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Pressemeldung Nr. 54/2014 vom 25.02.2014 | zur Druckfassung | Suche

Uni Kiel: Gleichstellung fest im Blick

Erste Professur im Bund-Länder-Professorinnenprogramm II vergeben


Mit 18 Prozent Frauen bei den W2- und W3-Professuren bis 2018 hat sich die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ein ambitioniertes Gleichstellungsziel gesetzt. Ihr Gleichstellungskonzept wurde im Professorinnenprogramm (PP) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erneut positiv bewertet. Für die zweite Förderperiode konnte die Kieler Universität deshalb die Höchstförderung von drei Professorinnen einwerben. Am Montag, 24. Februar, ernannten CAU-Vizepräsidentin Professorin Birgit Friedl und Professor Ulrich Stephani, Dekan der Medizinischen Fakultät, die erste Professorin aus dem Programm. Sie gehört zu den bundesweit ersten Professorinnen in der zweiten Förderperiode. „Wir beglückwünschen Frau Professor Hertrampf und heißen sie herzlich im Kreis der CAU-Kolleginnen und -Kollegen willkommen“, so Friedl und Stephani.

Bei ihrer Ernennung berichtete Hertrampf, Zahnmedizinerin an der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (UKSH, Campus Kiel), von ihren geplanten und laufenden Forschungsvorhaben innerhalb ihrer Professur für Prävention und Versorgung in der Zahnheilkunde: „Ganz wichtig ist mir die Versorgungsforschung, die in der Zahnmedizin in Deutschland bereits eine gute Tradition hat, aber im onkologischen Bereich sowohl für die Früherkennung als auch bei der Nachsorge noch nicht ausreichend thematisiert wird.“ Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Fachbereiche hat sie im Jahr 2012 eine erfolgreiche Aufklärungskampagne zum Thema Mundkrebs gestartet und sich seither aktiv für die Prävention von Mundkrebs eingesetzt. Das Thema Nachsorge will sie zusammen mit anderen Fachdisziplinen beispielsweise mithilfe von Studien über die Beeinträchtigung des Sprechvermögens oder über die Lebensqualität von Betroffenen erforschen. Hertrampf: „Die Versorgungsforschung schließt sich damit an die klinische Forschung an. Hier erforschen wir sozusagen unter Alltagsbedingungen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse aus der klinischen Forschung für die praktische Gesundheitsversorgung übersetzt werden können.“

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(von links) Birgit Friedl, Katrin Hertrampf und Ulrich Stephani.
Foto/Copyright: Claudia Eulitz, Uni Kiel

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Hintergrundinformationen:
In der zweiten Runde des Professorinnenprogramms des Bundes und der Länder konnte die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) die erfolgreiche Umsetzung ihres Gleichstellungskonzeptes dokumentieren und ist damit wie in der ersten Runde berechtigt, Anträge für die Förderung von bis zu drei Professuren zu stellen. Die Förderung erfolgt auf sogenannte Vorgriffsprofessuren. Bei diesen wird eine Professorin gefördert, die im Vorgriff auf eine später freiwerdende oder später neu zu schaffende Professur, an die CAU berufen wird. Die Kosten für die Professur und eine für ihr Projekt benötigte wissenschaftliche Mitarbeiter- oder Mitarbeiterinnenstelle werden für maximal fünf Jahre je zur Hälfte von Bund und Land getragen.

Der Erfolg der Umsetzung des Gleichstellungskonzeptes der Kieler Universität wurde im letzten Jahr von einer Gutachterkommission des BMBF festgestellt. Hervorgehoben wurden unter anderem die Etablierung von via:mento, einem fakultätsübergreifenden Mentoring-Programm für promovierte Wissenschaftlerinnen, die Erhöhung des Frauenanteils bei den abgeschlossenen Habilitationen von 23 Prozent (2007) auf 40 Prozent (2012) sowie die Verabschiedung einer neuen Berufungsverfahrenssatzung, die effektive Regelungen zu mehr Chancengerechtigkeit und Transparenz in Berufungsverfahren aufweist.



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Text / Redaktion: ► Claudia Eulitz