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Pressemeldung Nr. 58/2014 vom 26.02.2014 | zur Druckfassung | Suche

Guter Start für "Horizon 2020"

Wissenschaftsstaatssekretär Rolf Fischer: "Hochschulen haben hohes Interesse, die Chancen des Förderpakets zu nutzen"


Seit Jahresbeginn setzt die Europäische Union in der Wissenschaftspolitik neue Akzente. "Horizon2020", das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation bis 2020, soll mit einem Fördervolumen von insgesamt über 70 Milliarden Euro die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union verbessern und zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. "Die Hochschulen in Schleswig-Holstein haben spürbar ein hohes Interesse, die Chancen des neuen Förderpakets zu nutzen", stellte Wissenschafts-Staatssekretär Rolf Fischer kurz nach dem Programmstart fest. Mit Unterstützung des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft wurden bislang acht Informationsveranstaltungen zu "Horizon2020" von der Investitionsbank Schleswig-Holstein und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel organisiert. Mehrere hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich über die Ausschreibungen in so unterschiedlichen Themenbereichen wie etwa der Meeresforschung oder den Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften. Durch die Einbindung weiterer Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Landes konnten viele Forscherinnen und Forscher gezielt erreicht werden.

Fischer nutzte den Programmstart auch für einen Rückblick auf das 7. Forschungsrahmenprogramm der EU, das zwischen 2007 und 2013 ein Fördervolumen von insgesamt 54 Milliarden Euro hatte. Davon seien rund 100 Millionen Euro nach Schleswig-Holstein vergeben worden. Am stärksten vertreten waren dabei die Medizinforschung und die Umweltforschung, zu der bisher die Meeresforschung gehörte. In „Horizon2020“ hat die Meeresforschung - auch auf Betreiben des schleswig-holsteinischen Wissenschaftsministeriums - ein eigenes Gewicht erhalten. „Der höhere Stellenwert der Meeresforschung ist angesichts der großen Chancen und Herausforderungen auf diesem Gebiet mehr als gerechtfertigt“, so Fischer.

Er sei zuversichtlich, dass die Beteiligung Schleswig-Holsteins an der europäischen Forschungsförderung in den kommenden Jahren weiter steige. Dass hier noch „Luft nach oben“ sei, zeige ein Blick auf den Bundesvergleich beim Einwerben europäischer Fördermittel für Forschung. Dort belegt Schleswig-Holstein zurzeit den 13. Platz, hinter anderen kleinen Bundesländern wie den Hansestädten Hamburg und Bremen. Die Zahlen zeigten auch, dass das zeitaufwändige Antragsverfahren der EU bisher vor allem große Hochschulen und Forschungseinrichtungen begünstigte. Mit „Horizon2020“ soll das Verfahren vereinfacht werden. „Dies wird hoffentlich die Hürde für die kleineren Hochschulen im Lande absenken“, erwartet der Staatssekretär.

Gezielte Auskünfte zu „Horizon2020“ erhalten Interessierte entweder in den Verwaltungen ihrer Hochschulen und Forschungseinrichtungen, beim European Entreprise Network der Investitionsbank Schleswig-Holstein (www.een-hhsh.de) oder bei den Nationalen Kontaktstellen der Bundesregierung ( www.eubuero.de).

Verantwortlich für diesen Pressetext: Thomas Schunck
Ministerium für Bildung und Wissenschaft
Brunswiker Straße 16-22, 24105 Kiel

An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) konnten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Programmstart "Horizon2020" in gleich drei Veranstaltungen informieren über EU Fördermöglichkeiten in den Sozial- Wirtschafts- und Geistenswissenschaften, über die Programme des European Research Councils und über die Europäischen Graduiertenkollegs (Initial Training Networks). Vertreterinnen und Vertreter der Nationalen Kontaktstellen wurden dabei tatkräftig von CAU und anderen Forschenden unterstützt, um Teilnehmenden nicht nur die Theorie der Programme, sondern auch die Praxis eines EU Projekts zu vermitteln. Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich somit grundlegende Informationen zu den verschiedenen Förderformaten beschaffen und in regen Diskussionen Erfahrungsberichte von EU-Gutachterinnen und -Gutachtern und erfolgreichen EU Antragstellen erhalten. Die Veranstaltungen wurden vom EU Office der Kieler Universität organisiert.



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