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Pressemeldung Nr. 128/2013 vom 15.05.2013 | RSS | zur Druckfassung | Suche

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Die Evolution im Reagenzglas

Chemie-Nobelpreisträger hält Vortrag an Kieler Universität


Er hat die Chemie „jenseits des Moleküls“ mitbegründet und sie über 40 Jahre lang wesentlich geprägt: 1987 erhielt Jean-Marie Lehn für seine Arbeit auf dem Gebiet der Supramolekularen Chemie den Nobelpreis. Am Dienstag, 21. Mai, trägt der französische Professor an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zum Thema „From Supramolecular Chemistry towards Adaptive Chemistry“ vor. Alle Interessierten sind dann um 14:30 Uhr in den Otto-Hahn-Hörsaal, Otto-Hahn-Platz 2, eingeladen. Der Eintritt ist frei.

„Lehn ist einer der Väter der Supramolekularen Chemie und hat die aktuellen Forschungen in der Nanochemie und adaptiven Chemie angestoßen“, erklärt Professor Ulrich Lüning vom Otto-Diels-Institut für Organische Chemie, auf dessen Einladung der renommierte Wissenschaftler die Kieler Universität besucht. Die adaptive Chemie ahmt die Prinzipien der natürlichen Evolution im Reagenzglas nach. Die „in vitro“-Evolution neuer Werk- und Wirkstoffe wird durch Adaption einer oder mehrerer Produkteigenschaften an gewünschte Vorgaben vorangetrieben. „Mit seiner Arbeit hat Lehn Grundlagen geschaffen, auf denen auch der Kieler Sonderforschungsbereich 677 ‚Funktion durch Schalten’ aufbaut. Hier entwickeln wir molekulare Maschinen, um neue Anwendungen zu ermöglichen“, sagt Lüning.

Der Vortrag ist Teil des Kolloquiums der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. und der Sektion Chemie an der CAU. Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler laden hierbei Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland und dem Ausland ein, die aktuelle Forschungsthemen präsentieren. Weitere Termine sind im Internet unter www.uni-kiel.de/fakultas/mathnat/chemie abrufbar.

Das Wichtigste in Kürze:
Was? Gastvortrag des Chemie-Nobelpreisträgers Jean-Marie Lehn an der CAU
Wann? 21.5.2013, 14:30 Uhr
Wo? Otto-Hahn-Hörsaal, Otto-Hahn-Platz 2, 24118 Kiel

Zur Person:
Jean-Marie Lehn wurde in Rosheim im Elsass geboren. Den ersten Teil seines Studiums schloss er 1957 sowohl mit einem Bachelor in Philosophie als auch in Experimentellen Wissenschaften ab. Er spezialisierte sich auf Naturwissenschaften, Physik und Chemie im Besonderen. 1963 promovierte er in Strasbourg. Es folgte ein Forschungsaufenthalt beim Nobelpreisträger Robert B. Woodward an der Harvard University, wo er mit an der Synthese von Vitamin B12 arbeitete.
Nach der Rückkehr nach Europa wurde er erst Assistenz- dann ordentlicher Professor für Chemie an der Université Louis Pasteur in Strasbourg. Zusätzlich war er von 1980 bis 2010 auch Professor am Collège de France in Paris.
1987 erhielt Jean-Marie Lehn gemeinsam mit Donald J. Cram und Charles Pedersen den Nobelpreis für Chemie. Er ist einer der Väter der Supramolekularen Chemie, der Chemie "jenseits des Moleküls".

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Neue Anwendungen durch neue Werkstoffe: Nobelpreisträger Jean-Marie Lehn spricht an der CAU über die Entwicklung von der Supramolekularen hin zur adaptiven Chemie.
Copyright/Foto: CAU, Kröger/Dorfmüller

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