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Pressemeldung Nr. 70/2017 vom 15.03.2017 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Was der Mensch mit der Landschaft machte – und umgekehrt

Tagung zu Wechselbeziehungen seit der Steinzeit: 300 Gäste in Kiel erwartet – Preisverleihung für herausragende Dissertation


Wie lebten die Menschen vor 5.000 Jahren? Was aßen unsere Vorfahren und wie wohnten sie? Welche Auswirkungen hatten klimatische Veränderungen auf ihr Leben? Diesen und zahlreichen weiteren Fragen gehen rund 300 Forscherinnen und Forscher vom 20. bis 24. März bei der Fachtagung „Socio-Environmental Dynamics over the last 12,000 Years: The Creation of Landscapes“ an der Kieler Universität nach. Bereits zum fünften Mal seit 2009 organisiert die Graduiertenschule Human Development in Landscapes diese Konferenz, zu der sich alle zwei Jahre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachdisziplinen in Kiel treffen, um ihre neuesten Erkenntnisse über das das Wechselspiel von Mensch und Landschaft seit der Jungsteinzeit auszutauschen.

„Unter den Teilnehmenden sind Prähistoriker ebenso vertreten wie Klassische Archäologinnen oder Historiker. Die Bandbreite der diskutierten Themen reicht von mittelsteinzeitlichen Lebensverhältnissen in Europa über das Entstehen sozialer Ungleichheit bis hin zu Erhalt und Pflege archäologischer Stätten“, erläutert Professor Dr. Johannes Müller, Sprecher der Graduiertenschule. „Wir werden praktische Projektberichte ebenso diskutieren wie theoretische Fragestellungen, die sich aus der jüngsten Forschung ergeben“, blickt er auf eine intensive Tagungswoche voraus. Beschlossen wird die Konferenz mit einer Exkursion durch Ostholstein: „Unsere Landschaft weist zahlreiche forschungsrelevante Zeugnisse vergangener Zeiten auf, von denen wir unseren Gästen aus aller Welt zumindest einen kleinen Teil zeigen möchten“, erklärt Johannes Müller.

Im Rahmen des Workshops übergibt die Graduiertenschule den mit 3.000 Euro dotierten Johanna-Mestorf-Preis, der alle zwei Jahre für herausragende Dissertationen im Themenfeld Mensch-Umwelt-Forschung und Landschaftsarchäologie vergangener Gesellschaften verliehen wird. Wer den Preis in diesem Jahr erhält, wird beim Eröffnungsplenum des Workshops am Nachmittag des 20. März bekannt gegeben.

Die Graduiertenschule Human Development in Landscapes wurde 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern ins Leben gerufen. Geistes- und Naturwissenschaftler widmen sich in interdisziplinären Projekten der Erforschung des komplexen Zusammenhanges zwischen Gesellschaft, Kultur und Umwelt. Exemplarisch werden besonders prähistorische Gesellschaften untersucht. Bisher haben rund 100 Promovierende der Kieler Graduiertenschule ihre Dissertation erfolgreich abgeschlossen; weitere 60 promovieren derzeit. An der GSHDL beteiligen sich 18 CAU-Institute aus sechs Fakultäten, das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie sowie das IPN. Die nachhaltige Entwicklung der Graduiertenschule Human Development in Landscapes wird durch das Land Schleswig-Holstein sowie durch die Johanna-Mestorf-Akademie ermöglicht, eine zentrale Institution der CAU, die interdisziplinäre Forschung und Lehre in den Bereichen Gesellschafts- und Umweltwandel und Landschaftsarchäologie bündelt.

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Mit Großsteingräbern wie dem Dolmen Haväng in Südschweden prägten die Menschen in der Jungsteinzeit die Landschaft. Den Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt widmet sich die Tagung „Socio-Environmental Dynamics over the last 12,000 Years: The Creation of Landscapes“ an der CAU vom 20. bis 24. März.
Copyright/ Bildquelle: B. Schulz Paulsson / gshdl.de

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Kontakt:
Jirka Niklas Menke, Referent für Kommunikation und Projektmanagement
Graduiertenschule Human Development in Landscapes an der Universität Kiel
Tel. 0431 / 880-5924
E-Mail: jmenke@gshdl.uni-kiel.de



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Text / Redaktion: Jirka Niklas Menke