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Pressemeldung Nr. 90/2011 vom 14.07.2011 | zur Druckfassung | Suche


CAU trauert um Hans-Dietrich Bruhn


Professor Hans-Dietrich Bruhn, renommierter Mediziner, Wissenschaftler, Lehrer, Redakteur und Stifter ist im Alter von 74 Jahren verstorben. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und das Universitätsklinikum, Campus Kiel, trauern um ihn.

Professor Gerhard Fouquet, Präsident der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU): „Mit Professor Dr. Hans-Dietrich Bruhn verlieren wir einen sehr geschätzten und engagierten Kollegen. Seit er vor 44 Jahren an die Christian-Albrechts-Universität kam, um wenig später hier zu habilitieren, verfolgte er unermüdlich seine labordiagnostischen Arbeiten und seine Forschungen auf dem Gebiet der Blutgerinnung. Bis zuletzt widmete er sich am Universitätsklinikum Kiel der Behandlung von Gerinnungsstörungen. Erst vor wenigen Tagen verlieh die Stiftung der Eheleute Bruhn zugunsten junger Medizinerinnen und Mediziner einen Förderpreis für eine herausragende wissenschaftliche Leistung. Wir werden Professor Bruhns zahlreiche persönlichen und wissenschaftlichen Leistungen in ehrenvoller Erinnerung behalten. Unser Mitgefühl gilt vor allem seiner Familie.“

Hans-Dietrich Bruhn, geboren am 18. Juni 1937 in Hamburg, verfolgte nach dem Medizinstudium und der Promotion im Jahr 1962 seine wissenschaftlich-klinische und labordiagnostische Arbeit zunächst im Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg. Daran schlossen sich seine wissenschaftlichen Tätigkeiten im Katharinenhospital am Klinikum Stuttgart, im Bürgerspital in Basel und an der New York University in den USA an. 1967 wechselte Bruhn an die I. Medizinische Universitätsklinik Kiel, wo er sich 1972 zum Thema „Die antithrombotische Therapie durch Aktivierung der Fibrinolyse und Hemmung der Gerinnung“ habilitierte. 1972 wurde er zum Leiter des Zentrallabors an der I. Medizinischen Universitätsklinik ernannt, das er selbst gegründet hatte. 1981 übernahm er die Position des stellvertretenden Direktors der I. Medizinischen Universitätsklinik; diese Tätigkeit nahm er bis zu seiner offiziellen Pensionierung im Jahre 2002 wahr. Bis 2006 blieb er Leiter des Zentrallabors.

Hans-Dietrich Bruhn war außerdem über 20 Jahre lang verantwortlicher Hauptherausgeber der Zeitschrift „Hämostaseologie“ (Schattauer Verlag, Stuttgart) und veröffentlichte rund 300 Publikationen, darunter sechs wissenschaftliche Bände zu den Themen Hämostaseologie und Labormedizin.

Die im Jahr 2010 von Hans-Dietrich Bruhn und seiner Frau Annegret Bruhn errichtete Bruhn-Stiftung fördert die medizinische Forschung, speziell des wissenschaftlichen Nachwuchses der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Hervorragende Promotionen oder andere herausragende Leistungen und Projekte junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden durch einen jährlich vergebenen Förderpreis unterstützt.

Professor Hans-Dietrich Bruhn verstarb in den Morgenstunden des 11. Juli in der Klinik für Innere Medizin I des UK S-H, an der er über 40 Jahre tätig war.



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse und Kommunikation, Dr. Boris Pawlowski, Text: Claudia Eulitz
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Text / Redaktion: ► Claudia Eulitz