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Pressemeldung Nr. 192/2013 vom 04.07.2013 | RSS | zur Druckfassung | Suche

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Wie steht es um die Demokratie?

Studierende diskutieren über Grenzen hinweg


Eine weltweite Finanzkrise, Proteste in Ägypten, Brasilien und in der Türkei, eine schwindende Wahlbeteiligung hierzulande: Die Bedeutung der Demokratie für die Bürgerinnen und Bürger scheint auf der ganzen Welt zu schwanken. Das Projekt „Democrazy 2013“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) bringt europäische Studierende außerhalb ihrer Universitäten zusammen, um unterschiedliche Sichtweisen auf die Staatsform kennen zu lernen. Das sei ein innovativer Lehransatz findet das CAU-"Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen" (PerLe) und fördert den Austausch aus dem Fonds für Lehrinnovation. „Demokratie ist wieder ein Thema geworden“, sagt Politikwissenschaftler Dr. Wilhelm Knelangen, der „Democrazy 2013“ an der Kieler Universität organisiert. Das zeigten allein schon etliche neue Buchtitel über das Thema, die die Regale in den Buchläden füllten. Wie stabil und effizient sind die Demokratien der Welt? Lässt sich die globalisierte Wirtschaft noch durch sie steuern? Mit diesen Fragen setzen sich die 20 Teilnehmenden in dem Kurs im Wintersemester auseinander.

Diskutiert wird dabei zunächst im Nordkolleg Rendsburg und in der Nordsee-Akademie Leck. Dort erarbeiten die Politikstudierenden die theoretischen Grundlagen und beschäftigen sich mit den Versprechen der Demokratie wie Freiheit, politischer Gleichheit und Beteiligung. „Anschließend schauen wir uns an, was an der Demokratie kritisiert wird und was Organisationen wie Occupy eigentlich genau wollen“, erklärt Knelangen. So ausgerüstet, treffen sich die Kielerinnen und Kieler anschließend mit rund 50 Studierenden aus Dänemark, Ost- und Mitteleuropa im dänischen Apenrade. Mit eigenen didaktischen Konzepten tauschen sich die internationalen Studierenden dort über ihr Wissen und ihre Standpunkte aus. „So können sich die Studierenden als Lehrkraft ausprobieren. Außerdem lernen sie Methoden der politischen Bildung kennen und wie sie auf unerwartete Situationen, beispielsweise auf radikale Meinungen, reagieren können“, sagt Knelangen. „Das öffnet den Blick und sie erfahren, dass die politischen Debatten in Deutschland genau so auch in anderen Ländern geführt werden. Aber auch, dass es Unterschiede gibt.“

Das Projekt erlaube seinen Studierenden und ihm, so Knelangen, außerhalb von typischen Lehrveranstaltungen an der Universität sehr viel intensiver zu diskutieren: „Man ist zeitlich flexibler, kann Schwerpunkte gemeinsam festlegen und noch dazu offener kommunizieren.“ Positives Feedback gab es bereits im letzten Jahr bei der ersten Ausgabe von „Democrazy“: Viele der damals Teilnehmenden meldeten sich anschließend für Bachelor-Arbeiten zum Thema Demokratie bei Knelangen an.

Im Projekt „Democrazy 2013“ sind noch Plätze frei. Interessierte Studierende der Politikwissenschaft an der CAU können sich gegen eine Teilnahmegebühr unter WKnelangen@politik.uni-kiel.de anmelden.


Weitere Informationen:
Der Lehrfonds des CAU-Projekts PerLe stellt von 2012 bis 2016 jährlich 100.000 Euro für dezentrale Lehrinnovationen zur Verfügung. Konkrete Vorhaben auf Modulebene, Studiengangsebene und auf interdisziplinärer Studiengangsebene können im Umfang von 5.000 bis 15.000 Euro gefördert werden. Lehrende und Fachschaften der CAU können Mittel aus dem Fonds für innovative Lehrprojekte beantragen.

Das Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen – PerLe wird von 2012 bis 2016 aus Mitteln des Qualitätspakt Lehre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PL12068 gefördert und verfolgt das Ziel, die Qualität der Lehre und die Betreuung von Studierenden an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zu verbessern. Dazu werden Maßnahmen in den Bereichen Studienberatung, Orientierung in der Studieneingangsphase, Begleitung von Schul- und Berufspraktika, Qualifikation des Lehrpersonals und Qualitätsentwicklung in der Lehre entwickelt und umgesetzt.


Kontakt:
Florin Feldmann
PerLe - Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen
Teilprojektleitung Qualitätsentwicklung in der Lehre
Tel.: 0431 880-2985
E-Mail: ffeldmann@uv.uni-kiel.de

Dr. Wilhelm Knelangen
Democrazy 2013
Tel.: 0431/880-3398
E-Mail: WKnelangen@politik.uni-kiel.de