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Pressemeldung Nr. 68/2010 vom 22.04.2010 | RSS | zur Druckfassung | Suche

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CAU etabliert Kompetenzzentrum molekulare Bildgebung für Wissenschaft und Wirtschaft

Minister Jost de Jager übergibt Förderbescheid über 7,3 Millionen Euro


Molekulare Bildgebung gilt als eines der dynamischsten Innovations- und Wachstumsfelder innerhalb der Biomedizintechnik. Ihre erfolgreiche Entwicklung ermöglicht über genauere Diagnostik eine individuell auf den Patienten zugeschnittene Therapie und damit bessere Heilungschancen. Mit dem frisch gegründeten Molecular Imaging North Competence Center (MOIN CC) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gibt es seit kurzem eine neuartige Technologie- und Kooperationsplattform für Forscher und Unternehmen der Life Science Branche.

"Das Konzept des MOIN CC ist aus Sicht der Landesregierung zukunftsweisend", so Minister Jost de Jager. "Die wissenschaftlichen Fragestellungen, mit denen sich das Kompetenzzentrum beschäftigen wird, sind hochaktuell und gleichermaßen für Medizintechnikunternehmen wie auch für die Biotechnologie- und Pharmaindustrie interessant. Mit der Förderung des Projektes aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft haben wir die Chance, hier in Schleswig-Holstein einen weiteren herausragenden Anziehungspunkt für forschungsintensive Unternehmen der Life Science Branche zu schaffen und unsere Wettbewerbsfähigkeit in diesem Bereich deutlich zu steigern."

MOIN CC wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft mit Mitteln des Landes und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Mitteln des Konjunkturprogramms II gefördert.

Minister Jost de Jager übergab heute, 22. April 2010, einen Förderbescheid in Höhe von rund 7,3 Millionen Euro aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, unter deren Leitung das Vorhaben in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UK S-H) in Kiel und Lübeck umgesetzt wird.

An MOIN CC beteiligen sich bislang neun Unternehmen, davon vier aus Schleswig-Holstein und eines aus Hamburg, für die aus der Kooperation neue Möglichkeiten in ihrer Produktentwicklung entspringen. Sie tragen mit einer Eigenbeteiligung von insgesamt rund 600.000 Euro erheblich zur Etablierung des MOIN CC bei. Zu den Entwicklungen gehören Medikamente, Medizintechnik sowie biotechnologische Produkte und Serviceleistungen. MOIN CC stärkt damit die regionale Wirtschaft in einer Sparte, in der das Land in Deutschland führend ist und die zu den Wachstumsmärkten der Zukunft gehört.

Professor Gerhard Fouquet, Präsident der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hebt hervor: "Wir freuen uns, im Forschungsbereich der Biomedizintechnik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel jetzt zukunftsweisende Forschung im Bereich der Bildgebung zu stärken. Molekulare Bildgebung ist in besonderem Maße geeignet, neue Kooperationen zu fördern. Das Molecular Imaging North Competence Center versteht sich besonders auch als Entwicklungspartner der Hochschule für die Wirtschaft."

Professor Jobst Sievers, Prodekan der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ergänzt: "Das MOIN CC stärkt den Ausbau der methodischen Plattformen für Spitzenforschung in den wissenschaftlichen Profilbereichen der Medizinischen Fakultät der CAU und wird ein ganz wesentliches Instrument bei der translationalen Forschung zur Übertragung von Grundlagenwissen in medizinische Therapien sein."

Professor Glüer, Projektleiter, Klinik für Diagnostische Radiologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, hebt hervor: "Die Verfahren der molekularen Bildgebung versprechen die radiologische Diagnostik in vielerlei Hinsicht zu verbessern: Krankheitsursachen können genauer unterschieden werden, die Auswahl der richtigen Medikamente wird unterstützt und Therapieerfolg kann früher erkannt werden. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit im MOIN CC orientiert sich an den Kernkompetenzen der CAU als Antragsteller und des UK S-H am Standort Kiel; mit einem eigenen Projekt werden auch ein Institut der Universität zu Lübeck und Kliniken und Institute des UK S-H in Lübeck mit einbezogen. Alle aktuellen Projekte betreffen die Krebs- und Entzündungsforschung, Bereiche in denen durch Exzellenzcluster, Sonderforschungsbereich und Forschungsschwerpunkte umfangreiches Know-How vorliegt. Wir werden auf dem Weg zur Therapiekontrolle, die vor allem für die Entwicklung neuer Medikamente von besonderer Bedeutung ist, einen großen Schritt vorwärts machen."

Durch bauliche wie personelle Strukturen ist die Nachhaltigkeit der Förderinitiative gesichert. MOIN CC kann auf gut 300 Quadratmetern Laborfläche kompakt als Einheit aufgebaut werden; durch die Ausschreibung einer W2-Professur für Molekulare Bildgebung wird personelle Kontinuität ermöglicht. Das MOIN CC wird seine Infrastruktur und sein Personal als Querschnittseinrichtung zur Verfügung stellen.

Perspektivisch wird MOIN CC auf Grund seiner Anwendungsbreite auch für künftige Großprojekte, wie das Partikeltherapiezentrum NRoCK oder das Comprehensive Cancer Center CCC sowie für potentielle Anträge zu Exzellenzaufrufen des Bundes in vielfältiger Weise wertvoll werden.

Das Projekt wird mit Unterstützung der Norgenta Norddeutsche Life Science Agentur, der zentralen Clustereinrichtung für die Life Sciences in Schleswig-Holstein und Hamburg, initiiert und umgesetzt.

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Bildunterschrift: Übergabe des Zuwendungsbescheides durch Minister de Jager (von links):
Prof. Dr. med. Martin Heller, Direktor für Diagnostische Radiologie, UK S-H; Minister Jost de Jager, Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein; Prof. Dr. rer.nat. Claus-C. Glüer, UK S-H; Prof. Dr. Gerhard Fouquet, Präsident der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; Prof. Dr. Jobst Sievers, Prodekan der Medizinischen Fakultät, CAU.
Copyright: CAU, Foto: Anke Feiler-Kramer

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Bildunterschrift: Minister Jost de Jager, Prof. Dr. Gerhard Fouquet sowie Organisatoren und Leiter des Vorhabens MOIN CC mit den Kooperationspartnern der Wirtschaft.
Copyright: CAU, Foto: Anke Feiler-Kramer

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Text / Redaktion: Dr. Anke Feiler-Kramer