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Pressemeldung Nr. 53/2004 vom 28.05.2004 | zur Druckfassung | Suche

Kette für den neuen Rektor

Jörn Eckert übernimmt Leitung der Kieler Universität


Am heutigen Freitag (28. Mai) wurde Professor Jörn Eckert Rektor der Kieler Universität. Im Rahmen einer akademischen Feier übergab der bisherige Rektor, Professor Reinhard Demuth, das Amt an seinen Nachfolger. Als Zeichen der neuen Würde erhielt Eckert die Amtskette. Er war am 19. Februar vom Konsistorium der Christian-Albrechts-Universität zum Rektor gewählt worden. Die Amtszeit beginnt am 1. Juni 2004 und dauert bis 31. Mai 2008.

Eine Modernisierung der Universität durch die Überarbeitung der Verwaltungsstrukturen hat sich der Jurist vorgenommen. Unverzichtbar ist ihm eine Stärkung der Autonomie der Wissenschaft und die demokratische Entscheidungsfindung an den Hochschulen: "Forschung ist derart kompliziert, dass ein Wissenschaftsbetrieb sich nur mittels demokratischer Binnenstrukturen führen lässt", so Eckerts Credo. "Kein Politiker, kein Rektor wird genug Einblick in die Vielzahl unterschiedlicher Disziplinen erwerben können, um all den fachlichen Entscheidungen, die täglich zu treffen sind, gerecht zu werden. Wir brauchen die Erfahrungen, die aus den Fakultäten kommen, als Grundlage und Rückversicherung für die Arbeit im Rektorat."

Vor Gästen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kirche hielt der neue Rektor, Inhaber des Lehrstuhls für Rechtsgeschichte, Bürgerliches Recht und Handelsrecht den Festvortrag. Er galt dem Thema "Demokratie und Rechtsstaat im Zeitalter der Globalisierung" und beschäftigte sich mit der Gefährdung der in den Nationalstaaten gewachsenen demokratischen und rechtsstaatlichen Standards des Westens durch die zunehmende ökonomische, soziale und politische Vernetzung der Welt. Kultusministerin Ute Erdsiek-Rave, die Kieler Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz, Professor Hans Heinrich Driftmann als Vorsitzender des Hochschulbeirates und der Altrektor der Uni Lübeck, Professor Hans Arnold richteten Grußworte an das Auditorium.

In einer Laudatio würdigte Prorektorin Professor Silke Göttsch-Elten die Leistung des scheidenden Rektors: Es sei für Hochschulen heute unverzichtbar, die an sie herangetragenen Anforderungen anzunehmen und aus den Universitäten heraus Perspektiven in die Zukunft zu entwickeln. "Mit dem unter Ihrer Federführung entstandenen Hochschulvertrag und den Zielvereinbarungen haben Sie," so richtete sie sich an Professor Demuth, "der Universität solche Perspektiven gegeben ... Sie haben die Universität in Zeiten geführt, die schwierig waren und es bleiben werden, Sie haben ohne Frage Richtungsentscheidungen gefällt, über deren Konsequenzen es unterschiedliche Einschätzungen geben mag, die aber unausweichlich waren und sind und die nicht vertagt werden konnten. Damit haben Sie die Universität geprägt."

Auch Demuth selbst lieferte ein kurzes Resümee der letzten vier Jahre in seinem Schlusswort. Er freut sich darauf, sich wieder ganz seiner Arbeit als Wissenschaftler widmen zu können: Der scheidende Rektor hat am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) den Lehrstuhl für die Didaktik der Chemie inne und leitet als Direktor die gleichnamige Abteilung.



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