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Pressemeldung Nr. 338/2013 vom 08.11.2013 | RSS | zur Druckfassung | Suche

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Kieler Universität sichert Qualität in Studium und Lehre


Auf ihrem Weg zu einem universitätsweiten Qualitätsmanagement in Studium und Lehre hat die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) einen wichtigen Meilenstein gemeistert. Bisher müssen die derzeit 187 Studiengänge der Landesuniversität einzeln das mühsame Verfahren vom Grobkonzept über Studienausschuss und Konvent der Fakultäten bis zum zentralen Studienausschuss, Ministerium und weiteren Universitätsgremien sowie eine Akkreditierungsagentur durchlaufen. Die Zulassung zur Systemakkreditierung durch die Agentur evalag, die die Landesuniversität kürzlich erhalten hat, verspricht künftig weniger Bürokratie und mehr Effizienz.

„Mit der Zulassung zur Systemakkreditierung hat die Kieler Universität die erste große Hürde für die Erlangung des Siegels einer systemakkreditierten Hochschule genommen“, freut sich Professor Frank Kempken, Vizepräsident der CAU, über die Früchte des lang vorbereiteten und in vielen Abstimmungsrunden diskutierten Antrags. „Als nächstes wird unser Zertifizierungsverfahren über mehrere Jahre intensiv auf Herz und Nieren geprüft. Wenn wir diese Prüfungsphase überstanden haben, werden wir wesentlich selbstständiger und flexibler in der Lehre agieren können.“

Gute Vorbereitung zahlt sich aus


In den vergangenen zwei Jahren hat die CAU verstärkt am Ausbau ihres Qualitätsmanagements in Studium und Lehre gearbeitet. So hat der akademische Senat im Sommer neben dem Antrag für die Systemakkreditierung das gemeinsame Qualitätsverständnis „Aspekte guter Lehre“ beschlossen. Diese Grundsätze stellen den Ausgangspunkt für alle Aktivitäten im Bereich Lehre dar und bieten den Hochschulmitgliedern eine Orientierung. Die Vermittlung von wissenschaftsbasierten und transferfähigen Inhalten steht dabei im Fokus. Das heißt, die Studierenden sollen dazu befähigt werden, ihr Denken und Handeln selbstständig vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Kontextes zu reflektieren sowie zur Lösung aktueller und zukünftiger gesellschaftlicher Probleme beizutragen.

Außerdem wurden alle bereits vorhandenen und etablierten Qualitätssicherungsinstrumente, beispielsweise die Studierendenumfrage „Wie kommt der Bachelor an?“, fachspezifische Lehrberichte, Studien unter Absolventinnen und Absolventen, auf ihre Tauglichkeit im neuen Akkreditierungssystem überprüft. „Ein funktionstüchtiger Qualitätskreislauf ist das Resultat, mit dessen Hilfe wir jetzt das bereits hohe Niveau der Lehre an der CAU systematisch weiterentwickeln können“, erklärt Julia Jetter, Leiterin des Geschäftsbereichs Qualitätsmanagement an der CAU.

Viele Vorteile für Viele


Wesentliche Vorteile einer Systemakkreditierung für die Kieler Universität sind vereinfachte Strukturen und der Abbau von Bürokratie. Die vielen Abstimmungsphasen, die ein neuer Studiengang bisher durchlaufen musste, konnten in Einzelfällen bis zu vier Jahren dauern. Und dann hatte noch keine Studentin und noch kein Student im Hörsaal Platz genommen. Durch die neuen Möglichkeiten, die die Systemakkreditierung der Hochschule bietet, können Prozesse deutlich schlanker gestaltet werden. So ist die CAU nun in der Lage, selbstständig die Qualität ihrer Studiengänge zu prüfen und weiterzuentwickeln und sie ist nicht mehr abhängig von externen Agenturen. „Besonders die Phase, in der die Agenturen akkreditiert haben, hat immer wieder zu Verzögerungen mangels ausreichender Gutachterinnen und Gutachter geführt. Dadurch musste der Start eines neuen Studiengangs auch schon mal um ein ganzes Jahr verschoben werden.“

Mit großen Schritten zur Unabhängigkeit


Nachdem mit der Zulassung der erste wichtige Schritt hin zur systemakkreditierten Universität genommen wurde, wird die CAU im Sommersemester 2014 das Hauptverfahren zur Systemakkreditierung eröffnen. Dann prüft zunächst die betreuende Agentur die bestehenden Prozesse für die Einrichtung neuer Studiengänge. Dazu gehören auch stichprobenartige Evaluationen von einzelnen Studiengängen, die die Wirksamkeit der neuen Verfahren auch in die Tiefe der Universitätsstrukturen kontrollieren werden.

„Durch die positive Rückmeldung der Agentur evalag im Zulassungsverfahren und die einhellige Zustimmung des Senats zu den neuen Konzepten fühlen wir uns sehr gut gerüstet für das weitere Hauptverfahren“, betont Kempken. Und weiter: Ein solches universitätsweites Großprojekt könne nur funktionieren, wenn alle Mitglieder der CAU sich auch angemessen einbringen können. Das Qualitätsmanagement der Kieler Universität werde daher auch weiterhin alle Folgeschritte eng mit den Beteiligten abstimmen, damit der Prozess weiter so erfolgreich gemeistert werden könne wie bisher.

unizeit-Beitrag zur Systemakkreditierung:
www.uni-kiel.de/unizeit/index.php?bid=690402

„Aspekte guter Lehre“:
www.uni-kiel.de/qm/de/qualitaetsverstaendnis-pdf



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