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Pressemeldung Nr. 294/2013 vom 16.10.2013 | RSS | zur Druckfassung | Suche

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Worüber in der Kultur zu reden ist

Tagung „Schärfentiefe“ vom 21. bis 22. November im Nordkolleg Rendsburg


Museen, Theater, Bibliotheken, Volkshochschulen, Musikschulen, Konzerthäuser und vieles mehr: Der Kulturbetrieb und seine Förderung bilden bedeutende Teile des öffentlichen Lebens in Deutschland. Doch reagiert die Kulturpolitik auf veränderte Nachfrage, fördert sie Neues? Die Tagung „Schärfentiefe. Worüber in der Kultur zu reden ist“ geht das Thema am 21. und 22. November im Nordkolleg Rendsburg in seiner ganzen Breite und Tiefe an. Dazu sind Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Journalismus und Politik aus Deutschland und benachbarten europäischen Ländern eingeladen. Veranstaltet wird die Tagung vom Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zusammen mit der Kulturpolitischen Gesellschaft Bonn und dem Nordkolleg Rendsburg.

Welches Management, welche Professionalität benötigen Kulturbetrieb und Kulturpolitik? Welche Bildung setzt welche Kultur voraus und umgekehrt? Fragen wie diesen geht Stephan Opitz, Honorarprofessor an der CAU und Organisator der Tagung, in Gesprächsrunden zu den Themen Bildung, Bewahren, Management, Schreiben und Wirtschaften auf den Grund. „Das Stichwort ‚Kultur’ führt in die vermutlich komplexesten Zusammenhänge einer Gesellschaft“, sagt Opitz, „Insofern sind einfache politisch-gesellschaftliche Bekundungen wie ‚Kultur gut fördern’ oder ‚Kultur kann man gar nicht genug fördern’ keine Lösungen für diese komplexe Aufgabe.“

Zugesagt haben unter anderen Thomas Steinfeld, leitender Redakteur des Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, Isabel Pfeiffer-Poensgen, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, sowie Ulrich Raulff, Direktor des Schillernationalmuseums und des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Moderieren werden die Gespräche neben weiteren führenden Kulturköpfen Professor Armin Klein, Autor des Buchs „Der exzellente Kulturbetrieb“, und Pius Knüsel, Direktor der Volkshochschule Zürich. Vorträge von Hans Zitko, Professor für Wahrnehmungstheorie an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, und vom Kabarettisten Gerhard Polt runden das Programm ab.

Insbesondere seine Studierenden möchte Opitz in die Kulturdebatte einführen: „Schärfentiefe“ ist Bestandteil des noch jungen Masterstudiengangs Deutsch mit dem Schwerpunkt Gegenwartsliteratur/Literaturvermittlung am Kieler Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien. Für die dort eingeschriebenen Studierenden ist die Teilnahme kostenlos. Hier sollen junge Leute zu Fachkräften für kulturvermittelnde Institutionen, das Verlags- und Zeitungswesen ausgebildet werden. „Auf der einen Seite gibt es zu viele arbeitslose Geisteswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Andererseits gibt es zu wenig qualifizierte Menschen im Kulturmanagement“, beklagt Opitz. Im Master lernen die Studierenden deshalb auf der Grundlage vertiefter Studien zur Literaturwissenschaft, wie sie Kultur und Literatur vermitteln können, aber auch verantwortungsbewusst zu wirtschaften. Das Konzept überzeugte auch die Sparkassen-Finanzgruppe, die den Masterteilstudiengang fördert.

Die kostenpflichtige Tagung „Schärfentiefe. Worüber in der Kultur zu reden ist“ richtet sich an alle an Kulturpolitik Interessierten. Anmeldungen können bis Donnerstag, 7. November, per E-Mail an stefanie.kruse@nordkolleg.de oder im Internet unter http://bit.ly/1hHRLP9 erfolgen.

Informationen zur Teilnahmegebühr
Die Teilnahme an der Tagung kostet 195 Euro inklusive Übernachtung im Einzelzimmer mit Vollpension im Nordkolleg Rendsburg (150 Euro ohne Übernachtung, mit Verpflegung). Studierende zahlen einen ermäßigten Eintritt von 80 (mit Übernachtung) beziehungsweise 60 Euro (ohne Übernachtung). Studierende des Masterteilstudiengangs zahlen keine Gebühren.

Zum Programm:
www.uni-kiel.de/download/pm/2013/2013-294-schaerfentiefe-programm.pdf

Das Wichtigste in Kürze:
Was: Tagung „Schärfentiefe. Worüber in der Kultur zu reden ist“
Wann: 21. und 22. November 2013
Wo: Nordkolleg Rendsburg, Am Gerhardshain 44, 24768 Rendsburg

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Fehlt der Kulturpolitik die richtige „Schärfentiefe“? Eine Tagung der Uni Kiel geht der Frage auf den Grund.
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Über den Masterteilstudiengang
Der neue Schwerpunkt Gegenwartsliteratur/Literaturvermittlung im Masterstudiengang Deutsch setzt sich aus vier Modulen zusammen, in denen literarische und kulturelle Entwicklungen der Gegenwart in Theorie und Praxis bearbeitet werden. Auf dem Studienplan stehen deutsche Literaturgeschichte und -theorie sowie Analysen der Popkultur. Daneben üben Studierende das Schreiben von Essays, Rezensionen, Features und Interviews ein. Sie organisieren selbstständig Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen. Der Masterteilstudiengang ist nicht zulassungsbeschränkt und kann im Sommer- und Wintersemester begonnen werden. Für die Lehre im Bereich Kulturmanagement ist Stephan Opitz, Honorarprofessor an der CAU, verantwortlich.

Kontakt:
Prof. Dr. Stephan Opitz
Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien
Tel.: 0431/880-2325
E-Mail: sopitz@ndl-medien.uni-kiel.de



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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Text / Redaktion: Denis Schimmelpfennig