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Pressemeldung Nr. 116/2014 vom 28.04.2014 | zur Druckfassung | Suche

Angelika Volquartz erhält Ehrenbürgerwürde der Kieler Universität


„In Anerkennung und dankbarer Würdigung ihrer Leistungen für Bildung, Wissenschaft und Forschung im Land Schleswig-Holstein und ihrer großen Verdienste um die guten Beziehungen zwischen der Universität und der Landeshauptstadt Kiel sowie ihres außerordentlichen Engagements bei der Entwicklung innovativer Strukturen und gesellschaftlicher Vernetzung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel“ (CAU) verlieh die Landesuniversität Schleswig-Holsteins am Montag, 28. April, die Ehrenbürgerwürde an Angelika Volquartz. Über 100 Gäste nahmen an dem Festakt in der Kunsthalle zu Kiel teil.

In seiner Laudatio würdigte Professor Gerhard Fouquet, Präsident der Kieler Universität, das „unermüd­liche Wirken einer bemerkenswerten Förderin“ der Landesuniversität: „Als Oberbürgermeisterin hat sie im Bewusstsein um den irreversiblen Strukturwandel Kiels von der Industrie- zur Wissens- und Kreativ­stadt gezielt dafür geworben, dass sich die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt zu ihrer Universität mit vielen engagierten Menschen und großem Potenzial für die weitere Entwicklung der Landeshauptstadt bekennen. In Angelika Volquartz haben wir eine uns lang verbundene, nachweislich anerkannte und ausgezeichnet vernetzte Fürsprecherin. Wir möchten die Trägerin des Verdienstordens des Landes Schleswig-Holstein und Kämpferin für Bildungsfragen in Anerkennung ihrer außergewöhn­lichen Leistungen deshalb zur Ehrenbürgerin der Landesuniversität machen.“

Professor Peter Herzig, Direktor des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, hielt eine Festrede zur „Kieler Meeresforschung – Zukunft aus Tradition“ und betonte seine enge Verbundenheit mit der vielfach ausgezeichneten und frisch gebackenen Ehrenbürgerin: „Frau Volquartz war die erste, die mich vor 10 Jahren hier in Kiel sehr freundlich begrüßt hat – seitdem verbindet uns eine gegenseitige Wertschätzung.“

Anlässlich ihrer Ehrung sagte Angelika Volquartz: „Die Christian-Albrechts-Universität und eine Reihe von Instituten machen die Landeshauptstadt Kiel zu einem herausragenden Ort der Wissenschaft und der Forschung. Als Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages und als Mitglied des Deutschen Bundestages im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technologiefolgenabschätzung sowie als BAFÖG-Berichterstatterin habe ich Hochschulpolitik verantwortlich mitgestaltet. Als Oberbürgermeiste­rin war ich mir der Bedeutung unserer CAU für die Landeshauptstadt und darüber hinaus bewusst. Auch in Zukunft werde ich alles daran setzen, meinen Dank durch die Tat abzustatten, zum Besten der Christian-Albrechts-Universität, die vor großen Aufgaben steht und vor einer großen Herausforderung.“

Der Senat der Universität verleiht die Ehrenbürgerwürde an Personen und insbesondere an Stifterinnen und Stifter, die sich um die Universität in besonderer Weise verdient gemacht haben. Bisher wurden über 35 Persönlichkeiten diese höchste Auszeichnung der Kieler Universität verliehen. Zu den Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürgern der Kieler Universität zählen unter anderem Professor Klaus Murmann (2011) und Professor Frederik Paulsen (2010), aber auch ehemalige Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel wie Norbert Gansel (2003), Günther Bantzer (1981) oder Hans Müthling (1965).

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Angelika Volquartz erhält die Ehrenbürgerwürde.
Foto, Copyright: Jürgen Haacks, Uni Kiel

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Gerhard Fouquet übergibt die Urkunde an die Ehrenbürgerin Angelika Volquartz.
Foto: Chistina Kloodt, Copyright: Uni Kiel

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Hintergrund zur Person:

Angelika Volquartz, geboren am 2. September 1946 in Uelzen, hat an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Fächer Biologie und Geographie auf Realschullehramt studiert. Nach ihrem Referendariat war sie an mehreren Kieler Realschulen tätig, unter anderem von 1985 bis 1992 als Leiterin der Freiherr-vom-Stein-Schule.

