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Pressemeldung Nr. 107/2004 vom 03.12.2004 | zur Druckfassung | Suche

Geschlechterstudien: Uni Kiel eröffnet neuen Promotionsstudiengang


Der neue Promotionsstudiengang Gender Studies (Geschlechterstudien) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wird am Freitag, dem 10. Dezember um 15:00 Uhr im Senatssitzungssaal des Audimax am Christian-Albrechts-Platz 2 eröffnet. Der fächer- und fakultätsübergreifende Studiengang soll künftig alle Promotionsprojekte der CAU vernetzen, die sich mit dem Verhältnis der Geschlechter befassen.

"Die Geschlechterforschung ist ein fester Bestandteil von Forschung und Lehre an einer modernen zukunftsorientierten Universität wie der CAU", erklärt Prof. Dr. Silke Göttsch-Elten, Prorektorin der Uni und Mitinitiatorin des Studienganges. Sie begründet, warum der wissenschaftliche Nachwuchs von der Bündelung dieser Forschungsprojekte profitiert: "Vielen Doktorandinnen und Doktoranden fehlt in der Promotionsphase der regelmäßige thematische Austausch, der über die eigene Spezialisierung hinaus geht. Für Promovenden, die sich mit der vielschichtigen Geschlechterthematik befassen, haben wir jetzt die Basis für diesen Dialog geschaffen."

Der neue Studiengang beinhaltet neben der Teilnahme an Lehrveranstaltungen ein Doktorandenkolleg, in dem sich 14-täglich alle Promovierenden über ihre Projekte und die gemeinsamen Grundlagen ihrer Arbeiten austauschen. Jeweils monatlich findet außerdem eine öffentliche Ringvorlesung zu ausgewählten Themen der Gender Studies statt. Der Studiengang ist offen für Promovierende beider Geschlechter und aller Fakultäten.

Die Vielfalt der Gender-Studies-Themen verdeutlicht der Blick auf zwei der Forschungsprojekte im neuen Studiengang: Eine juristische Dissertation untersucht das Phänomen der geschlechtsspezifischen Verteilung von Kriminalität: Welche Bedeutung haben hierbei gesellschaftliche Zusammenhänge und unterschiedliche Rollenmodelle für Männer und Frauen? Unterschiedliche Rollenmodelle bilden auch in einem pädagogischen Forschungsprojekt die Grundlage. Hier werden Modelle für den Schulunterricht entwickelt, die zum Ziel haben, mittels szenischer Darstellungen geschlechtsspezifische und kulturelle Vorurteile sichtbar zu machen und schließlich abzubauen.

Den Festvortrag zur Eröffnungsveranstaltung am Freitag hält Prof. Dr. Karen Ellwanger, Sprecherin des Kollegs Kulturwissenschaftliche Geschlechterstudien der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Sie stellt den Oldenburger Studienplan beispielhaft vor und spricht über die Perspektiven des Studiengangs, der dort bereits vor mehreren Jahren eingeführt wurde.



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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