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Pressemeldung Nr. 214/2013 vom 19.07.2013 | RSS | zur Druckfassung | Suche

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Botanischer Garten auf dem Siegertreppchen

Das blühende Herz der Kieler Universität erhält Medaille bei der Internationalen Gartenschau


Der Botanische Garten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ist zurzeit nicht nur mit seiner Großen Schmetterlingsschau im Gespräch, er hat auch bei der Internationalen Gartenschau 2013 in Hamburg eine höchst begehrte Auszeichnung gewonnen. In der noch bis zum 28. Juli währenden Hallenschau „Die Gesandten des Sommers“, in der internationale Beiträge gezeigt werden, erhielt er als einziger Botanischer Garten eine Medaille. Mit Bronze wurde seine Standgestaltung zum Thema „Sukkulenten – Botanik und ihre Herkunft“ ausgezeichnet. „In Anbetracht dessen, dass wir bei unseren vielen anderen Aktivitäten nur knappe Zeit für die Vorbereitung hatten und dies unsere erste Beteiligung an einer Internationalen Gartenschau ist, freuen wir uns über die Bronzemedaille natürlich ganz besonders“, sagt Michael Braun, Technischer Leiter des Botanischen Gartens. „Unser Sukkulentengärtner David Eder hat sehr repräsentative Pflanzen ausgewählt.“

Bereits seit 1802 hat der Botanische Garten in Kiel eine große Sammlung südafrikanischer, wasserspeichernder Pflanzen, die bis in das 21. Jahrhundert hinein gepflegt und wissenschaftlich betreut und genutzt wird. „Das Anliegen, dieses universitäre Erbe und seine nachhaltige Wirkung auf viele wissenschaftliche Belange bis hin zum Arterhalt gefährdeter Pflanzen allen deutlich zu machen, ist durch die preisgekrönte Ausstellung nun besonders unterstrichen worden“, ergänzt Dr. Martin Nickol, Kustos des Botanischen Gartens. „Das Gartenteam kann einmal mehr stolz auf seine Leistung sein.“ Und es hat über 10.000 Kilometer Luftlinie hinweg die alte botanische Verbindung zwischen Schleswig-Holstein und dem Süden Afrikas dokumentiert.

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Oscularia deltoides aus den Winterregengebieten in der südwestlichen Ecke Südafrikas wurde von dem Kieler Forscher Gustav Schwantes beschrieben.
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Das Mittagsblumengewächs Schwantesia pillansii ist nach dem Kieler Sukkulentenforscher Gustav Schwantes benannt. Die Gattung Schwantesia ist vom äußersten Süden Namibias bis in den Norden der südafrikanischen Provinz Nordkap bei Pofadder verbreitet.
Foto/ Copyright: Botanischer Garten Kiel

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Über Sukkulenten
Eine der häufigsten und in verschiedenen Pflanzenfamilien zu beobachtenden Anpassungen an extrem niederschlagsarme Standorte ist die Ausbildung von fleischig-saftigen Geweben, die als Wasserspeicher dienen. Wegen ihrer besonderen Bauweise werden diese Pflanzen auch als Saftpflanzen (= Sukkulente) bezeichnet. Als Wasserspeicher können die Wurzeln, häufiger aber die Stämme und Blätter dienen. Die Kakteen (Familie Cactaceae) aus Amerika sind die bekanntesten Vertreter der Sukkulenten. Daneben kann Sukkulenz aber auch bei den Aloen (Fam. Asphodelaceae), sowie bei Mittagsblumen- (Fam. Aizoaceae), Wolfsmilch- (Fam. Euphorbiaceae) u.a. Familien beobachtet werden. Eine stammsukkulente Vitacee, der Butterbaum Cyphostemma currorii, ist eine der großen Besonderheiten aus diesen Lebensräumen, die im Botanischen Garten Kiel kultiviert werden.

Weitere Informationen über den Botanischen Garten:
www.uni-kiel.de/nickol/botgar.html


Kontakt:
Dr. Martin Nickol
Botanischer Garten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
24118 Kiel
Tel. 0431 880 4273
E-Mail: mnickol@bot.uni-kiel.de