gründliche Untersuchung durch den Stationsarzt und Oberarzt. In vielen Fällen sind auch Zusatzuntersuchungen in Nachbarkliniken notwendig. Erst wenn 100%ig feststeht, wie wir Ihnen am besten helfen können, werden Sie zur Operation vorgemerkt.
Stationsarzt und Operateur besprechen mit Ihnen die Einzelheiten des geplanten Eingriffes und klären Sie über die Risiken der Operation auf. Nur wenn Sie sich schriftlich mit allen Maßnahmen einverstanden erklären, können wir Sie operieren. Die Narkoseärzte informieren sich über Erkrankungen und Operationen in der Vorgeschichte und untersuchen Lunge und Kreislauf.
Am Abend vorher gibt es nur ein leichtes Abendessen, da Sie zur Operation absolut nüchtern sein müssen. Sie dürfen am Abend vor der geplanten Operation ab 22.00 nichts essen, trinken oder rauchen und bekommen am Op-Tag kein Frühstück. Nach Anweisungen der Narkoseärzte erhalten Sie ein Schlafmittel. Am Morgen des Op-Tages wird der Op-Bereich rasiert, Sie werden geduscht und mit einer Desinfektionslösung eingerieben.
Bevor Sie in den Operationssaal gefahren werden, erhalten Sie die sog. "Prämedikation", die Sie auf die Narkose vorbereitet. Sie werden bereits müde.
Im OP werden Sie von Ihrer Narkoseschwester in Empfang genommen, die Ihnen auch alle weiteren Vorbereitungsmaßnahmen erklärt. Die Wartezeit können Sie sich mit entspannender Musik aus dem Walkman oder Discman verkürzen. Dazu dürfen Sie Ihre Lieblingsmusik mitbringen. Unsere Narkoseärzte sorgen dafür, dass Sie während und nach der Operation keine Schmerzen haben.
Wenn Sie aus der Narkose erwachen, liegen Sie im Aufwachraum. Ist ihr Kreislauf stabil, werden Sie auf ihre Station verlegt. Dort werden Sie von den Ihnen schon vertrauten Schwestern, Pflegern, Krankengymnasten und Ärzten betreut. Um Kreislaufprobleme durch längere Liegezeiten zu vermeiden, werden Sie so früh wie möglich mobilisiert. Spätestens am ersten Tag nach der Operation sollen Sie - natürlich mit Hilfe von Schwester und Physiotherapeuten - vor dem Bett stehen. Von nun an geht es schrittweise immer weiter, bis Sie in der Lage sind, sich selbständig - wenn erforderlich mit Gehhilfen - auf der Station zu bewegen.
Nach ca. 12 Tagen werden Wundfäden oder -klammern entfernt. Von nun an können Sie auch ins Bewegungsbad. Erst wenn Sie nach der Operation ausreichende Selbständigkeit erreicht haben, kann Ihre Entlassung geplant werden. Über die Möglichkeiten der außerklinischen Nachbehandlung und die Frage, ob eine sog. AHB (Anschlussheilbehandlung) in Frage kommt, informiert Sie Ihr Stationsarzt.
Bei der Entlassung bekommen Sie einen Brief für Ihren Hausarzt mit, damit dieser Sie sofort weiterbetreuen kann. Sollte es anschließend noch Probleme geben, so kann Ihr Hausarzt oder Orthopäde Sie jederzeit wieder mit einem Überweisungsschein in unserer Ambulanz vorstellen.
Dieser Spruch gilt nicht, wenn das kleine Kind ins Krankenhaus muss und dort operiert werden soll. Um Ihnen und Ihrem Kind von vornherein die Angst vor dem Krankenhaus zu nehmen, bieten wir bereits bei der Vorstellung in der Ambulanz einen Besuch der Kinderstation an. So wird aus dem großen, unbekannten und angsteinflößenden Krankenhaus eine übersichtliche Kinderstation mit bunten Bildern an den Wänden und netten Kinderkrankenschwestern.
Für Säuglinge und Kleinkinder stehen nach Anmeldung unsere Mutter-Kind-Einheiten zur Verfügung. Im übrigen können Eltern ihre Kinder jederzeit von 8.00 bis 20.00 besuchen.