Studierende |
Studieninteressierte |
Presse |
Fördern
|
||
|
Informationsplattform Berufungsverfahren Arbeitshilfen für Verfahrensbeteiligte |
Leitlinien und Maßnahmen des Präsidiums zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Forschung und Lehre an der CAULeitlinieDie Christian-Albrechts-Universität zu Kiel strebt in allen Arbeitsbereichen und Handlungsfeldern des universitären Lebens die Gleichstellung von Frauen und Männern an. Integrale Bestandteile der Entwicklungsstrategie sind hierbei die Förderung der Chancengleichheit und die Ausschöpfung aller wissenschaftlichen Potenziale als Qualitätskriterien. Die CAU schließt sich mit ihren Zielsetzungen in der Gleichstellungsarbeit der gemeinsamen "Offensive für Chancengleichheit für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler" der großen deutschen Wissenschaftsorganisationen an und hat im März 2009 ihre Stellungnahme zu den Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG einschließlich quantitativer Zielvorgaben zur Erhöhung des Frauenanteils abgegeben. Das Präsidium der CAU versteht die gezielte Förderung von Wissenschaftlerinnen als eine zentrale Leitungsaufgabe und stellt dafür Ressourcen zur Verfügung. Die Gleichstellungspolitik der CAU ist ein Aspekt der Zielvereinbarungen mit dem Land Schleswig-Holstein, die Ende 2008 abgeschlossen worden sind.AusgangslageIn mehreren Bereichen der CAU ist in der Gleichstellung schon viel erreicht worden. Sowohl bei den Studierenden als auch bei den Promovierenden kann die CAU bereits ein weitgehend geschlechterparitätisches Verhältnis vorweisen, so dass auf diesen Ebenen nur in wenigen Fakultäten und Fachbereichen spezifische Gleichstellungsmaßnahmen erforderlich sind. Beim gesamten wissenschaftlichen Personal konnte die CAU in den letzten Jahren den Frauenanteil auf knapp 40% signifikant steigern. Die drei Forschungsverbünde der Exzellenzinitiative an der CAU sind beispielhaft für erfolgreiche und nachhaltige Gleichstellungsarbeit mit dem Ziel, den Frauenanteil auch in wissenschaftlichen Leitungsfunktionen deutlich zu erhöhen. Die Einführung der Juniorprofessur hat sich an der CAU insgesamt als ausgesprochen positiv für die Gleichstellung erwiesen. In dieser Kategorie ist der Frauenanteil deutlich höher (34%) als bei den traditionellen Assistentenstellen, die zum Abschluss der Habilitation (14%) führen. Dennoch müssen konkrete Gleichstellungsmaßnahmen auf beiden Qualifikationswegen Frauen gezielt unterstützen. Klarer Handlungsbedarf besteht bei der Erhöhung des Frauenanteils bei den W2/W3-Professuren an der CAU, der zur Zeit nur bei knapp 10% und damit unter dem Bundesdurchschnitt liegt.Gleichstellungsmaßnahmen in BerufungsverfahrenDas Präsidium der CAU hat einen Leitfaden zur Steigerung des Frauenanteils bei Berufungen beschlossen. Darin verankert sind folgende Empfehlungen:
Die Auschreibungstexte für Professuren an der CAU erhalten künftig den neuen Passus "Die CAU will mehr qualifizierte Frauen für Professuren gewinnen" sowie wieder das Logo "audit familiengerechte hochschule". Im Rahmen der Teilnahme am Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder hat die CAU im Juni 2008 ein neu entwickeltes Gleichstellungskonzept eingereicht, das schon in der ersten Runde des Programms positiv begutachtet worden ist und die Möglichkeit einer Förderung von bis zu drei Professorinnen aus dem Programm ermöglicht. Gleichstellungsmaßnahmen nach der PromotionFür die beiden unterschiedlichen Karrierewege zur Professur (Habilitation oder Juniorprofessur) bietet die CAU ab diesem Jahr (2009) die Perspektive von 6+4 Jahren Vertragslaufzeit an. Dabei gibt es nach Abschluss der Habilitation oder nach erfolgreicher Beendigung der Juniorprofessur nach jeweils 6 Jahren die Möglichkeit einer weiteren Beschäftigung von 4 Jahren als Akademische Rätin. Diese verbesserte Planungssicherheit bietet vor allem Frauen eine sehr gute Möglichkeit, in dieser Qualifizierungsphase ihre wissenschaftliche Karriere auch mit einer Familie zu vereinbaren. Darüber hinaus können Wissenschaftlerinnen in der Post-Doc-, Habilitations- und Juniorprofessurphase an der CAU auf ein konkret geplantes, spezielles Mentoring- und Coaching-Programm für ihre weitere Karriereentwicklung setzen, das u.a. aus eingeworbenen Mitteln des Professorinnenprogramms aufgebaut werden soll. Für die Besetzung von Post-Doc und Habilitationsstellen mit qualifizierten Frauen stellt das Präsidium kurzfristig Anreizmittel aus dem Strategiebudget zur Verfügung.GenderforschungDie Zukunft der an der CAU bereits etablierten "Gender Research Group" ist durch eine neu geschaffene Professur "Diversity and Gender" deutlich aufgewertet worden. Zu den Aufgaben dieser Professur gehören Fortführung und Ausbau des strukturierten, interdisziplinären Promotionsstudiengangs "Genderstudies" sowie die Weiterentwicklung der Forschungsfragestellungen in Richtung "Diversity". Damit zeigt sich das ausgeprägte Interesse der CAU, Gleichstellungsfragen nicht nur praktisch, sondern auch wissenschaftlich anzugehen.Familienfreundliche UniversitätBei der Schaffung von familienfreundlichen Arbeitsbedingungen nimmt die CAU eine bundesweite Vorreiterrolle ein. Die Universität befindet sich gerade in der zweiten Re-Auditierungsphase der Hertie-Stiftung "Audit Familiengerechte Hochschule". Konkrete Maßnahmen sind die Einrichtung und der Ausbau von ausreichend Kinderbetreuungsmöglichkeiten auf dem Campus, eine Ferienbetreuung für Schulkinder von Beschäftigten, die individuelle Förderung von Doppelkarriere-Paaren und vielfältige weitere Initiativen und Aktivitäten zur Vereinbarkeit von Forschung und Lehre mit Familie. Zur nachhaltigen Umsetzung der familienfreundlichen Maßnahmen hat das Präsidium das Familienservicebüro im Grundhaushalt der CAU verankert.
|