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Pressemeldung Nr. 155/2013 vom 04.06.2013 | RSS | zur Druckfassung | Suche

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„Plattdüütsch hüüt“: Plattsprechende gesucht

Zweite Online-Fragerunde über das Niederdeutsche in Schleswig-Holstein läuft


Forscherinnen und Forscher der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gehen dem Plattdeutschen weiter auf den Grund. Zurzeit können sich aktive Plattsprecherinnen und -sprecher im Internet unter www.germsem.uni-kiel.de/ndnl an der zweiten Fragerunde über die Verbreitung und Ausprägung des Niederdeutschen in Schleswig-Holstein beteiligen. Wenn sie zwischen 18 und 30 Jahren oder über 60 Jahre alt sind, können Interessierte online 21 Fragen beantworten, die Aufschluss über regionale Sprachvarianten liefern. Hierbei spielt es keine Rolle, ob man schon an der ersten Erhebungsrunde teilgenommen hat oder nicht. Das Projekt „Plattdüütsch hüüt“ hat zum Ziel, das Plattdeutsche (Niederdeutsche) in Schleswig-Holstein in seiner heutigen Form zu erfassen. Mehr als 450 Plattdeutschsprecherinnen und -sprecher hatten bereits an der ersten Fragebogenaktion der Kieler Sprachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler teilgenommen. Geplant sind insgesamt drei Erhebungsrunden.

„Die Resonanz auf unser Projekt in den vergangenen Monaten war sehr ermutigend. Jetzt hoffen wir auf noch mehr Beteiligung“, freut sich Forschungsleiter Professor Michael Elmentaler. „Obwohl das traditionelle Platt vielerorts noch sehr lebendig ist, ist es in den letzten Jahrzehnten oftmals nicht mehr an die nächste Generation weitergegeben worden, so dass Niederdeutsch heute schon als eine bedrohte Sprache gilt. Mit unserem Forschungsprojekt möchten wir dazu beitragen, das gegenwärtige Niederdeutsch in Schleswig-Holstein in seiner Vielfalt zu dokumentieren“, so der Studienleiter.

Kontakt:

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Germanistisches Seminar
Niederdeutsche Abteilung
Prof. Dr. Michael Elmentaler
E-Mail: elmentaler@germsem.uni-kiel.de

Anneke Mihr, B.A.
Felix Borchert, M.A.
E-Mail: platt@email.uni-kiel.de