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Pressemeldung Nr. 237/2014 vom 30.07.2014 | zur Druckfassung | Suche

Kieler Forscher für wissenschaftliche Kooperation ausgezeichnet

Wie können Akkus länger und umweltverträglicher Energie speichern?


Ein Forschungsteam unter der Leitung von Professor Wolfgang Bensch untersucht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) verschiedene Elektrodenmaterialien für Lithium-Ionen-Akkus. Ziel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist die Entwicklung von leistungsfähigeren und umweltfreundlicheren Akkus. Die wissenschaftlichen Ergebnisse einer Kooperation mit dem Karlsruhe Institute for Technology (KIT) wurde jetzt als Highlight des Jahres 2012/2013 ausgezeichnet. Das KIT wertete mit dieser Auszeichnung zum zweiten Mal die erfolgreichsten Publikationen aus, die teilweise auch durch Kooperationen mit anderen Instituten entstanden.

Das Kieler Wissenschaftsteam untersuchte gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des KIT an der Angströmquelle Karlsruhe (ANKA) die Reaktion von Lithium mit Kupfer-Chrom-Selenid, einem möglichen Elektrodenmaterial für Lithium-Ionen-Akkus. Die präzisen Analysemöglichkeiten am ANKA erlaubten es dem Team, die Reaktion zwischen dem Elektrodenmaterial und Lithium außerordentlich detailliert zu untersuchen. Professor Bensch, Institut für Anorganische Chemie an der CAU, lobte die gelungene Kooperation: „Wir haben durch die sehr gute Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in Karlsruhe spannende neue Einblicke in die Reaktionsmechanismen von Akku-Elektrodenmaterialien erhalten“.

Das Team um Professor Bensch beschäftigt sich mit der Energiespeicherung und untersucht Materialien für die potentielle Anwendung in Akkus. Bisherige Materialien wie beispielsweise Lithium und Kobalt sind zwar weltweit verbreitet, aber nur in wenigen Lagerstätten konzentriert. Materialien für zukünftige Akkus sollten daher verfügbar, bezahlbar und umweltfreundlich sein. „Außerdem streben wir natürlich verlängerte Akkulaufzeiten an“, beschreibt Bensch die weiteren Ziele seiner Forschung. „Durch die Kooperation mit dem KIT sind wir dem Grundverständnis, welche Materialien sich für diese Anwendungen eignen, wieder einen Schritt näher gekommen.“

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Für die Untersuchungen werden Testbatterien verwendet, so genannte in situ-Zellen. Damit werden die Reaktionen in der Batterie während des Entlade- und Ladevorgangs beobachtet. Die Zellen haben einen Durchmesser von rund vier Zentimetern.
Foto: Sylvio Indris, KIT

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Kontakt:
Professor Dr. Wolfgang Bensch
Institut für Anorganische Chemie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Tel.: 0431/880-2091
E-Mail: wbensch@ac.uni-kiel.de



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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Text / Redaktion: Dr. Tebke Böschen