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Pressemeldung Nr. 171/2013 vom 17.06.2013 | RSS | zur Druckfassung | Suche

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Wissenschaftsministerin Wende: „Technische Fakultät ist Vorbild“

Leistungsträgerin der Uni Kiel feierte Sommerfest – Sanierungsbedarf hoch


Herausragende Forschungsergebnisse, eine stetig steigende Anzahl von Studentinnen und ausländischen Studierenden, Millionen eingeworbene Drittmittel und eine breite Vernetzung mit der Industrie: Das Sommerfest der Technischen Fakultät am vergangenen Freitag (14. Juni) war eine beeindruckende Leistungsschau der jüngsten Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Dekan Professor Wilhelm Hasselbring verabschiedete außerdem die Promovierten des letzten halben Jahres. Preise gab es vom Förderverein der Fakultät für die besten Abschlüsse und soziales Engagement von Studierenden.

Mit gut 2300 Studierenden sei die 1991 gegründete Technische Fakultät mittlerweile die viertgrößte der insgesamt acht Fakultäten der Kieler Universität, berichtete Hasselbring. Sehr aktiv sei man im Schulumfeld mit eigens ins Leben gerufenen Aktionen wie der Software Challenge Germany oder der movingArt, um mehr junge Menschen für ein Studium der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu begeistern. Neben diesen Programmierwettbewerben beteilige sich die Fakultät auch an „Jugend forscht“ und dem „Girls’ Day“. Gerade die Nachwuchsförderung sei in ihrem Bereich sehr wichtig: „Der Kern unserer Forschung findet in Dissertationsarbeiten statt“, erklärte Hasselbring.

Zahlreiche Kooperationen mit Industrieunternehmen und Ausgründungen sorgten bei der Fakultät überdies für den nötigen Technologietransfer. Daneben arbeiteten Mitglieder in verschiedenen Kompetenzverbänden wie dem Kompetenzverband Software Systems Engineering (KoSSE) an Innovationen für die Wirtschaft. Das Fraunhofer Institut für Siliziumtechnologie plane eine Außenstelle auf dem Campus einzurichten. Einzige Schattenseite der Entwicklungen der letzten Jahre sei der Zustand der Fakultätsgebäude. Der Sanierungsstau verursache immer höhere Strom- und Wärmekosten, was zu Lasten der Forschung ginge, so Hasselbring. Deswegen sei man Partner des städtischen Projekts „Energetische Stadtsanierung im Kieler Stadtteil ‚Zentrales Gaarden’“.

„Das jüngste Kind der Universität ist zugleich auch eines ihrer erfolgreichsten“, betonte CAU-Vizepräsident Professor Frank Kempken. Er gratulierte der Fakultät zu ihrer hervorragenden Drittmittelbilanz: Fast acht Millionen Euro konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre Forschung im vergangenen Jahr verwenden. Zum ersten Mal konnte außerdem ein „Starting Grant“ des Europäischen Forschungsrates (ERC) über 1,5 Millionen Euro für ein Vorreiterprojekt in der optischen Nanotechnologie (Professorin Martina Gerken) nach Schleswig-Holstein geholt werden. „Nicht zuletzt dank der vorbildlichen Berufungen von Professorinnen an die Fakultät“, sagte Kempken. Damit die Technische Fakultät mit ihrem Campus am Kieler Ostufer ein „Motor der Innovation“ bleibe, stehe dessen bauliche Sanierung im Präsidium der Universität in der Planung weit oben.

Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Waltraud Wende (parteilos), die als Gastrednerin geladen war, lobte die Einrichtung von Forschungsschwerpunkten an der CAU als Erfolgskonzept. Insbesondere hob sie die enge Zusammenarbeit der Technischen Fakultät mit der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und der Medizinischen Fakultät im Schwerpunkt „Nanowissenschaften und Oberflächenforschung“ hervor. Aber nicht nur von der Kieler Forschung zeigte Wende sich beeindruckt: „Ohne exzellente Nachwuchsförderung gibt es keine exzellente Forschung. Das hat die Technische Fakultät der Uni Kiel erkannt, denn Feiern wie diese sind das Ergebnis von exzellenter Lehre.“ Die Ministerin kündigte an, Leistungszulagen für gute Lehre mit in die Zielvereinbarungen mit den schleswig-holsteinischen Hochschulen nehmen zu wollen.

Feierlich entließ Dekan Hasselbring anschließend neun neue Doktorinnen und Doktoren, die ihre Promotion in den Fächern Informatik und Elektrotechnik abschließen konnten. Der Bundestagsabgeordnete (CDU) und Vorsitzende des Fördervereins der Technischen Fakultät, Dr. Philipp Murmann, überreichte Christoffer Menk einen Preis in Höhe von 500 Euro für die beste Doktorarbeit des letzten halben Jahres. 300 Euro erhielt Informatiker Ulf Rüegg für den besten Masterabschluss. Lars Thorben Neustock vom Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik, Lars Rohwedder aus der Informatik und Leonid Kahle aus der Materialwissenschaft konnten sich über Büchergutscheine im Wert von 150 Euro für die besten Bachelorabschlüsse freuen. Für ihr herausragendes soziales Engagement in der Fachschaft wurden die Studenten Markus Andresen, Matthias Bremer und Viet Nuc Nguyen mit einer Urkunde geehrt.

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Philipp Murmann (3.v.l., MdB und Vorsitzender der Fördervereins der Technischen Fakultät), Wissenschaftsministerin Waltraud Wende (5.v.l.), Dekan Wilhelm Hasselbring (6.v.l.) und CAU-Vizepräsident Frank Kempken (7.v.l.) mit einem Teil der Promovierten und Ausgezeichneten der Technischen Fakultät.
Copyright/Foto: CAU, Schimmelpfennig

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