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Pressemeldung Nr. 275/2014 vom 12.09.2014 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Marsrover „Curiosity“ erreicht Mount Sharp. Kieler Instrument misst neue solare Teilchenereignisse


Das Bild zeigt die geplante Route des Marsrovers über den Mount Sharp. Derzeitiger Standort am Fuße des Berges: Pahrump Hills. Foto: NASA/JPL-Caltech

Foto zum Herunterladen: www.uni-kiel.de/download/pm/2014/2014-275-1.jpg


Nachrichten vom roten Planeten: Wie die NASA gestern, 11. September, mitteilte, steht der Marsrover „Curiosity“ nun am Fuße des Mount Sharp, bereit die unteren Ausläufer des Massivs zu erkunden. Während das internationale Rover-Team den Aufstieg vorbereitet, können sich die Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) über neue Messergebnisse freuen. Ihr Instrument an Bord des Rovers, der Strahlenmonitor RAD (Radiation Assessment Detector), misst die für Astronautinnen und Astronauten gefährliche Strahlung und liefert Daten, welche Rückschlüsse über das Überleben von Biosignaturen erlauben. „Bereits in der letzten Woche konnten wir das vierte solare Teilchenereignis während der Mission messen“, freut sich Professor Robert Wimmer-Schweingruber von der CAU. Zurzeit sei die Sonne wieder aktiv und habe einen sogenannten Flare der X-Klasse erzeugt. Dies kann zu Teilchenstürmen führen. „Wir sind hoch erfreut, dass wir jetzt auf dem Mars innert zwei Wochen schon wieder ein solares Teilchenereignis sehen, das fünfte seit der Landung“, sagt der Kieler. Je mehr Daten das Team sammelt, desto mehr Rückschlüsse können sie auf Strahlenbelastungen für potenzielle Weltraumreisende ziehen.

Hintergrund:


Die kosmische Strahlung wechselwirkt mit der Atmosphäre der Erde, wo sie unter anderem 14C erzeugt. Das radioaktive Kohlenstoffisotop ist für die Datierung von menschlichen Artefakten aus der Neuzeit wichtig. Es lieferte in der Diskussion des Klimawandels den schlagenden Beweis für den zunehmenden Einfluss der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Um die Geschichte des Klimas zuverlässig darstellen zu können, erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie sich die kosmische Strahlung verändert. Da die kosmische Strahlung mit der Höhe zunimmt, stellt sie für beispielsweise für Pilotinnen und Piloten eine hohe Belastung dar. Noch extremer wird diese für Astronauten und Astronautinnen. Die CAU forscht auch auf diesen beiden Gebieten.

Zur Pressemitteilung der NASA:
http://mars.jpl.nasa.gov/msl/news/whatsnew/index.cfm?FuseAction=ShowNews&NewsID=1705

Kontakt:
Professor Robert Wimmer-Schweingruber
Tel: 0431 / 880 - 3964
E-Mail: wimmer@physik.uni-kiel.de



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Text / Redaktion: ► Claudia Eulitz