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Pressemeldung Nr. 267/2013 vom 24.09.2013 | RSS | zur Druckfassung | Suche

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Multifunktional, leicht, bio-inspiriert

Internationale Fachtagung zu intelligenten Materialien in Kiel


Das leichteste Material der Welt, eine von Gecko-Füßen inspirierte Klebefolie oder Schichtsysteme, die winzigste Magnetfelder messen können: Einige Aufsehen erregende neue und intelligente Werkstoffe sind in den letzten Jahren durch Forscher aus der Materialwissenschaft, Physik und Chemie entwickelt worden. An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) arbeiten zahlreiche Arbeitsgruppen an diesen Fragestellungen. Kein Wunder also, dass ein interdisziplinäres Team von Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM) in Kiel die „Euro Intelligent Materials 2013“ ausrichtet. Vom 25. bis 27. September tauschen sich hier international führende Fachleute aus den verschiedensten Disziplinen über die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der intelligenten Materialien aus.

13 eingeladene Vortragende von Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Mailand, Kansas, Zürich, Bayreuth, Tohoku, Portsmouth, Darmstadt, Stuttgart und Kiel werden während des dreitägigen Programms im Hotel Atlantic aktuelle Highlights der intelligenten Materialien vorstellen.
„Mit dieser Konferenz möchten wir die Brücke schlagen von klassischen Funktionsmaterialien hin zu komplett neuen Ansätzen, die durch biologische Systeme motiviert sind“, sagt der Kieler Professor Eckhard Quandt, der zusammen mit der Kieler Professorin Christine Selhuber-Unkel den Vorsitz des Programmkomitees inne hat.

Etwa 100 weitere Vorträge und Poster über smarte, biofunktionale, multifunktionale und schaltbare Materialien und deren Anwendungen geben einen Überblick über das gesamte Forschungsgebiet. Außerdem findet unter Leitung von Professor Stanislav Gorb aus der Speziellen Zoologie ein koreanisch-deutscher Workshop zu biomimetischen Materialien statt. Durch die Einbindung der koreanischen Partner sollen die koreanisch-deutschen Beziehungen im Rahmen der Bionik, dem Übertragen von natürlichen Phänomenen auf die Technik, gestärkt werden. Ziel ist, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf dem Gebiet der biomimetischen Materialien beider Länder zu bündeln.

Weitere Informationen zur Tagung sowie das Tagungsprogramm unter
www.intelligent-materials.de

Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich zur Teilnahme an der Tagung eingeladen.

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
Bitte beachten Sie dabei unsere ► Hinweise zur Verwendung

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Mikroskopische Aufnahme der biologisch inspirierten, mikrostrukturierten Haftfolie aus den Laboren der Speziellen Zoologie der Kieler Universität. Sie ist den Füßen von Käfern und Geckos nachempfunden.
Foto/Copyright: Stanislav Gorb

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2013/2013-267-1.jpg


Neue Materialien aus Kiel
Mit dem Forschungsschwerpunkt “Nanowissenschaften und Oberflächenforschung” hat sich die Universität Kiel der Entwicklung neuer Materialsysteme verschrieben. Herausragende Projekte innerhalb dieses Bereichs sind die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereiche 677 „Funktion durch Schalten“ (www.sfb677.uni-kiel.de) und 855 „Magnetoelektrische Verbundwerkstoffe – biomagnetische Schnittstellen der Zukunft“ (www.sfb855.uni-kiel.de). Molekulare Maschinen einerseits, die technische Prozesse effizienter machen und zu neuen Anwendungen führen, und Sensoren für die medizinische Diagnostik, Gedankensteuerung von Prothesen und optimiertes Lernen andererseits sind die Forschungsziele dieser Kompetenzverbünde. Um sie zu erreichen, arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Materialwissenschaft, Physik, Chemie, Bionik, Elektrotechnik, Informatik und Medizin intensiv zusammen.

Hintergrundinformationen zur DGM
Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. (www.dgm.de) ist die größte technisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft auf dem Gebiet der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik in Europa. Die DGM fördert mit ihren interdisziplinären Fachausschüssen, Veranstaltungs- sowie Fortbildungsreihen den Dialog zwischen Wissenschaft und Industrie. Der Verein mit Sitz in Frankfurt sorgt für eine deutschlandweite und internationale Vernetzung der Expertinnen und Experten, organisiert europaweit Tagungen und Kongresse und bezieht auch den Nachwuchs ein. Mit Exkursionen, vergünstigtem Zugang zu Fortbildungs- und Tagungsplätzen, einer Jugendvertretung (Jung-DGM) und speziellen Nachwuchsveranstaltungen unterstützt die DGM junge Materialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie Werkstofftechnikerinnen und -techniker. Die Fachausschüsse der DGM decken nahezu alle Materialklassen, Prozesstechniken zur Materialherstellung und -verarbeitung, Erkenntnis- und Anwendungsfelder im Bereich der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik ab.

Kontakt:
Prof. Dr. Eckhard Quandt
Institut für Materialwissenschaft
Tel.: 0431/880 6200
E-Mail: eq@tf.uni-kiel.de

Prof. Dr. Christine Selhuber-Unkel
Institut für Materialwissenschaft
Tel.: 0431/880 6198
E-Mail: cse@tf.uni-kiel.de



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
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Text / Redaktion: Denis Schimmelpfennig