CAU - Universität Kiel
Sie sind hier: StartseitePressePressemeldungsarchiv bis Mai 2018Nr. 306 / 2013

Pressemeldung Nr. 306/2013 vom 24.10.2013 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Dies ist das Archiv der alten Pressemeldungen (bis Mai 2018)
Zu den neuen Meldungen

Das Ende der Wissenschaft und darüber hinaus

Giuseppe Testa spricht am 8. November über Natürlichkeit und Künstlichkeit



Könnte Wissenschaft am Ende sein, weil Forscherinnen und Forscher die meisten Antworten bereits gefunden haben oder weil die Gesellschaft die Kosten für neue Erkenntnisse nicht mehr aufbringen kann? Beide Annahmen greifen zu kurz, meinen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler heute. Denn die Wissenschaft kann Materie nicht nur beobachten und beschreiben, sondern auch manipulieren und patentieren. Sie kann neue Optionen zur Gestaltung unserer Zukunft bereitstellen. Sie interveniert in der Welt, um sie zu beforschen und fordert uns als Gesellschaft heraus, den Umgang mit Werkzeugen aus Laboren – wie die DNA Analyse oder die Früherkennung genetischer Störungen – zu regulieren.

Eine Einstimmung in dieses Thema bot im vergangenen Jahr die öffentliche Tagung „The End of Science and Beyond“. Am Freitag, 8. November, lädt das Präsidium der Kieler Universität die Öffentlichkeit zu einem Anschlussvortrag ein. Der Molekulargenetiker und Wissenschaftstheoretiker Giuseppe Testa wird in seinem Beitrag die Grenzziehung zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit in erfrischender und radikaler Weise hinterfragen, indem er dabei hilft, die Fiktion der Natürlichkeit völlig aufzugeben und eine Koexistenz von Mensch und Artefakt zuzulassen. Wir erfinden Kategorien, die das Individuum und die Gesellschaft neu definieren, sagt Testa. Die Biologie beschreibt er dabei als besonders prägnantes Beispiel für ein allgemeineres Phänomen: Für das Zusammentreffen von Kapital und Wissenschaft und für das öffentliche Interesse an Forschung. Erforderlich seien aber neue Modelle, die öffentliches Engagement in der Gestaltung biologischer und medizinischer Innovationen erlauben.

Alle Interessierten sowie Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen. Der Vortrag findet in englischer Sprache statt. Im Anschluss wird Giuseppe Testa seine Ergebnisse auf Deutsch zusammenfassen und Fragen beantworten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Wichtigste in Kürze:
“So long as men can breathe or eyes can see: Kein Ende der Wissenschaft”
Datum: 8.11.2013
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: Kiel, Olshausenstraße 40, Norbert-Gansel-Hörsaal

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
Bitte beachten Sie dabei unsere ► Hinweise zur Verwendung

Zum Vergrößern anklicken

Professor Dr. med. Giuseppe Testa, MD, PhD, MA, hat seinen Doktorgrad in der Medizin erworben, promovierte in Molekular- und Zellbiologie und absolvierte seinen Master of Arts in Ethik und Recht des Gesundheitswesens. Er war Gastdozent am Berlin Institute of Advanced Studies in Berlin und am Program on Science Technology and Society at the Kennedy School of Government of Harvard University in Cambridge. Professor Testa ist Leiter der klinischen Prüfung und Direktor des Forschungslabors für Stammzellepigenetik des Europäischen Instituts für Onkologie und der Europäischen Fakultät für Molekularmedizin (SEMM) in Mailand.
Foto: Privat

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2013/2013-306-1.jpg


Zum Veranstaltungsplakat:
www.uni-kiel.de/download/pm/2013/2013-306-plakat.pdf

Kontakt:
Prof. Dr. Heidrun Allert
Medienpädagogik/Bildungsinformatik
Telefon: 0431 880-2956
E-Mail: allert@paedagogik.uni-kiel.de
Web: www.uni-kiel.de/science-congress



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
E-Mail: presse@uv.uni-kiel.de
Text / Redaktion: ► Claudia Eulitz