CAU - Universität Kiel
Sie sind hier: StartseitePressePressemeldungsarchiv bis Mai 2018Nr. 73 / 2014

Dies ist das Archiv der Pressemeldungen (bis Mai 2018)  Zu den neuen Meldungen

Pressemeldung Nr. 73/2014 vom 13.03.2014 | zur Druckfassung | Suche

Klimaneutral bis 2030: Kieler Uni legt neues Klimaschutzkonzept vor


Als erste Hochschule in Deutschland hat die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) innerhalb der Klimaschutzinitiative der Bundesregierung ein Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept erstellen lassen. Die zentrale Aussage ist: die heutige CO2-Bilanz der Hochschule lässt sich um über 80 Prozent verbessern. Das Konzept schafft damit die Grundlage für zeitgemäße und zukunftsfähige Umwelt- und Klimaschutzprojekte an der Landesuniversität. Das ehrgeizige Ziel: bis 2030 klimaneutral sein.

„Die Frage ist, wie wir den Spagat zwischen wissenschaftlicher Vorreiterrolle und nachhaltiger Vorbildfunktion meistern können“, erklärt Frank Eisoldt, Kanzler und zentraler Umweltmanagementbeauftragter der CAU, die Anforderungen an das Klimaschutzkonzept. Denn Spitzenforschung und -lehre brauchen Energie, und davon jährlich mehr. Deshalb stellt das Klimaschutzkonzept die Senkung des Energieverbrauchs in den Mittelpunkt und gibt Empfehlungen für kurz-, mittel- und langfristige Aktivitäten. Während der Wärmeenergieverbrauch in den letzten Jahren einigermaßen stabil geblieben ist, steigt der Stromverbrauch auf dem Campus stetig an. „Die Nutzung immer umfassenderer Informationstechnologien hat ihren Preis“, sagt der CAU-Umweltmanager Dr. Norbert Kopytziok. Das gelte sowohl für die in der Wissenschaft zunehmend benötigten Großrechner, als auch für die zahlreichen Laptops der Studierenden.

Laut Konzept, das vom Ingenieurbüro für Entwicklung und Anwendung umweltfreundlicher Technik GmbH erstellt wurde, kann die Universität über 80 Prozent der derzeit rund 25.000 Tonnen CO2 jährlich einsparen. Ein Drittel davon allein, indem man auf dezentrale Energieversorgung mit Blockheizkraftwerke umstelle. Aber nicht nur große Investitionen führten zu einem kleineren ökologischen Fußabdruck. Immerhin rund zehn Prozent Strom könnten Forschende, Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch leichte Verhaltensänderungen und die Beschaffung energieeffizienter Geräte einsparen. Grund genug für die Universität, eine Energiesparkampagne ins Leben zu rufen. Im sogenannten „klik“-Koordinationsbüro können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten lassen, wie sie Energie im Arbeitsalltag einsparen können: „Vorhandene Anlagen können besser ausgelastet werden, Räume optimal gelüftet und klimatisiert werden“, zählt Kopytziok Beispiele auf.

Neben diesen direkten Aktivitäten schaut die Uni, wie sie ihre Öko-Bilanz auch indirekt verbessern kann. Denn viele der etwa 3.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie einige der rund 24.000 Studierenden kommen mit dem Auto zum Arbeitsplatz beziehungsweise Hörsaal. Um herauszukriegen, ob und wenn ja, wie sich das Mobilitätsverhalten der Universitätsmitglieder umweltfreundlicher gestalten lässt, wird aktuell in Zusammenarbeit mit dem Bremer „Büro für Verkehrsökologie“ ein umfassendes Mobilitätskonzept erstellt.

Mehr Informationen unter:
www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
Bitte beachten Sie dabei unsere ► Hinweise zur Verwendung

Zum Vergrößern anklicken

Großrechner im Rechenzentrum der CAU verbrauchen viel Energie: Mit ihrem neuen Klimaschutzkonzept will die Uni Kiel Strom einsparen und Umweltprojekte starten.
Foto/Copyright: Jürgen Haacks/CAU

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2014/2014-073-1.jpg


Kontakt:
klik – klima konzept 2030
Dr. Norbert Kopytziok
Tel.: 0431/880 5400
E-Mail: nkopytziok@uv.uni-kiel.de



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
E-Mail: ► presse@uv.uni-kiel.de
Text / Redaktion: Denis Schimmelpfennig