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Pressemeldung Nr. 62/2017 vom 10.03.2017 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Witwensitze als kulturelle Zentren der Frühen Neuzeit

Tagung über Witwen und ihre Höfe in Schleswig-Holstein


Das Schloss vor Husum bildete als Witwensitz einst einen kulturellen Mittelpunkt und ist eines der Themen auf der Tagung „Fürstliche Witwen und Witwensitze in Schleswig-Holstein“. Foto/Copyright: Thomas Steensen, Nordfriisk Instituut

Foto zum Herunterladen: www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-062-1.jpg


Witwensitze waren in der Frühen Neuzeit nicht nur Alterssitze für Fürstinnen nach dem Tod ihres Mannes: Sie wurden zu kulturellen Zentren und prägten die Kulturlandschaft entscheidend, denn an ihren Höfen versammelten Witwen Gelehrte, gingen selbst gelehrten und geistlichen Interessen nach und förderten die Künste und Wissenschaften. Die Abteilung für Regionalgeschichte am Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zeigt in Zusammenarbeit mit dem Nordfriisk Instituut in Bredstedt die Bedeutung der Witwen und ihrer Residenzen für ihre Umgebung in der Frühen Neuzeit. Die Tagung „Fürstliche Witwen und Witwensitze in Schleswig-Holstein“ findet am Freitag, 24. März, im Rittersaal des Schlosses vor Husum statt.

Fürstliche Witwen ließen ihre Schlösser oft neu herrichten, repräsentative Gärten und Parks entstanden. Die Witwensitze spielten auch eine ökonomische Rolle, da die dort lebenden Menschen mit Lebensnotwendigem und dem höfischen Luxus der Zeit versorgt werden sollten – oft konnten die Witwen besser mit Geld umgehen als ihre vormaligen Ehemänner, so Professor Oliver Auge, Direktor der Kieler Regionalgeschichte. „Bislang wurden die vielen Schlösser und Höfe der fürstlichen Witwen in Schleswig-Holstein und seinen Teilen wie in Reinbek, Husum oder auch in Kiel noch keiner umfassenden und vergleichenden Zusammenschau unterzogen. Umso froher bin ich, dass es uns nun gelungen ist, die Fachleute zum Thema für unsere Tagung in Husum zu gewinnen, damit wir am passenden Ort diesem weißen Fleck in der Geschichte unseres Landes endlich auch Konturen verleihen können.“

In ihren Vorträgen präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Kiel, Plön, Eutin, Marburg und Aarhus Standorte der Witwensitze in Husum, Kiel und Sonderburg. Außerdem erfahren die Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer Wissenswertes über die Witwen und Witwensitze der Plöner Herzöge, der Eutiner Fürstbischöfe und der Herzöge von Sachsen-Lauenburg. Der Historiker Dr. Ulf von Hielmcrone führt Interessierte am Nachmittag durch das Schloss vor Husum. Über „Witwen im Schloss vor Husum und ihre Untertanen“ berichtet der nordfriesische Heimatforscher Albert Panten um 19:30 Uhr in einem öffentlichen Abendvortrag.

Die Teilnahmegebühr der Tagung beträgt 15 Euro. Interessierte, die nur den Abendvortrag besuchen, bezahlen 5 Euro, Studierende haben freien Eintritt. Anmeldungen für die Tagung nimmt Catrin Runge aus der Abteilung für Regionalgeschichte der CAU bis Sonntag, 19. März, unter 0431/880-3199 oder sekretariatrg@histosem.uni-kiel.de entgegen.

Informationen zum Tagungsprogramm finden Sie hier:
http://bit.ly/witwentagung

Das Wichtigste in Kürze:
Was: Tagung „Fürstliche Witwen und Witwensitze in Schleswig-Holstein“
Wann: Freitag, 24. März 2017, 10:00 bis ca. 21:00 Uhr, Öffentlicher Abendvortrag um 19:30 Uhr
Wo: Rittersaal des Schlosses vor Husum, König-Friedrich V-Allee, 25813 Husum



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Text / Redaktion: Anja Krause/red.