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Pressemeldung Nr. 153/2014 vom 26.05.2014 | zur Druckfassung | Suche

Internationales Hochschulseminar „Repenser l’Europe – Europa neu denken“


Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Eurokrise hat sich die Sicht der Bürgerinnen und Bürger auf Europa in den letzten Jahren verändert, doch nur im Sinne einer Vertrauenskrise? Um nun herauszufinden, welche Sichtweisen die junge Generation auf ihr heutiges Europa hat, haben sich rund 40 Studierende von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und vom Institut d’Études Européennes der Universität Paris 8 mit Schülergruppen aus Kiel und Hamburg zu einem internationalen Hochschulseminar zusammen getan. Das Seminar fand Anfang April unter dem Motto „Repenser l’Europe – Europa neu denken“ statt. An der Projektwoche, die durch das Deutsch-Französische Jugendwerk und durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius gefördert wurde, haben sich damit insgesamt weit mehr als 100 junge Menschen beteiligt.

Gemeinsam mit den Studierenden erarbeiteten sie Thesen für die Gestaltung eines neuen Europas, zugleich leisteten sie eine Bestandsaufnahme darüber, was Europa für junge Menschen heute bedeutet. „Die Teilnehmenden diskutierten beispielsweise über die Frage, inwiefern sich die Funktionen der EU seit ihrer Gründung gewandelt haben, und kamen zu dem Schluss, dass diese Gemeinschaft mittlerweile weit über die kulturelle und politische Dimension als ‚Europa der Eliten‘, das heißt der Politiker, der Finanz- und Wirtschaftsleute, der Intellektuellen, hinausgeht. Sie ist vielmehr zu einem Raum geworden, den sie als Bürgerinnen und Bürger individuell mitgestalten können“, erklärt Projektleiter Professor Javier Gómez-Montero von der CAU. „Es ist heute gleichwohl notwendig, die Gründungszeiten der Idee eines politischen Europas und dessen kulturelle Grundlagen zu erörtern, um die dringenden Fragen des Zusammenhalts und des Miteinanders, der Solidarität und der Bewältigung neuer Herausforderungen anzugehen.“ Und ganz konkret fügt Gómez-Montero hinzu: „Die jungen Menschen lassen keinen Zweifel daran, dass Europa für sie ein Ort der Begegnung und der Kommunikation ist und nicht eine Festung des Wohlstands für einige Privilegierte.“

Die zahlreichen Fachvorträge, unter anderem zu den Themen „Vertrauenskrise-die EU und ihr Verhältnis zu den Bürgerinnen und Bürgern“, „L’Identité de l’Europe“ und „Europa im Wandel“, gewährten Einblicke in Probleme und Chancen Europas heute und stellten die Grundlage für weiterführende Diskussionen zu politischen gesellschaftlichen, anthropologischen, literarischen und sonstigen kulturellen Fragen dar, die bei der Überwindung der derzeitigen Krise zu berücksichtigen wären. Im kommenden Jahr wird der zweite Teil des Seminars voraussichtlich in Paris stattfinden.

Studierende und Dozentinnen und Dozenten stehen für Gespräche zur Verfügung.

Weitere Informationen unter:
www.uni-kiel.de/gomez-montero/seminaires-franco-allemands/repenser.html

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Foto: Javier Gómez-Montero

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Kontakt:
Prof. Dr. Javier Gómez-Montero
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Romanisches Seminar
Tel.: 0431-880-1526, -3339
E-Mail: gomez-montero@romanistik.uni-kiel.de



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