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Pressemeldung Nr. 60/2009 vom 24.06.2009 | zur Druckfassung | Suche


Startschuss für Geoinformationszentrum der Kieler Uni

Land fördert neues Wissenschafts-Projekt mit 1,2 Millionen Euro


Ein Zentrum für Geoinformationen entsteht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Staatssekretär Jost de Jager, Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, hat dafür heute (24. Juni) einen Zuwendungsbescheid von rund 1,2 Millionen Euro an die Kieler Uni übergeben. Die Fördersumme für den Aufbau des Zentrums stammt aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft des Landes Schleswig-Holstein. Es soll die schleswig-holsteinische Zusammenarbeit im Bereich der Geoinformationsbearbeitung fördern.

"Mit ihren Forschungsprojekten zum Thema Geoinformation versucht die CAU das Prinzip von Google-Earth für Landesbehörden, Kommunen und Unternehmen anwendbar zu machen", sagte de Jager. Von den Ergebnissen könnten sowohl der Umweltschutz als auch der Öffentliche Personennahverkehr sowie die Fischerei oder der Tourismus profitieren.

Professor Gerhard Fouquet, Präsident der Universität, betonte den Stellenwert dieses Bereiches: "Raumbezogene Daten sind von zunehmender gesellschaftspolitischer Bedeutung." Sie spielten sowohl in der kommunalen Verwaltung, der Forst- und Landwirtschaft als auch im Naturschutz, eine wichtige Rolle, so Fouquet weiter. "Mit dem Kompetenzzentrum stellt sich die CAU dem Anspruch, die wissenschaftlichen Erkenntnisse von Geodaten für alle Schleswig-Holsteiner praktisch nutzbar zu machen."

Geoinformationen sind räumliche Daten mit zentraler Bedeutung. Sie werden mithilfe von sogenannten Geoinformationssystemen (GIS) erfasst, kartographisch dargestellt und analysiert. Während die Öffentlichkeit zum Beispiel in Navigationsgeräten von ihnen profitiert, nutzt die Wirtschaft sie unter anderem für Standortanalysen. In der Wissenschaft unterstützen Geoinformationen in GIS die räumliche Erkenntnisgewinnung, um zum Beispiel Überschwemmungsgebiete zu analysieren. Für die Verwaltung sind sie im Bereich eines nachhaltigen E-Government wichtig.

Hauptaufgabe des Zentrums ist es, Ansprechpartner und somit Schnittstelle zwischen Öffentlichkeit, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung des Landes Schleswig-Holstein im Bereich der Geodatenverarbeitung zu sein. In gemeinsamen Projekten mit Unternehmen, Verbänden und Behörden des Landes soll das Zentrum Anwendungen für die effiziente Nutzung von Geodaten in den jeweiligen Aufgabenbereichen entwickeln. Neben dem Wissens- und Technologietransfer will das Zentrum das "Netzwerk Geoinformation" stärken und weiter ausbauen. Diese Ziele unterstützen auch mehrere Unternehmen mit Sachmitteln in Höhe von rund 300.000 Euro.

Das Zentrum für Geoinformation geht auf eine Initiative von Professor Duttmann vom Geographischen Institut der CAU Kiel zurück. "Wir haben nun erstmals eine Einrichtung geschaffen, die die Zusammenarbeit der schleswig-holsteinischen Akteure im Bereich der Geoinformationsverarbeitung fördern wird", sagte Professor Duttmann. Eine solche Schwerpunktsetzung sei neu. Auf langjährige Erfahrung mit wissenschaftlichen Geoinformationssystemen kann das neue Zentrum dennoch zurückgreifen. Seit über fünf Jahren bietet die CAU unter Federführung von Dr. Ulrike Klein wissenschaftliche GIS-Weiterbildungsprogramme an und bildet Fachkräfte im Geoinformationsmanagement aus.

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Bildunterschrift: Für den Aufbau des Zentrums für Geoinformationen an der Kieler Universität überreichte Staatssekretär Jost de Jager den Förderbescheid in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro.
Auf dem Foto v.l.: CAU-Präsident Professor Gerhard Fouquet, Staatssekretär Jost de Jager, Professor Rainer Duttmann und Dr. Ulrike Klein.
Copyright: Uni Kiel, Foto: Merle Zeigerer

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Kontakt:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Geographisches Institut
Prof. Dr. Rainer Duttmann
Tel: 0431/880-3426, Fax: 0431/880-4658
duttmann@geographie.uni-kiel.de

Dr. Ulrike Klein
Tel: 0431/880-3432, Fax: 0431/880-4658
klein@geographie.uni-kiel.de


In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007-2013 rund 752 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 173 Mio. Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) zuzüglich eines Sonderprogramms in Höhe von rund 30 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket sowie ergänzenden Landesmitteln in Höhe von rund 175 Mio. €."

In der Förderperiode 2007-2013 bildet das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein das Dach für die Zukunftsprogramme Wirtschaft, Arbeit, ländlicher Raum und Fischerei.

Das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein mit seinem Fördervolumen von 1,4 Milliarden Euro steht für mehr Wirtschaft und Beschäftigung, für mehr Innovationen und Lebensqualität in Schleswig-Holstein.


Mehr Informationen im Internet unter www.zukunftsprogramm.schleswig-holstein.de



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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Text / Redaktion: Merle Zeigerer