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Pressemeldung Nr. 87/2013 vom 08.04.2013 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Dies ist das Archiv der alten Pressemeldungen (bis Mai 2018)
Zu den neuen Meldungen

Personalmeldungen März 2013


1. Gremien und Wahlen

Professor Dr. CHRISTIAN MARTIN, Institut für Sozialwissenschaften, Fach Politikwissenschaft, wurde vom Konvent der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät am 23. Januar zum Prodekan gewählt. Damit löst er den scheidenden 2. Prodekan Professor Dr. Roman Liesenfeld zum 1. April ab.

2. Berufungen/Ernennungen nach Kiel

Dr. GESA HARTWIGSEN, Universität Leipzig, wurde zur Juniorprofessorin für Biologische Psychologie an der Philosophischen Fakultät ernannt.

Dr. ALEXA KLETTNER, Klinik für Augenheilkunde, UKSH, Campus Kiel, und Medizinische Fakultät, hat den Ruf auf die W2-Stiftungsprofessur für Experimentelle Retinologie an der Medizinischen Fakultät angenommen. Die Professur ist auf sechs Jahre befristet.

Dr. ALENA WITZLACK-MAKAREVICH, Universität Zürich, hat den Ruf auf die Juniorprofessur für Allgemeine Sprachwissenschaft an der Philosophischen Fakultät angenommen.

3. Außerplanmäßige Professuren

Den Titel „Außerplanmäßiger Professor“ haben verliehen bekommen…

PD Dr. ARNE BIASTOCH, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, Forschungsbereich 1: Ozeanzirkulation und Klimadynamik, auf Antrag der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.

PD Dr. HOLGER HEINE, Forschungszentrum Borstel, Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften, auf Antrag der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.

4. Emeritierungen/Ruhestand

Mit Ablauf des Monats März gehen in den Ruhestand:

Professor Dr. BERNHARD KIMMIG, Klinik für Strahlentherapie, UKSH, Campus Kiel, und Medizinische Fakultät

Professor Dr. HORST STERR, Geographisches Institut

5. Von externen Einrichtungen vergebene Ehrungen, Auszeichnungen und Preise

Professor Dr. ROBERT ALEXY, Juristisches Seminar, erhält den Kieler Wissenschaftspreis 2013. Damit wird er für sein Lebenswerk geehrt. Alexy studierte in Göttingen Rechtswissenschaften und Philosophie, wurde 1976 mit einer preisgekrönten Arbeit promoviert und habilitierte sich 1984, ebenfalls in Göttingen. 1986 folgte er dem Ruf an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und lehrt seitdem am Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie. Professor Alexy war von 1994 bis 1998 Präsident der Deutschen Sektion der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie, ist seit 2002 ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und bekam seit 2008 neun Ehrendoktorwürden internationaler Universitäten verliehen. Er erhielt 2010 das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Den Wissenschaftspreis teilt sich Alexy mit Professorin Dr. Martina Gerken.

Professorin Dr. MARTINA GERKEN, Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik, erhält den Kieler Wissenschaftspreis 2013. Gerken ist Expertin für Nanotechnologie, optische Technologie und integrierte Systeme. Sie wird mit dem Kieler Wissenschaftspreis dafür geehrt, bereits Herausragendes geleistet zu haben, obwohl sie noch am Beginn ihrer Karriere steht. Die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Preises erfolgt in einer Feierstunde am zweiten Kieler-Woche-Sonntag, 30. Juni, im Rathaus.

PD Dr. JAN-THORSTEN GRÄSNER, Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, und Medizinische Fakultät, erhält den diesjährigen Rudolf-Frey-Preis für Notfallmedizin. Der von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) ausgelobte Forschungspreis wird für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Notfallmedizin verliehen. Gräsner erhält den Preis für seine Habilitationsarbeit über den „Aufbau und Analyseoption eines Reanimationsregisters als Instrument zur Optimierung präklinischer Reanimationsmaßnahmen“.

