Geschäftsbereich Personal

Arbeitszeit, Wissenschaftszeitvertragsgesetz, Lehrverpflichtungsverordnung, Zusatzversorgung

Arbeitszeit

Da an wissenschaftliches Arbeiten eine Regelung und Quantifizierung entsprechend der tariflchen Regelarbeitszeiten nur bedingt angewandt werden kann, nehmen die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht an der Zeiterfassung teil. Die Festlegung von Beginn und Ende der Arbeitszeit obliegt im Wesentlichen dem/der wissenschaftlichen Mitarbeiter/in in Absprach mit der/dem jeweiligen Vorgesetzten. Die vereinbarte regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit entnehmen Sie bitte Ihrem Arbeitsvertrag.

 

Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG)

Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) ist die Grundlage für den Abschluss von befristeten Arbeitsverträgen mit wissenschaftlichem Personal an staatlichen Hochschulen (mit Ausnahme der Hochschullehrer/innen).

§ 2 Abs. 1 bis 5 WissZeitVG regelt die Befristungsdauer und die Befristung wegen Drittmittelfinanzierung.

Mögliche Befristungsdauer während der Qualifikationsphase:
Die Befristung von Arbeitsverträgen mit wissenschaftlichem Personal , das nicht promoviert ist, ist bis zu einer Dauer von sechs Jahren möglich (im Bereich der Medizin neun Jahre). Nach abgeschlossener Promotion ist ebenfalls eine Befristung bis zu sechs Jahren (im Bereich der Medizin bis zu neun Jahren) zulässig; die zulässige Befristungsdauer verlängert sich in dem Umfang, in dem Zeiten einer Beschäftigung vor Promotion und Promotionzeiten ohne Beschäftigung zusammen weniger als sechs Jahre betragen haben (sog. Bonuszeit).

Die mögliche Befristungsdauer verlängert sich bei Betreuung eines oder mehrerer Kinder unter 18 Jahren während der Qualifizierungsphase um zwei Jahre je Kind. Die Verlängerung aufgrund dieser familienpolitischen Komponente erfolgt nicht automatisch, sonderen setzt das Einverständnis der/des Mitarbeiterin/s und des Arbeitgebers voraus.

Auf die oben genannte zulässige Befristungsdauer werden alle befristeten Arbeitsverhältnisse (also auch drittmittelfinanzierte Arbeitsverhältnisse) mit mehr als einem Viertel der regelmäßigen Arbeitszeit, die mit einer deutschen Hochschule oder Forschungseinrichtung abgeschlossen wurden, sowie entsprechende Beamtenverhältnisse auf Zeit  (ggf. auch Privatdienstverträge gem. § 3 WissZeitVG) angerechnet. Befristete Beschäftigungen vor Abschluss des Studiums werden nicht angerechnet.

Ein Anspruch auf Verlängerung eines befristeten Arbeitsverhältnisses ergibt sich aus folgenden Gründen:

  • Beurlaubung oder Ermäßigung der Arbeitszeit um mindestens ein Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit zur Kinderbetreuung oder zur Pflege sonstiger Angehöriger;
  • Beurlaubung für eine wissenschaftliche oder künstlerische Tätigkeit oder eine außerhalb des Hochschulbereichs oder im Ausland durchgeführte wissenschaftliche, künsterische oder berufliche Aus-, Fort- oder Weiterbildung;
  • Beschäftigungsverbote des Mutterschutzgesetzes und Zeiten der Inanspruchnahme einer Elternzeit, in dem Umfang, in dem eine Erwerbstätigkeit nicht erfolgt ist;
  • Grundwehr- und Zivildienst;
  • Freistellung im Umfang von mindestens einem Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit zur Wahrnehmung von Aufgaben in einer Personal- oder Schwerbehindertenvertretung oder von Aufgaben einer/s Frauen- bzw. Gleichstellungsbeauftragten oder zur Ausübung eines mit dem Arbeitsverhältnis zu vereinbarenden Mandats.

 

Nach Ausschöpfung der oben genannten Zeiten ist an Deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen i.d.R. nur noch die befristete Beschäftigung gem. § 2 Abs. 2 WissZeitVG möglich. Danach muss die Beschäftigung überwiegend aus Mitteln Dritter finanziert sein, die Finanzierung für eine bestimmte Aufgabe und Zeitdauer bewilligt sein und der/die Mitarbeiter/in muss überwiegend der Zweckbestimmung dieser Mittel entsprechend beschäftigt werden. 

