CAU - Universität Kiel
Sie sind hier: StartseitePressePressemeldungenNr. 119 / 2013

Pressemeldung Nr. 119/2013 vom 02.05.2013 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Verantwortung für kommende Generationen

Workshopreihe „Aktuelle Fragen der Umweltethik“


Welchen Beitrag leistet die Ethik zu aktuellen Umweltfragen? Ist der Klimawandel ein Problem, das allein mit technischen Maßnahmen und ökonomischen Kosten-Nutzen-Analysen beschrieben werden kann? Oder gibt es nicht viel mehr auch moralische Gründe, die den Schutz der Umwelt für heutige und kommende Generationen begründen? Die Auftaktveranstaltung zur Workshopreihe „Aktuelle Fragen der Umweltethik“ des Lehrstuhls für Philosophie und Ethik der Umwelt an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat diese und weitere Fragen aufgeworfen. Die kommenden Veranstaltungen der Reihe behandeln ethische und politische Aspekte des Klimawandels oder moralische Verpflichtungen unter nicht-idealen Bedingungen.

Interessierte sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern noch unveröffentlichte Forschungsaufsätze zu diskutieren. Die nächsten Veranstaltungen, beginnend am Mittwoch, 15. Mai, finden zum Teil in englischer Sprache statt.

Weitere Termine und Informationen unter:
Workshopreihe Umweltethik

Das Wichtigste in Kürze
Was: Workshopreihe „Aktuelle Fragen der Umweltethik“
Wann: 14. Mai, 03. Juni und 27. Juni
Wo: Senatssitzungsraum der CAU im Audimax, Christian-Albrechts-Platz 2, Kiel

Hintergrund zur Auftaktveranstaltung
Hermann Held, Professor für Nachhaltigkeit und Globalen Wandel an der Universität Hamburg, referierte über seine aktuelle Forschung zur Neuinterpretation des Zwei-Grad-Ziels und der möglichen Bedeutung für den IPCC-Prozess (Intergovernmental Panel on Climate Change). Dabei stellte er den von ihm und Kollegen entwickelten Ansatz der Kosten-Risiko-Analyse vor: dieser soll die Nachteile der bisher in der Ökonomie üblichen Entscheidungsmethoden, Kosten-Nutzen-Analyse und Kosten-Effektivitäts-Analyse vermeiden. Das heißt, die Wissenschaftler wiegen die Kosten, die durch bestimmte Klimaschutzmaßnahmen entstehen, gegen das Risiko ab, ein bestimmtes Politikziel, wie etwa das Zwei-Grad-Ziel, zu verfehlen. In diesem Zusammenhang wurde vor allem diskutiert, ob das Zwei-Grad-Ziel in Anbetracht großer Unsicherheiten über Ausmaß und Folgen des Klimawandels zu starr ist. Einig waren sich die Diskussionsteilnehmenden, dass eine erhebliche Reduktion der Treibhausgase moralisch geboten ist, sowohl gegenüber zukünftigen Generationen, als auch gegenüber schon heute vom Klimawandel betroffenen Menschen.

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
Bitte beachten Sie dabei unsere ► Hinweise zur Verwendung

Zum Vergrößern anklicken

Warum sollten wir die Umwelt für kommende Generationen schützen? Eine Workshopreihe an der Kieler Universität sucht nach Antworten auf diese Frage.
Copyright/Foto: CAU, Uli Kunz

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2013/2013-119-1.jpg


Kontakt
Christian Baatz
Philosophie und Ethik der Umwelt
Tel. +49 431 880 2823
baatz@philsem.uni-kiel.de