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Pressemeldung Nr. 254/2014 vom 22.08.2014 | zur Druckfassung | Suche

Kiel: Geburtsort der Völkerrechtsforschung

Internationale Konferenz im September


Nur knapp fünf Monate vor den fatalen Schüssen von Sarajevo, die den Beginn des ersten Weltkrieg markierten, nahm das Institut für Internationales Recht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) im Februar 1914 seine Arbeit auf. Es ist damit das weltweit älteste universitäre Institut für Völkerrecht. Seit 1995 trägt es den Namen seines zweiten Direktors, Walther Schücking, dem ersten deutschen Richter am Ständigen Internationalen Gerichtshof. Er wurde 1933 wegen seiner „pazifistischen Gesinnung“ seines Professoren- und Direktorenamtes enthoben. In Erinnerung an die Überzeugung Walther Schückings, dass Frieden nur mit Hilfe des Rechts erreicht werden kann, feiert das Institut sein hundertjähriges Jubiläum ab Freitag, 19. September, mit einer Konferenz zum Thema „Frieden durch Recht“.

Ziel der Konferenz ist, praktische und wissenschaftliche Bemühungen um internationale Konfliktentspannung durch Recht zu diskutieren und zu bewerten. Renommierte Völkerrechtlerinnen und Völkerrechtler greifen dazu die zentralen Themen der Friedenssicherung durch Recht auf; etwa Diplomatie, Mediation, aber auch den Einsatz von Gewalt. Dabei stehen niemals nur die Geschichte des Völkerrechts, sondern vor allem die gegenwärtigen Herausforderungen zur Diskussion. Denn die aktuellen Ereignisse in der Ukraine, im Irak und im Gaza-Streifen mögen Anlass geben, an der Bedeutung des Rechts als Konfliktlösungsmechanismus zu zweifeln. Dennoch bleibt das Völkerrecht für die Beilegung und Auflösung internationaler Konflikte unverzichtbar. Fallstudien zu Kambodscha, Zypern und Libyen zeigen, wie sich die verschiedenen rechtlichen Instrumente ergänzen oder im negativen Fall blockieren können.

Bei dem Empfang im Rathaus am 19. September wird unter anderem der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Torsten Albig, ein Grußwort an die Teilnehmenden richten.

Am Samstag, 20. September, wird im Kieler Schloss die Festschrift „Aus Kiel in die Welt: Kiel’s Contribution to International Law“ präsentiert. Der Band vereint Beiträge zum Völker- und Europarecht, die ehemalige Forschende sowie ehemalige und gegenwärtige Direktorinnen und Direktoren des Instituts verfasst haben und die so ihre Verbundenheit mit Kiel und dem Walther-Schücking-Institut als akademischer Heimat aufzeigen. Pressevertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen.

Die Konferenz findet in englischer Sprache statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können ebenfalls an der Tagung teilnehmen.

Anmeldungen unter:
www.wsi.uni-kiel.de/100

Das Wichtigste in Kürze:
Was: Konferenz „100 Years of Peace through Law: Past and Future“
Wann: Freitag, 19. September bis Sonntag, 21. September
Wo: Rathaus und Christian-Albrechts-Platz 3

Weitere Informationen:
Link zum Tagungsprogramm (PDF)

Kontakt:
Professorin Nele Matz-Lück
Tel.: 0431 / 880 2083
E-Mail: nmatz@wsi.uni-kiel.de



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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Text / Redaktion: Sebastian Maas