Professor Dr. TILL REQUATE, Institut für Volkswirtschaftslehre, hat zusammen mit drei Ko-Autoren den Wissenschaftspreis 2013 der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie (dggö) erhalten. Den mit 5000 Euro dotierten Preis erhielten sie für die beste gesundheitsökonomische Arbeit des Jahres 2012 „Tobacco and alcohol: complements or substitutes? A structural model approach to insufficient price variation in individual-level data“. Die dggö bezweckt die Förderung der Wissenschaft, Forschung und wissenschaftlichen Politikberatung auf dem Gebiet der Gesundheitsökonomie. Zu ihren Aufgaben gehören auch die Ausrichtung wissenschaftlicher Veranstaltungen, Forschungsvorhaben sowie die Vergabe von Preisen und Auszeichnungen.

6. Preisgekrönte Studienleistungen und Promotionen

ANNA MAREI BÖHM, Zoologisches Institut, ist für ihre Arbeiten zur Langlebigkeit beim Süßwasserpolypen Hydra mit dem Doktorandenpreis 2013 der Deutschen Gesellschaft für Entwicklungsbiologie (GfE) ausgezeichnet worden. Der winzige Süßwasserpolyp Hydra zeigt keine Alterungsprozesse und ist potentiell unsterblich. Innerhalb eines Forschungsteams der Zoologie unter Leitung von Professor Dr. Thomas Bosch fand Böhm heraus, dass hierfür das sogenannte FoxO-Gen, das auch im Menschen vorkommt, verantwortlich ist. Die Studien bestätigen, dass das FoxO-Gen eine entscheidende Rolle beim Erhalt von Stammzellen und somit der Bestimmung der individuellen Lebensspanne spielt – vom ursprünglichen Nesseltier bis hin zum Menschen. Zum anderen verdeutlichen sie, dass der Alterungsprozess und die Langlebigkeit eines Organismus tatsächlich von zwei wesentlichen Faktoren abhängig sind: dem Erhalt von Stammzellen und der Aufrechterhaltung eines funktionellen Immunsystems. Die GfE ist ein Zusammenschluss von Forschenden in der Entwicklungsbiologie im deutschen Sprachraum. Sie veranstaltet in zweijährigem Turnus dreitägige wissenschaftliche Tagungen und unterstützt außerdem Aktivitäten ihrer Mitglieder wie zum Beispiel Workshops oder Symposien. Ebenfalls im zweijährigen Rhythmus findet die GfE School statt, die die Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zum Ziel hat. Aus Mitteln privater Stiftungen vergibt die GfE Preise für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Entwicklungsbiologie. Der Doktorandenpreis ist mit 500 Euro dotiert.

Dr. MAX HOLSTERMANN, Institut für Tierernährung und Stoffwechselphysiologie, wurde von der H. Wilhelm Schaumann-Stiftung für die beste Dissertation 2013 in der Tierernährung ausgezeichnet. Die Prämie, die anlässlich der Jahrestagung der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie vergeben wurde, ist mit 1000 Euro dotiert. Holstermanns Arbeit trägt den Titel: „Änderungen des Fettsäuremusters und der Δ13 C-Werte im Milchfett als Indikatoren für die Körperfettmobilisierung bei Kühen“.

7. Ämter in externen Gremien und Fachgesellschaften

Professor Dr. MARTIN VISBECK, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, Forschungsbereich 1: Ozeanzirkulation und Klimadynamik, und Sprecher des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“, ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum Vorsitzenden des Deutschen Komitees für Nachhaltigkeitsforschung in Future Earth (DKN-FutureEarth) berufen worden. Das Komitee erarbeitet deutsche Beiträge zur Nachhaltigkeitsforschung insbesondere im Kontext des internationalen Programms „Future Earth: research for global sustainability“ (Forschung für globale Nachhaltigkeit) des Internationalen Wissenschaftsrates (ICSU). Das DKN-FutureEarth unterstützt unter anderem bei der Identifizierung gesellschaftsrelevanter Forschungsthemen im sogenannten Co-Design (dem Dialog zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Forschungsförderern), bei der Konzeption integrativer Forschung sowie der Anbindung beziehungsweise Verbindung deutscher Forscherinnen und Forscher der natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Bereiche. Future Earth möchte eine weltweite Wissens- und Kooperationsplattform aufbauen und fördert nachhaltige Wissenschaft.



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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