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Pressemeldung Nr. 319/2013 vom 31.10.2013 | RSS | zur Druckfassung | Suche

200 Jahre Frieden von Kiel

Ringvorlesung „Der Kieler Frieden und seine Folgen“ startet


Der Geruch von Schießpulver lag den Vertretern der Kriegsparteien Dänemark, Schweden, Großbritannien noch in den Nasen, als sie sich am 14. Januar 1814 in Kiel trafen, um den Friedensvertrag zu unterzeichnen. Sieben Jahre lang hatten sie zuvor im Zuge der Napoleonischen Kriege gegeneinander gekämpft, bis Dänemark am Ende unterlag. Im Januar 2014 feiern die Landeshauptstadt Kiel und das Land Schleswig-Holstein den zweihundertsten Jahrestag des Kieler Friedens. Pünktlich zum 200-jährigen Jubiläum veranstalten das Historische Seminar und das Institut für Skandinavistik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) eine Ringvorlesung. Sie begleitet die Feierlichkeiten der Stadt und des Landes im aktuellen Wintersemester wissenschaftlich und leitet in das Thema ein. Der nächste Vortrag findet am Dienstag, 19. November, statt und behandelt das „Nationale in der Sprachwissenschaft“ anhand der Beispiele Dänisch und Norwegisch. Am Dienstag, 3. Dezember, geht es dann um den Hunger während des „Schwedenwinters“ in den Jahren 1813 und 1814. Die Vortragsreihe ist öffentlich und kostenfrei.

„Die Napoleonischen Kriege begannen für die dänische Monarchie mit einem Paukenschlag“, erklärt Professor Martin Krieger, einer der Veranstalter der Ringvorlesung. „Im Frühjahr 1801 griffen britische Kriegsschiffe unter Admiral Nelson die dänische Flotte auf der Kopenhagener Reede an. Aber erst sechs Jahre später wurde die bis dahin mehr oder weniger neutrale dänische Monarchie endgültig in jene große europäische Auseinandersetzung hineingezogen – die dänische Hauptstadt erlebte ein bis dahin für unvorstellbar gehaltenes Bombeninferno.“ Der Krieg wurde aber auch nach Schleswig-Holstein, Norwegen und in die Kolonien am anderen Ende der Welt getragen. Dadurch erlebten die Menschen eine Zeit des Hungers, der Kälte und der Not. Am Ende war Dänemark bankrott. „Nach langen Kriegsjahren trafen sich schließlich im Januar 1814 in Kiel die Abgesandten Großbritanniens, Schwedens und Dänemarks und schlossen Frieden“, so Krieger. Und weiter: „Dänemark hatte einen hohen Preis zu zahlen: Norwegen mit seinen reichen Rohstoffvorkommen musste an Schweden abgetreten werden, und über Helgoland wehte fortan der Union Jack.“

Das Wichtigste in Kürze:
Was: Ringvorlesung „Der Kieler Frieden und seine Folgen“
Wann: jeweils dienstags, 18:15 Uhr
Wo: Leibnizstraße 8, Historisches Seminar, HS 125, 24118 Kiel

Das Vorlesungsprogramm finden sie hier:
www.uni-kiel.de/download/pm/2013/2013-319-kieler-frieden.pdf
Kontakt:
Prof. Dr. Martin Krieger
Tel: 0431/880-2298
E-Mail: krieger@email.uni-kiel.de



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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Text / Redaktion: Sebastian Maas