Das Bundesministerium für für Bildung und Forschung hat  Antworten auf häufig gestellte Fragen zum WissZeitVG auf einer Internetseite zusammengestellt.

Gesetzestext

 

Lehrverpflichtungsverordnung

In der LVVO ist unter anderem der Umfang der Lehrverpflichtung (ausgedrückt in Lehrveranstaltungsstunden LVS), die eine Lehrperson zu erbringen hat, festgelegt. Eine LVS dauert mindestens 45 Minuten.

§ 4 LVVO

Lehrverpflichtung an Universitäten

(1) Die Lehrverpflichtung beträgt für

1.

Professorinnen und Professoren

9 LVS,

2.

Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren in der ersten Anstellungsphase (ersten drei Jahre)

4 LVS,

3.

Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren in der zweiten Anstellungsphase (viertes bis sechstes Jahr)

6 LVS,

 

soweit sie überwiegend mit Forschungsaufgaben in einer auf der Grundlage von Artikel 91 b GG vom Bund und von den Ländern gemeinsam geförderten Forschungseinrichtung beschäftigt sind

4 LVS,

 

in begründeten Ausnahmen kann die Lehrverpflichtung in diesen Fällen für 1 Jahr auf 2 LVS reduziert werden,

 

4.

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

9 LVS,

5.

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit überwiegender Tätigkeit in der Lehre

16 LVS,

6.

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die befristet eingestellt werden und denen im Rahmen ihrer Dienstaufgabe Gelegenheit zur Vorbereitung einer Promotion oder zusätzlicher wissenschaftlicher Leistungen gegeben wird

4 LVS,

7.

Lehrkräfte für besondere Aufgaben

16 LVS.

(2) Das Präsidium kann die Lehrverpflichtung von

1.

Professorinnen und Professoren abweichend von Absatz 1 Nr. 1 zwischen

6 und 12 LVS,

2.

Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern abweichend von Absatz 1 Nr. 5 zwischen

12 und 20 LVS

 

und

 

3.

Lehrkräften für besondere Aufgaben abweichend von Absatz 1 Nr. 7 zwischen

14 und 20 LVS

festsetzen, soweit das Gesamtangebot der Lehreinheit innerhalb der jeweiligen Personalkategorie im Durchschnitt der Lehrkapazität aus den besetzten Stellen der Lehreinheit und der Lehrverpflichtung nach Absatz 1 Nr. 1, 5 oder 7 entspricht. Ein Ausgleich entsprechend § 2 Abs. 2 erfolgt nicht.

(3) Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aus Drittmitteln finanziert werden, unterliegen nicht der Lehrverpflichtung.

(4) Das Präsidium kann mit Zustimmung des Senats festlegen, nach welchen Kriterien bis zu 5 % der im Stellenplan der Hochschule ausgewiesenen wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keine Lehrverpflichtung wahrzunehmen haben. Eine Anrechnung auf die Gesamtsumme aller Ermäßigungen nach § 8 Abs. 2 erfolgt nicht.

Text Lehrverpflichtungsverordnung LVVO

Ermäßigungskategorien nach § 8 LVVO

 

Zusatzversorgung

Nach dem Tarifvertrag über die betriebliche Altersversorgung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (ATV) unterliegen Beschäftigte regelmäßig mit dem Beginn des Beschäftigungsverhältnisses der Versicherungspflicht bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL).

Beschäftigte mit einer wissenschafltichen Tätigkeit an Hochschulen oder Forschungseinrichtungen, die für ein auf nicht mehr als fünf Jahre befristetes Arbeitsvehältnis eingestellt werden und die bisher keine Pflichtversicherungszeiten in der Zusatzversorgung haben, können sich auf ihren schriftlichen Antrag von der Pflicht zur Versicherung befreien lassen.

Ein solcher Antrag ist formlos innerhalb von zwei Monaten nach Beginn des Arbeitsverhältnisses beim Dienstleistungszentrum Personal des Landes Schleswig-Holstein, Speckenbeker Weg 133, 24113 Kiel, zu stellen.

Ein Informationsblatt hierzu erhalten Sie bei der/dem für Sie zuständigen Sachbearbeiterin/Sachbearbeiter.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier: https://www.vbl.de/de/versicherte/pflichtversicherung/wissenschaftler/

 

Stellenausschreibungen

Berufungen

Formulare

Campus

  • Lageplan und Anfahrt

    Den Geschäftsbereich Personal finden Sie in der 3. Etage des Verwaltungshochhauses; das Referat Reisekosten befindet sich in der 8. Etage des Verwaltungshochhauses (Ecke Westring/Olshausenstr.).