Von 1990 bis 1992 war sie Mitglied in der Kieler Ratsversammlung. Als Lehrerin engagierte sie sich dort besonders in Fragen von Bildung und Erziehung, Familien-, Jugend- und Sozialarbeit. Seit 1992 gehörte sie dem Landtag Schleswig-Holstein an, bis sie 1998 in den Deutschen Bundestag gewählt wurde. Dort war sie unter anderem Mitglied des Ausschusses für Bildung, Wissenschaft, Forschung, Technologie und Technikfolgenabschätzung. Ihr Bundestagsmandat legte sie nach der Wahl zur Kieler Oberbürgermeisterin nieder.

Am 16. März 2003 wurde sie zur ersten Oberbürgermeisterin der schleswig-holsteinischen Landes­hauptstadt gewählt. Dieses Amt hatte sie bis zum Jahr 2009 inne. Während dieser Zeit machte Angelika Volquartz das Verhältnis der Hochschulen, insbesondere die Beziehungen zwischen Universität und Stadt, zur Chefinnensache. Der Ausbau der Kinderbetreuung in Kiel, auch im Bereich der Universität, war ihr eine Herzensangelegenheit. Weiter richtete Angelika Volquartz ein Hochschul­referat im Rathaus ein und initiierte regelmäßige Spitzengespräche zwischen der Stadt- und der Hochschulleitung, die bis heute Bestand haben und einen guten Informationsaustausch über beiderseitige Belange gewährleisten.

In ihre Amtszeit fielen wesentliche Entscheidungen, die die Beziehungen zwischen Stadt und Univer­sität nachhaltig verbesserten. Dazu gehört, dass sie früh die Bedeutung eines guten Zusammenwirkens zwischen Wissenschaft und Wirtschaft erkannte und die Gründung des Wissenschaftsparks und des Wissenschaftszentrums mit Nachdruck vorantrieb. Ihr Interesse für junge Menschen und die Unterstüt­zung der Hochschulen mündete 2006 in der Einführung eines Begrüßungsgeldes für Studierende. Unter ihrer Regie bewarb sich die Landeshauptstadt Kiel als „Stadt der jungen Forscher“, die dann im Jahr 2011 Wirklichkeit wurde.

Seit ihrem Ausscheiden als Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Kiel im Jahr 2012 engagiert sich Angelika Volquartz weiter für soziale Projekte und die Universität. 2012 stellte sie sich öffentlich bei der Kampagne zum „Zukunftspakt Hochschulen“ hinter die Forderung der Hochschulen im Land, dass diese dringend besser ausfinanziert werden müssten. Außerdem sammelt Angelika Volquartz unermüdlich Spenden für Charity-Projekte. Sie ist Präsidentin des Freundeskreises McDonald’s Kinderhilfe und setzt sich für das Ronald McDonald Elternhaus in Kiel ein. Als Ehrenmitglied der Stiftung Kinderherz unterstützt Angelika Volquartz Projekte des Kinderherzzentrums Kiel. Sie ist Vorsitzende des Kuratoriums der Hospiz Kieler Förde-Stiftung und Patin des Mehrgenerationenhauses in Kiel-Gaarden, das sie 2008 mitbegründet hat. Als Schirmherrin des Projekts „USCH.I”, bei dem junge Mütter ihren Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife nachholen können, genießt sie hohe Anerkennung. Überdies engagiert Volquartz sich im Kuratorium Frauennotruf Kiel und setzt sich im Verein Zonta für eine Verbesserung der Stellung der Frauen ein. Sie ist Ehrensenatorin des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Mitglied des Kuratoriums der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und seit 28. April 2014 ist sie Ehrenbürgerin der Landesuniversität.



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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Text / Redaktion: ► Claudia Eulitz