Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Pressemeldung Nr. 24/2009 vom 26.02.2009

Lehren lernen

Uni Kiel fördert die Lehre


Eine Exzellenzinitiative für die Lehre wird allerorten angemahnt. Die Christian-Albrechts-Universität trägt das Ihre dazu bei: Neue Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler müssen einen Kurs absolvieren, in dem man das Lehren lernt. Wissenschaftliche Kräfte, die Lehrleistungen erbringen, werden vertraglich verpflichtet, an einem so genannten Basisprogramm Hochschuldidaktik teilzunehmen. Es umfasst 12 Unterrichtsstunden und setzt sich aus Seminaren zur Lernpsychologie und Pädagogik, Vermittlungs- und Moderationsmethoden und zur Gruppendynamik zusammen.

"Fachwissen ist das eine, pädagogische Kenntnisse und Fähigkeiten sind das andere", so Universitätspräsident Professor Gerhard Fouquet. "Wir müssen die Lehrkompetenz steigern, um die Exzellenz auch an unsere Studierenden weitergeben zu können. Es reicht einfach nicht mehr, ein herausragender Forscher zu sein, man muss sein Wissen und seine Ideen auch vermitteln können. In einem zweiten Schritt werden wir den etablierten, erfahrenen Professorinnen und Professoren ein eigens zugeschnittenes Coachingprogramm anbieten. Das kann ein individuelles Lehrcoaching oder auch ein persönliches Coaching mittels Beratungsgespräch sein. Nicht zuletzt geht es darum, dass Hochschullehrer in ihrem Beruf zufrieden sind." Das Hochschuldidaktikprogramm gehört zu den Ende 2008 zwischen Land und Uni abgeschlossenen Zielvereinbarungen.

Am 25. und 26. Februar fand der erste Durchgang des "Basisprogramms Hochschuldidaktik" statt. 12 Hochschullehrkräfte nahmen teil. "Wir rechnen damit, dass jedes Jahr ungefähr 160 neue Lehrkräfte, Professoren und andere Wissenschaftler, in diesem Rahmen fortzubilden sind", schätzt Annekatrin Mordhorst, Leiterin der Wissenschaftlichen Weiterbildung der Uni. "Auf jeden Fall haben wir 13 Durchgänge bis zum Herbst dieses Jahres vorgesehen. Für die internationalen Wissenschaftler planen wir entsprechende Kurse auch auf Englisch." Das Basisprogramm gilt für Nachwuchswissenschaftler als Voraussetzung für eine Habilitation und geht in die Evaluation von Juniorprofessorinnen und -professoren ein.

Wenn Plätze frei sind, werden auch externe Teilnehmer aufgenommen. Die Gebühren betragen für sie 150 Euro (Kontakt über ebruhn@uv.uni-kiel.de). Für die Wissenschaftler übernimmt die Uni die Kosten.



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